Geldernstellung

Westwall, Atlantikwall, Neckar-Enz-Stellung, Ligne Maginot und andere Befestigungslinien und -anlagen
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holger 1
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Beitrag von holger 1 » 07.04.2012 22:41

Hallo Eric!

Den Standort mit den neuen Koordinaten kann ich bestätigen.Ist das nicht der Bereich der kleinen Kapelle? Laut Manfred Groß(Der Westwall zwischen Niederrhein und...)lagen im Bereich Hinsbeck/Hombergen vier Doppelgruppenunterstände (Nr.620,621,622 und 639).Beim Bewuchs der ehemaligen Standorte,könnte das mit dem Wurzelwerk (Pfahlwurzel)der Kiefer zu tun haben.Bin nicht vom Fach :mrgreen: ,nur eine Vermutung von mir.Hatte im Jahr 2008 wegen der ominösen Fundamente mal beim Förderverein Ehemaliger Fliegerhorst Venlo angefragt.Die Antwort ist leider einem Virus zum Opfer gefallen.Wenn mich aber meine Erinnerung nicht im Stich läßt,hatten diese mit dem Fliegerhorst nichts zu tun.

Ein frohes Osterfest
Holger

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EricZ
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Beitrag von EricZ » 08.04.2012 12:23

Hallo Holger,
GPS-Koordinaten werden hauptsächlich in den Formaten
DMS: dd° mm' ss" (Degree:Minute:Second)
DEC: dd° mm.mmmm' (Decimal Minute)
DEG: dd.dddddd° (Decimal Degree)
dargestellt.
Q: www.gs-forum.eu (sic!)

Jetzt weiß ich, warum ich mit DEN Koordinaten auf meinem Meßtischblatt des ehemaligen Landesvermssungsamtes NRW (seit 2008 Bezirksregierung Köln Abteilung 7 – Geobasis NRW) nicht wirklich klargekommen bin... :lol:

Du hast recht: Mit den neuen Koordinaten gelangt man etwa zu dem Bereich, in welchem die kleine Kapelle steht, die bei den bekannten Dimensionen allerdings nur aus ein paar beiseite geflogenen Bröckchen eines gesprengten 102V errichtet worden sein kann.
Vielleicht wandere ich morgen noch mal zu der Stelle.

Zu den Fundamenten ging mir vor einem Jahrzehnt spontan der Gedanke einer Funkstation im Zusammenhang mit dem Fliegerhorst durch den Kopf. Irgendwie wurden die Informationen ja auch Richtung Osten weitergeleitet. Sei es per Telefon, sei es per Funk. Und da könnte sich eine RV-Strecke angeboten haben, die über die Buschberge Richtung 4. Flak-Division führte.

Der andere Gedanke wäre der einer Funkstation die für die Geldernstellung tätig war.
Sollte es hier zur Kommunikation Funkmasten gegeben haben, wäre es den Westwall-Spezialisten sicherlich bekannt.

Als ich Freitag die Fundamente wieder gefunden habe, sind auch die Reste zweier Kampfstände westlich und östlich der Betonsockel aufgefallen.

Frohe Ostern, Eric
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ruine13
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Beitrag von ruine13 » 08.04.2012 16:25

EricZ hat geschrieben:Der andere Gedanke wäre der einer Funkstation die für die Geldernstellung tätig war. Sollte es hier zur Kommunikation Funkmasten gegeben haben, wäre es den Westwall-Spezialisten sicherlich bekannt.

Die Kommunikation lief unterirdisch über das Festungskabelnetz.

Gruß

Markus

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Beitrag von holger 1 » 08.04.2012 17:18

Hallo!

Was mir noch eingefallen ist,der Standort eines weiteren Ringstands.Der ist gesprengt wurden und liegt an der Waldrandecke gegenüber des Schießstandes vom Fliegerhorst.Von der Straße(B 221)aus,sieht man dort Brombeergebüsch.Habe leider kein Bild davon.

Gruß
Holger

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EricZ
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Beitrag von EricZ » 08.04.2012 20:37

Moin

@Markus

Wenn es von dieser Art der Kommunikation 1. keine Ausnahme gegeben haben sollte und es sich 2. um die Fundamente eines Sendemastes handeln sollte, könnte meine Hypothese ja vielleicht etwas mehr an Boden gewinnen.

Daß Funk-Kommunikation zwischen dem Fliegerhorst Venlo und der 4. Flak-Division Duisburg damals stattfand, haben Marcel und ich etwa 2004/2005 durch Aussagen von Zeitzeuginnen, die im Gefechtsstand Drossel eingesetzt waren, bestätigt finden können.

@Holger

Dann müßten etwaige Relikte des erwähnten Ringstands etwa hier in der Bildmitte zu finden sein: http://g.co/maps/u8d64

Viele Grüße, Eric
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Beitrag von EricZ » 08.04.2012 20:58

Moin

@Markus

Wenn es von dieser Art der Kommunikation 1. keine Ausnahme gegeben haben sollte und es sich 2. um die Fundamente eines Sendemastes handeln sollte, könnte meine Hypothese ja vielleicht etwas mehr an Boden gewinnen.

Daß Funk-Kommunikation zwischen dem Fliegerhorst Venlo und der 4. Flak-Division Duisburg damals stattfand, haben Marcel und ich etwa 2004/2005 durch Aussagen von Zeitzeuginnen, die im Gefechtsstand Drossel eingesetzt waren, bestätigt finden können (zur „Drossel" Duisburg zählten übrigens 19.-21. / Ln Rgt 211 sowie insbesondere die Luftnachrichten-Abteilung 124, von der zumindest Teile an der Wolfsburg eingesetzt waren)

@Holger

Dann müßten etwaige Relikte des erwähnten Ringstands etwa im Bereich der Bildmitte zu finden sein: http://g.co/maps/u8d64

Viele Grüße, Eric
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Beitrag von holger 1 » 09.04.2012 09:00

Hallo Eric!

Genau diese Waldrandecke meine ich.

Gruß
Holger

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Beitrag von ruine13 » 09.04.2012 16:25

Dass so weit westlich ebenfalls ein Ringstand liegt, war mir bisher völlig unbekannt, vielen Dank.

Aufschlussreich fand ich auch diesen Beitrag zum Thema "Niersstellung":
Coniurator hat geschrieben:Richtig ist aber, dass der Nordkanal als mögliches Hindernis westlich Herongen bis zum Poelvenn angesehen wurde...
In die Karte eingezeichnet, ergibt sich damit langsam doch ein interessantes Bild. Westlich des Nordkanals findet man ebenfalls einige Grabensysteme, die wahrscheinlich nicht aus Napoleons Zeiten stammen.

(gelb sind die Fundamente, hellblau der Brunnen und pink die beiden Deckungsgräben)

Viele Grüße

Markus
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Beitrag von holger 1 » 09.04.2012 18:40

Hallo Markus!

Der einzelne Ringstand,liegt ein kleines Stück weiter südlich.Dort wo die Waldecke eingezeichnet ist.

Die beiden Deckungsgräben,ist davon nur einer begehbar?

Gruß
Holger

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Beitrag von ruine13 » 09.04.2012 20:15

holger 1 hat geschrieben:Die beiden Deckungsgräben,ist davon nur einer begehbar?
Genau. Die beiden baugleichen (Nr. 2 ist nur spiegelverkehrt) Deckungsgräben halte ich dort aber nur für Schutzbauten für die Höfe.

Gruß

Markus
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