Westwallbunker am Rursee / Kermeter

Westwall, Atlantikwall, Neckar-Enz-Stellung, Ligne Maginot und andere Befestigungslinien und -anlagen
Gast

Westwallbunker am Rursee / Kermeter

Beitrag von Gast » 22.07.2005 15:56

Hallo Zusammen,

am Rursee in der Eifel sind ein paar gesprengte aber schöne Westwall-Bunker aus demLimes-Programm, die ich dem Forum nicht vorenthalten möchte.
Der 302 ist vermutlich ein Regelbau 10 mit angehängtem Kampfraum. Durch den Einbau im Steilhang ist der Kampfraum erhöht angebracht. Der Eingangsbereich stimmt nicht ganz mit der Regelbauliste überein.
Der 303 ist schwer zugänglich und erfordert besseres Schuhwerk :)
Der 309 ist ein Doppel-MG-Schartenstand Typ 26, gesprengt und leider vermüllt, aber grandiose Lage am See.

Gruß
Eifelyeti
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Gast

Beitrag von Gast » 24.10.2005 15:15

Hallo Zusammen,

ich war mal wieder im Gebiet unterwegs. Hier die neusten Fotos:
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Pettersson
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Westwallbunker Kermeter

Beitrag von Pettersson » 25.10.2005 15:28

Schöne Bilder :thumbup:

Solch einen Kabelschacht habe ich neulich auch gerade wieder gesehen.

Regelbau 10 mit erhöhtem Kampfraum kam durchaus öfters vor.
Einen R26 habe ich bei mir in der Gegend noch nicht gefunden, muss mal meinen Spezi fragen wo dr nächste R26 von uns aus war.

Gruß,
Torsten

Gast

Beitrag von Gast » 25.10.2005 19:40

Hallo Zusammen,

wegen der Doppelpostingsperre kommen die Bilder etwas kleckerweise. Weiter zum 361, der im Steilhang hängt. Neben dem Eingang eine Gewehrscharte, die vom Kampfraum aus bedient wird. Der Eingang läuft direkt auf eine weitere Gewehrscharte hin, die vom Gruppenraum aus bedient wird. Der Bunker besteht quasi nur aus Eingangsflur Kampfraum und Gruppenraum.

Gruß
Eifelyeti
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Gast

Beitrag von Gast » 26.10.2005 08:03

und weiter...
Bunker 399 liegt in der Nähe der Urfttalsperre im Steilhang. Der Eingang geht in etwa 45° steil nach unten. Dort liegt auf der rechten Seite ein MG Kampfraum (Stark beschädigt). Links rum geht's in einen Doppelgruppenraum (auch gesprengt, aber noch begehbar).

Gruß Eifelyeti
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Beitrag von M.S.Laarman » 29.10.2005 19:42

Hallo Yeti,

Wann sind die Bunker gesprengt woren?

Gruss,

maurice

Gast

Beitrag von Gast » 19.11.2005 19:36

Hallo maurice,

die meisten Bunker wurden direkt nach den Kampfhandlungen gesprengt. Zunächst versuchten die Amerikaner die Bunker mit jeder Menge Sprengstoff zu knacken, was aber nicht völlig erfolgreich war und uns noch schöne Stücke erhalten hat.
Später füllte man die Bunker erst mit Wasser und sprengte dann, leider mit mehr Erfolg. Bis heute werden immer wieder Bunker beseitigt.

Gruß
Eifelyeti

hollihh
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Beitrag von hollihh » 20.11.2005 09:08

...und der Rest wird auch wohl bald verschwinden. Ihc finde die Quelle zwar im Moment nicht, aber es gibt ein Programm des Landes NRW, wonach alle Hinterlassenschaften beseitigt werden sollen.

Gruß

Holli

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Warum?

Beitrag von M.S.Laarman » 20.11.2005 11:13

Warum werden dann heute noch die Bunker abgerissen? Gibt es kein Denkmalschutz bei euch?? Die stehen doch nicht in der Weg?

In Holland werden auch noch immer Bunker der Atlantikwall abgerissen, mehr und mehr werden die aber geschutzt durch die Behörden und Freiwilligen. Es ist nicht mehr als vor Jahren her, wenn als das Beton einfach verschwinden sollte.

Gruss,

Maurice

Incognitus

Beitrag von Incognitus » 20.11.2005 12:25

Hallo Maurice,

als Grund für eine Beseitigung von Bunkern wird heute meistens die Verkehrssicherungspflicht genannt. Das ist die Pflicht zur Beseitigung oder Begrenzung von Gefahrenquellen in bezug auf Grundstücke oder Wege, auf denen sich Personen bewegen (Definition von mir). Oder kurz gesagt: Es soll verhindert werden, daß sich Kinder beim Spielen am Beton oder an den Muniereisen verletzen können.

Oft sind diese Begründungen aber meines Erachtens vollkommen "an den Haaren herbeigezogen" - mir scheint, man will diese störenden Hinterlassenschaften der NS-Zeit verschwinden lassen, weil man sich einfach an der ständigen Konfrontation mit dem Thema NS-Zeit stört.

Es gibt hier oft noch kein Bewußtsein für den geschichtlichen Wert solcher Anlagen, leider...

Grüße,
Matthias

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