NATO ACE-High Richtfunkstationen

Militärische und militärisch (mit)genutzte Fernmeldeanlagen und -einrichtungen, Netze und Infrastruktur (ohne ELOKA)
gerri
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Re: NATO ACE-High Richtfunkstationen

Beitrag von gerri » 15.08.2020 19:13

Richtig! Ich habe mich immer über die geärgert, wenn sie einen Stellungswechsel vorgenommen hatten ohne sich abzumelden. Da lief dann die Entstörungsmaschinerie an. Irgendwann waren sie wieder da, sagen durften die Kameraden ja nichts; der Feind hört ja, oder auch nicht, mit.

Ich meine mich erinnern zu können, dass wir mal nachts auf den AT mussten, um den Wendel wieder auszurichten. Das ist aber schon fast 50 Jahre her, die Erinnerungen verblassen so langsam, insbesondere, wenn es sich um weniger wichtige Dinge handelt.

Nebenbei gesagt: Es macht mir Spass hier ein wenig mitzumischen, muss mal in Ruhe die einzelnen Themen durchgehen, vielleicht kann ich in dem einen oder anderen Strang meinen Senf dazu geben.

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zulufox
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Re: NATO ACE-High Richtfunkstationen

Beitrag von zulufox » 16.08.2020 17:38

gerri hat geschrieben: 15.08.2020 19:13 Ich meine mich erinnern zu können, dass wir mal nachts auf den AT mussten, um den Wendel wieder auszurichten. Das ist aber schon fast 50 Jahre her, die Erinnerungen verblassen so langsam, insbesondere, wenn es sich um weniger wichtige Dinge handelt.
Wann könnte das geschehen sein mit dem in der Nacht Doppelwendel ausrichten? Ich musste so etwas auch mal zwischen 1982 und 1985 am Telefon erzwingen während einer Taktischen Überprüfung durch ein NATO-Prüfteam. Da steht man ganz schön unter Druck.

MfG
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Re: NATO ACE-High Richtfunkstationen

Beitrag von gerri » 16.08.2020 19:21

Das muss Mitte der 70er gewesen sein.

Wenn ich das richtig verstehe, warst du beim FKG2, oder?

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Frank K.
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Re: NATO ACE-High Richtfunkstationen

Beitrag von Frank K. » 17.08.2020 11:32

@Zf, danke für die zusätzlichen Troposcatter-Infos zu ACE.

Ich konnte dadurch die Lücken bei uns in der Karte ergänzen. Die Verbindung Feldberg - Bann ist/war als Richtfunkverbindung mit einer Länge von 172 km realisiert. Die Längste die mir je untergekommen ist, man lernt nie aus.

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Re: NATO ACE-High Richtfunkstationen

Beitrag von gerri » 17.08.2020 15:24

Hallo Frank,
das ist aber ein Pfund: 172 Kilometer mit Rifu? Noch nie etwas Vergleichbares darüber gehört oder gelesen zu haben. In welcher Höhe waren denn die Antennen bei A und B angebracht, welche Leistungen haben denn die Sender abgegeben? Wie waren denn die geografischen Begebenheiten in der 1.Fresnelzone?
Theoretisch ist alles möglich, ich kann es mir aber trotzdem nicht vorstellen. Gibt es eine Quelle dafür?

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Re: NATO ACE-High Richtfunkstationen

Beitrag von Frank K. » 17.08.2020 17:02

Das muß (wird) ein Glücksfall, bezogen auf die Geographie, gewesen sein. Trotzdem muß man da drauf kommen und es testen.

Station A Feldberg: 1458 m. LoS-Antennen am Träger der ACE-High Antennen, freies Sichtfeld.
Station B Bann: Höhe 458 m. Ebenerdige Antennenträger, Gelände in Südrichtung abfallend.
Beide Standorte sind bildhaft im Link zu Feldberg enthalten.

Sendefrequenz 4.9 GHz, Sendeleistung unklar.
bmax der 1.Fresnelzone damit ausgerechnet: ~72 m.

Es sollte komplett freies Sichtfeld existiert haben, bei Pirmasens wird es etwas eng. Die Endstellen sind die höchsten Erhebungen, dazwischen ist das Rheintal.
Quellen bisher nur indirekt, siehe die Literaturangaben auf der ACE-High Wikipedia-Seite.

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Re: NATO ACE-High Richtfunkstationen

Beitrag von Pinguin der 2. » 18.08.2020 07:43

gerri hat geschrieben: 15.08.2020 17:01....Übrigens: Nicht, dass wir aneinander vorbeireden: Die Befehlskette, lapidar ausgedrückt zur Zielbekämpfung, ging vom CRC zum BOC, von dort zur entsprechenden Batterie. ...
Tja, Erinnerungen.....
Wobei bei TACEVAL in den FlaRakBtr nach einer Stunde auf Autonomous Operations umgeschaltet wurde weil man davon ausging, daß aufgrund ComoLoss keine Verbindung nach "oben" zustande kommt.
sapere aude

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