Geldernstellung

Westwall, Atlantikwall, Neckar-Enz-Stellung, Ligne Maginot und andere Befestigungslinien und -anlagen
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holger 1
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Beitrag von holger 1 » 28.03.2013 21:29

Hallo Eric!

Du hast recht,die Betonreste auf der Pferdekoppel sind im Zusammenhang mit dem Fliegerhorst Venlo schon mal erwähnt wurden.Schau mal auf Seite 20,der Bericht ist sogar von Dir.

Gruß Holger :-)

ruine13
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Beitrag von ruine13 » 30.03.2013 10:07

Die Trümmer auf der Pferdeweide liegen genau im Bereich der östlichen Leuchtfeuerkette, nur ein paar Meter östlich des hier verzeichneten Drehfeuers:

http://fliegerhorstvenlo.webklik.nl/page/documentatie

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EricZ
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Beitrag von EricZ » 30.03.2013 14:03

Hallo Markus,

Du treibst Dich in meiner Ecke rum... ;-)

Hier im Forum sind ja bereits reihenweise Beiträge zu Funk- und Leuchtfeuern geschrieben worden. Als Resumée ist festzuhalten, daß es ersten viel zu wenig bislang gefundene offiziellen Informationen aus der damaligen Zeit zu geben scheint, und zweitens bei diesen Einrichtungen, anders als bei Funkme0geräten, eine gewisse Vielfalt an baulichen Variationen gegeben zu haben scheint.

Vor Jahren wurde hier Einiges zu einem ehemaligen Leucht- oder Funkfeuer westlich von Zutphen geschrieben. Diese Eichrichtung wirkt für den Unkundigen eher wie ein Bunker mitten in der Pampa, und nicht wie Relikte einer solchen militärischen Nasvigations-Einrichtung.

Auf mich wirk(t)en die Trümmer auf der Koppel wie der gesprengte Sockel eines Würzburg-Riesen. Wenn aber solch ein zur damaligen Zeit state-of-the-art-Gerät damals dort gestanden hätte, wären sicherlich längst Aussagen von Zeitzeugen irgendwo festgeghalten worden.

Viele Grüße, Eric
And I'm hovering like a fly, waiting for the windshield on the freeway...

ruine13
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Beitrag von ruine13 » 15.04.2013 20:44

EricZ hat geschrieben:Du treibst Dich in meiner Ecke rum... ;-)
Ab und an sehr gerne sogar...

Ich habe mir heute mal den Bereich östlich des Nordkanals angesehen - so langsam gibt das ein sinnvolles Gesamtbild.

Östlich des Nordkanals verläuft ebenfalls ein durchgehender Laufgraben mit Anbindung an den Kanal. Dieser hat allerdings keine Verbindung zu der am Hang liegenden Stellung. Ringstände wurden hier anscheinend nicht verbaut.

Die Reihe Ringstände am Hang scheint sich tatsächlich nicht weiter zu ziehen. Weiter südlich findet man noch eine getrennte, kleine Stellung, die den einzigen Acker in dem Bereich deckt und an den Bunker 614 angeschlossen ist. Im Bereich dieser Stellung finden sich auch noch mehrere große Erdwälle, die ich als Geschützbettungen deuten würde.

Interessant ist auch, daß nördlich der Kempener Straße II der Nordkanal nicht ausgebaut wurde. Auf etwa 100 Metern fehlt dort ein ganzes Stück Kanal. Dafür findet man auf dem Stück einen mustergültigen Panzergraben.

Gruß

Markus
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Buka62
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Geldernstellung

Beitrag von Buka62 » 17.04.2013 16:04

Hallo zusammen,
interessante Diskussion hier.Die Ringstände und Grabensysteme sind mir seit meiner
frühen Jugend bekannt(Anfang der 1970 er),dienten sie dort als großer Abenteuerspielplatz.
Zu dieser Zeit konnte man die Ringstände noch bequem aus den Gräben heraus betreten,da diese noch wesentlich tiefer waren.
Was mich besonders interessiert:Warum ist dieser Bereich relativ stark befestigt?

Gruß Buka

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Geldernstellung

Beitrag von holger 1 » 17.04.2013 18:28

Hallo Buka!

Herzlich Willkommen! Wenn Dir die Ringstände bekannt sind,liegt noch irgendwo einer,der noch nicht bekannt ist?

Gruß Holger :-)

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Beitrag von ruine13 » 17.04.2013 20:20

Hallo Buka,

ich denke, daß dort relativ stark befestigt wurde, weil das Gebiet die erste Möglichkeit nördlich der Seen wäre, um weiter nach Osten vorzustoßen. Im Bereich der Seen wäre dies nahezu unmöglich, und das sumpfige Tal der Nette südlich davon würde ein Vorwärtskommen ebenfalls sehr erschweren.

Das ist allerdings nur meine Vermutung...

Gruß

Markus

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Beitrag von ruine13 » 18.04.2013 09:19

Ein paar Informationen zu dieser Stellung gibt es auch auf http://www.feststellung-weststellung.de/

"Die Bunkerlinie des in diesem Abschnitt 1939 erbauten Westwalls, oft als sogenannte Geldern-Stellung bezeichnet, verlief dabei von Kleve kommend über Westerbroek, Herongen, an den Nette-Seen vorbei über Hinsbeck, Lobberich bis nach Born bei Brüggen. Zwar wurde 1944 auch diese Bunkerstellung, die vorwiegend aus Mannschafts-Unterständen bestand, im Zuge des feldmäßigen Ausbaues mit Erdstellungen und Ringständen verstärkt (ab Jan. 1945 auch als als "Scharnhorst-Stellung" bezeichnet). Wie bereits beschrieben, verlief diese Stellung aber dann von Brüxken aus in süd-östlicher Richtung über Rieth, Niederdorf und die Buschberge bei Louisenburg in Richtung Hinsbeck bis Brüggen." ( http://www.feststellung-weststellung.de ... itung.html )

"Zeitgleich mit dem Ausbau an der Rur wurde mit dem feldmäßigen Ausbau der vorhandenen Westwall-Bunker-Stellung (erbaut 1938) begonnen. [...] Diese Stellung bestand vorwiegend aus einem durchlaufenden Panzergraben, sowie jeweils einem beiderseits dazu parallel verlaufender Schützengraben. Lediglich auf den Höhen [...] wurde ein verzweigtes Laufgrabensystem mit MG-Nestern, Erdbunkern usw. angelegt."( http://www.feststellung-weststellung.de ... _Sued.html )

Die Reste im Bereich der Buschberge stellen also nur einen Teil dieser sog. "Scharnhorst-Stellung" dar, ursprünglich verlief sie noch deutlich weiter. Auch der Aufbau (Laufgraben - Panzergraben - Laufgraben in der Ebene und ein weiteres Laufgrabensystem am Hang) scheint nicht unüblich gewesen zu sein. Besonders ist in dem Bereich nur die Nutzung des Nordkanals als Panzergraben und die relativ hohe Dichte an Ringständen.

Gruß

Markus

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Geldernstellung

Beitrag von Buka62 » 18.04.2013 10:39

Morgen,
auf diese Seite bin ich erst vor kurzem durch meine Recherche zu eben den Ringständen gekommen.Die sieben östlich gelegenen und drei westliche kannte ich,ebenso die 102V Reste.
Ein weitere 102V Standort (angesprengt und übererdet)ist mir auf den Hinsbecker Höhen
bekannt,ebenso die Standorte der beseitigten 102V im Bereich Hinsbeck Dorf,Schlöp und Krickenbecker See.Auch auf den Hinsbecker Höhen findet sich ein weitverzweigtes Grabensystem.Von einem Objekt(Ringstand mit zubetonierter Öffnung?) werde ich die Tage mal ein Foto einstellen.

Gruß Buka

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Geldernstellung

Beitrag von Buka62 » 18.04.2013 12:07

...Fotos vom Objekt noch vorhanden,hier sind sie:
Objekt ist ca.2,50 * 2,50 m groß,
besitzt 2mal abgeschrägte Ecken (Bild 5und 6)
und auf der gegenüberliegenden Seite durchgehende Abschrägung.(Bild 3)
Fast mittig zubetonierte rechteckige Öffnung.(Bild 4)
Aufgrund der fast quadratischen Abmessungen hat es also nicht die typischen Ringstandmaße.
Was ist es?
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Zuletzt geändert von Buka62 am 18.04.2013 12:23, insgesamt 4-mal geändert.

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