S/W Fotos

Fotografie-Themen - richtige Belichtung, Technik und Techniken etc.
Wetback
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S/W Fotos

Beitrag von Wetback » 02.01.2009 16:02

Moin,
es ist ja nicht das beste Fotowetter, deshalb habe ich mal probiert in S/W Fotos zu machen, andere Farben sind ja fast nicht mehr zufinden.
Ich hatte die Kamera direkt auf Monochrom gestellt, ist das richtig, oder macht ihr erst in Farbe und wandelt das dann in S/W mit einem Bearbeitungsprogramm um.
Gruß
Stefan
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redsea
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Beitrag von redsea » 02.01.2009 19:51

Hallo Stefan,

das beste Fotowetter ist es leider wirklich nicht und ich ärger mich auch über die eher bescheiden ausfallenden Farbaufnahmen. :-(

Im Ergebnis ist es gleich, ob Du die Kamera auf Monochrom einstellst oder das Foto anschließend per Bildbearbeitungsprogramm in ein s/w-Foto wandelst. Die Frage ist nur, warum gleich in s/w fotographieren? Sicher ist es für out-of-cam praktisch, aber Du hast anschließend eben keine Möglichkeit das Bild wieder in ein Farbfoto zu wandeln, es ist und bleibt für immer monochrom.

Ich habe die Monochrom-Einstellung meiner Kamera noch nie benutzt und bevorzuge es die Fotos anschließend zu bearbeiten. Und ein Foto in s/w zu wandeln sind schließlich nur ein, zwei Mouseklicks. Darüber hinaus gibt es ja auch noch eine Menge anderer toller Effekte, so habe ich mir mal erlaubt Dein Foto in Sepia zu wandeln, das finde ich gerade bei alten Gebäuden, Ruinen etc. sehr interessant. ;-)

Viele Grüße

redsea
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Biedermann (†)

Re: S/W Fotos

Beitrag von Biedermann (†) » 02.01.2009 20:01

Wetback hat geschrieben:Ich hatte die Kamera direkt auf Monochrom gestellt, ist das richtig, oder macht ihr erst in Farbe und wandelt das dann in S/W mit einem Bearbeitungsprogramm um.
Gruß
Stefan
Es kommt drauf an.
Ich kann meine Kamera auf Mono stellen, aber vorher auswählen welchen "Filter" die Umwandlung benutzt: Gelb, Orange, Rot oder Grün.
Am günstigsten erscheint mir jedoch den Präprozessor komplett auf "neutral" zu stellen und die Aufnahme nachträglich am PC in S/W umzuwandeln, denn dann kann man die unterschiedliche Wirkung der einzelnen Kanäle austesten und das Beste draus machen.
Kommt natürlich auch darauf an ob man hinterher nochmal Zeit am Computer verbringen möchte oder ob die Bilder nach dem Fotografieren fertig ein sollen.

Grüße
Ingo

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MikeG
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Beitrag von MikeG » 02.01.2009 22:50

Oh oh - Vorsicht! Es ist alles andere als egal! Man kann natürlich einfach in Graustufen wandeln, aber dann bekommen alle Farebkanäle (Rot/Grün/Blau) die selbe Gewichtung. Interessanter ist eine Kanaltrennung und entsprechende Mischung - das ergint weitaus interessantere Ergebnisse..

Mike

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redsea
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Beitrag von redsea » 02.01.2009 23:51

Das ist richtig Mike, aber das legt man ja selbst fest, je nach dem was die Kamera hergibt. Bei meiner hätte ich z.B. die Möglichkeit zwischen Standard und Benutzerdefiniert zu wählen. Bei Standard hat man natürlich keinen Farbfiltereffekt, den man bei einfachen Bildbearbeitungsprogrammen aber auch nicht hat. Bei Benutzerdefiniert habe ich über die Cam die Möglichkeit die Tonwertkorrekturen rot, grün, orange und gelb vorzunehmen.

Aber nichts desto trotz mache ich das lieber anschließend am PC, wenn ich faul bin mit einem "einfachen" Programm wie PhotoImpact in dem ich mir die JPGs vornehme oder wenn es ein bißchen schöner sein soll bearbeite ich die RAWs mit CaptureNX.

Und was sich bei gerade diesem Wetter empfiehlt, sind gleich Belichtungsreihen aufzunehmen, wenn Kamera und Speicherkarte das hergeben. Damit habe ich super Erfahrungen gemacht und sie ersparen einem oft das lästige nachbearbeiten unter- oder überbelichteter Aufnahmen.

Gruß redsea

andreas_jott

Beitrag von andreas_jott » 03.01.2009 00:08

Hallo zusammen,

da schließe ich mich Mike auf jeden Fall an. Wenn schon bei der Aufnahme der Graustufen-Modus eingestellt wird, vergibt man sich hinterher viele Möglichkeiten der Bildbearbeitung und -beeinflussung.
Ich habe mal die drei Fotos (das farbige Original und zwei bearbeitete Versionen) hier eingestellt. Ich denke, man kann ganz gut nachvollziehen, was mit "Kanaltrennung" gemeint ist. Ich habe bei der Nachbearbeitung die Kanäle "Blau" und "Aquamarin" (Himmel und Wolken), "Grün" (Wiese im Vordergrund) und "Gelb" (Getreidefelder im Hintergrund) jeweils unterschiedlich gewichtet, die Farben also leuchtender oder dunkler eingestellt - oder anders gesagt, über den automatischen Mittelwert gehoben bzw. darunter abgesenkt. Zur Demonstration habe ich ein wenig übertrieben.
Man sieht, mit dieser Nachbearbeitung kann man ganz unterschiedliche Atmosphären erzeugen, aber auch bei dokumentarischen Fotos bestimmte wichtige Einzeheiten hervorheben bzw. gewichten..
Die Fotos sind übrigens in Uckerath-Lichtenberg entstanden (Rhein-Sieg-Kreis), der Blick geht von den ersten Westerwald-Anstiegen hinunter nach Hennef ins Siegtal.

Grüße
Andreas J.
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Beitrag von Handlampe » 03.01.2009 00:30

Hallo zusammen,

wer's ganz genau wissen will ;-)

In Photoshop gibt es folgende Möglichkeiten:

1. Umwandlung Modus Graustufen (mit festgelegter Gewichtung: viel Rot und Grün, wenig Blau)
2. RGB-Kanäle
3. Kanalmixer (mit Option monochrom) oder Schwarzweiß-Anpassung (ab CS3)
4. Kanalberechnung (leider nur mit zwei Kanälen)
5. Manuell über Deckraft- und Modi-Anpassung von Rot-Grau, Grün-Grau und Blau-Grau Ebenen
6. Helligkeitskanal im LAB-Modus
7. CMYK-Separationen mit unterschiedlichen GCR und UCR-Einstellungen
8. externe Filter


Gruß
HL

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Beitrag von Wetback » 03.01.2009 21:07

Moin HL ,
das ist schön das Photoshop sowas hat , aber ich hab diese Software nicht, ich benutze ein Freeewareprogramm mit dem Namen XnView und da gibt es nicht, so viele schöne Plugins für :( .
Gruß
WB

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Beitrag von MikeG » 03.01.2009 23:19

Nun ja, es gibt auch eine Menge freier Photoshop-Plugins und XnView kann diese durchaus verwenden...

Mike

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Beitrag von Handlampe » 04.01.2009 10:50

... und der Kollege GIMP müsste sowas vermutlich auch gut erledigen können (siehe z.B. hier).

Gruß
HL

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