[erledigt] Siegen, Tiefbunker Hindenburgstrasse 2

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Shadow
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Siegen, Tiefbunker Hindenburgstrasse 2

Beitrag von Shadow » 11.09.2012 03:44

Moin,
https://www.geschichtsspuren.de/datenba ... tr--2.html
Ein Tiefbunker mit Hausnummernangabe, trotzdem aus der Ferne nicht sicher aufzuklären.
An der Kante zwischen Strasse und Bahntrasse befindet sich ein kleine rundes Gebäude während sich die Nummer 2 nach verschiedenen Kartendiensten auf der anderen Strassenseite der Hindenburgstrasse befindet, das Gebäude direkt an der Kreuzung zum Busbahnhof. Irgendwo darunter wird er ja wohl liegen. Kann denn jemand die genaue Lage zumindestens von Aussenbauwerken benennen ?

Gruss, Shadow.
Zuletzt geändert von Shadow am 26.12.2012 19:11, insgesamt 1-mal geändert.

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MikeG
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Beitrag von MikeG » 08.10.2012 22:16

Moin!

Wir waren Sonntag dort und haben uns mal umgesehen. Ich hatte das Ding unter dem Busterminal vermutet, aber dort gibt es keinerlei eindeutige Hinweise. Bei 500 Schutzplätzen ist das ein Großschutzraum und damit müsste er theoretisch über eine NEA etc. verfügen. Lüftungs- oder Entlüftungsbauwerke gibt es nicht und die beiden Bauten am Busterminal (Toilette und Kiosk) lassen eigentlich neben ihrer eigentlichen Funktion nur wenig Platz für Niedergänge. Andererseits könnte der Abstand schon zur Größe passen.

Mike

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Beitrag von redsea » 26.12.2012 18:04

Hallo,

in der Siegener Zeitung ist zu dem TB zu lesen:

(...) an der Ecke Hindenburgstraße/FJM-Straße (...) Die Dienststellen der NSDAP, SA und SS in der ehemaligen Oberförsterei sind längst verschwunden. Etliche Besucher erinnerten sich gestern aber an den Bunker, der dort unter dem jetzigen Bürgersteig immer noch existiert: "Ich bin da schon drin gewesen", berichtete ein mittelalter Passant. Und eine etwas ältere Frau ergänzte: "Da hatte früher ein Gemüsehändler seinen Stand, die Vorräte lagerte er in dem Bunker." (...)
Quelle: Siegener Zeitung

Grüße

Kai

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Beitrag von redsea » 26.12.2012 18:20

In dem Buch "Siegen unter dem Hakenkreuz" von Raimund Hellwig, heißt es zu dem Bunker:

1938 räumte die Partei die alte Oberförsterei und zog mit ihren Dienststellen in das ehemalige Christliche Hospiz Knops-Heim in der Emilienstraße 2. An der Hindenburgstraße begann der Bau eines Tiefbunkers, der 500 Personen aufnehmen sollte. 1941 wird der Hindenburgbunker als „eindeckungsfertig“ beschrieben.

Für den Bau der Anlage bezahlte der Fiskus 600096,91 Reichsmark. 1966 ging der Bunker in städtischen Besitz über. Für sinnvolle Zwecke ist er nicht nutzbar - er ist durch drängendes Grundwasser ständig feucht.

Quelle: Siegen unter dem Hakenkreuz (PDF 5,66 MB - Seite 11)

Grüße

Kai

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Beitrag von Shadow » 26.12.2012 19:11

Danke Kai.

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