U-Bootbunker Priwall

Gerüchte, Geschichten, Utopien
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Volkiwolf
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Beitrag von Volkiwolf » 24.06.2010 15:04

Moin zusammen,

@Mike: Ich stimme Deiner Ausführung in jedem Punkt voll zu und bin derselben Meinung.

Zu dem "Teer-Schlamm" sei noch angemerkt; Mein Brunder ist Techniker in einem Heizkraftwerk, welches unter anderem auch Schweröl verfeuert. Ich konnte mich bei einer kurzen Führung selbst davon überzeugen, dass Schweröl ähnlich wie Bitumen, bzw. wenn es etwas eingetrocknet ist, absolut identisch aussieht, wie Teer.

Nun, das Ganze (Teer, Bitumen usw.) basiert ja auf Schweröl, daher ist es in der Tat naheliegend, dass hier einiges auf eine ehemalige "Schiffsbetankungsanlage" hindeutet; kurzum - ein Versorgungsschacht zum Übergabepunkt.

In diesem Sinne... :-)
Abwasser ist ´ne Sache, die unbedingt geklärt werden muss.

hollihh
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Beitrag von hollihh » 24.06.2010 18:40

Moin,

etwas Off Topic: Teer ist kein Öldprodukt, sondern wird aus Steinkohle gewonnen. Wir reden hier höchsten über Bitumen (ein Erdölprodukt). Schweröl selbst ist je nach Klassifikation ein ziemlich "zähes" Zeug (Insider nennen es auch Bärendreck :lol: ) und wird auch heute noch als Brennstoff für Schiffe, Kraftwerke etc. genutzt. Damit das überhaupt fließfähig wird, muss es ordentlich aufgeheizt werden.

Gruß

Holli

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Lacky
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Beitrag von Lacky » 25.06.2010 01:23

An die Bunkeranlage (also die Tankstelle - nicht der Schutzbau für Uboote ;) ) kann ich mich noch gut erinnern. Die lag zwischen Priwallfähre und der auch schon längst verschwundenen Schlichtingwerft. Bis in die 80er Jahre hat mein Vater dort sein Boot mit Betriebsstoffen versorgt - ob es die Anlage dort noch gibt entzieht sich meiner Kenntnis, ich habe da aber so meine Zweifel.

An einen Schutzbau an der Stelle mag ich nicht so recht glauben. Der Priwall ist ja mal recht übersichtlich und ein größeres Bauvorhaben wäre mit Sicherheit nicht wenigen Einwohnern aufgefallen und in guter Erinnerung geblieben - auch wenn man noch so sehr versucht hätte, das Ganze vor neugierigen Blicken abzuschirmen.

Gruß
Stefan
Mut ist oft ein Mangel an Einsicht, während Feigheit nicht selten auf guten Informationen beruht - Sir Peter Ustinov

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Beitrag von jeanpierre » 25.06.2010 09:45

Hervorragend! Genau in diese Richtung wird es gehen. Ich werde mir am Samstag mit einem Vertreter der Bürgerinitiative (BiP e.V.) die Dinge ansehen und, wenn sinnvoll, Skizzen und Fotos erstellen. Auf dem Priwall wollen einige Anwohner nun, da tatsächlich wohl immer wieder Gerüchte von weiteren Gängen, Tunneln und Altlasten auftauchen, daß dieses Areal mit Bodenradar erfasst wird. Der Bauherr und die Stadt sehen dafür wohl aber keinen Grund, so wird sich weiter (wie gewohnt) um die Kosten gestritten.

@Lacky - die "Bootstankstelle" gibt es tatsächlich noch; dort wird noch heute oft und gerne gebunkert.
Das Leben ist voller Leid, Krankheit, Schmerz – und zu kurz ist es übrigens auch...
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Altlasten und dunkle Gänge

Beitrag von jeanpierre » 25.10.2010 20:14

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bettika
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Re: U-Bootbunker Priwall

Beitrag von bettika » 23.02.2016 10:18

jeanpierre hat geschrieben:Bereits in diesem Forum immer wieder angesprochen, häufig angezweifelt und belächelt - das Thema des U-Bootbunkers und dem weitverzweigten Gangsystem auf dem Lübecker Priwall.

Aufgrund von Probebohrungen und Vermessungen im Zuge des geplanten Waterfront-Projektes tauchen plötzlich Spuren, Artefakte und Gänge auf, die hier niemand vermutet hätte.
.
da hat man wohl nicht genug gesucht oder die Ergebnisse nicht beachtet :lol:
Waterfront-Bauarbeiten: Bagger eingebrochen
...
Der Bagger war während der Abrissarbeiten für das Waterfront-Projekt in einen alten Versorgungsschacht eingebrochen, womöglich stammt er noch aus der Zeit der alten U-Boot-Bunker des Zweiten Weltkriegs
http://www.ln-online.de/Lokales/Luebeck ... ngebrochen
Sieht nach Tunnel für Versorgungsleitungen (Öl?) aus.
Wenn man die Bildergalerie betrachtet, sieht man im Hintergrund die Passat.
Ist denn bekannt, ob und wenn ja wo, ein Tanklager existierte?

Grüsse
Beate
„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

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Chris Eber
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Re: U-Bootbunker Priwall

Beitrag von Chris Eber » 10.12.2019 23:41

Schaut euch die Betonklötze vom Passat Hafen an. Dazwischen befanden sich die Unterwassereinfahrten der U-Boote.
Die Einfahrtstore wurden zugefahren und von außen zugeschüttet. Die gänge gingen bis zum Krankenhaus.
Die Schlichtingwerft hatte auch die Boote gewartet.
Vorhandene U-Boote wurden in der Ostsee im alten Grenzbereich von BRD,,DDR versenkt.
Grüße Chris

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Re: U-Bootbunker Priwall

Beitrag von Lacky » 11.12.2019 10:41

Chris Eber hat geschrieben: 10.12.2019 23:41 Schaut euch die Betonklötze vom Passat Hafen an. Dazwischen befanden sich die Unterwassereinfahrten der U-Boote.
Die Einfahrtstore wurden zugefahren und von außen zugeschüttet. Die gänge gingen bis zum Krankenhaus.
Ok, dann gib doch mal eine seriöse(!) Quelle für deine Information an. Ansonsten halte ich das weiterhin so glaubhaft wie das Bernsteinzimmer in einem Stollen im Jonastal.

Niemand bezweifelt, daß es in dem Bereich irgendwelche Schächte gibt oder gab, aber mehr als eine Versorgungsleitung oder diverse Kabel wird da kaum hineingepasst haben


Lacky
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Re: U-Bootbunker Priwall

Beitrag von Chris Eber » 11.12.2019 19:37

Hi Lacky
Ich hatte vor 30 Jahren Berufsschulunterricht auf dem Priwall (Bootsbau). Blockunterricht.
Da uns Lehrlinge aus Süddeutschland das Internat zu teuer war, wohnten wir privat auf dem Priwall.
Ich hatte Glück bei Familie Reetz zu wohnen. Er hatte nur Bootsbaueraufgenommen.
Er war Kapitän der Kriegsmariene. Ein Zeitzeuge der mir sehr viel darüber erzählt hatte.
Andere Bewohner mit denen man sich anfreundete berichteten das Gleiche. Auch daß Jugendliche über ein Loch dort schon reingekrochen sind.
Von den Plätzen wo die U-Boote versenkt wurde konnte mir nur Reetz erzählen.
Auf der Schlichtigwerft habe ich auch noch alte Bilder gesehen.

Grüße Chris

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