GSVBw 45/VrSt Jesberg

Militärische und militärisch (mit)genutzte Fernmeldeanlagen und -einrichtungen, Netze und Infrastruktur (ohne ELOKA)
realundercover
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Beitrag von realundercover » 05.04.2007 21:00

Hallo,
ich hatte 2003 mal etwas über Jesberg gepostet. Im Netz findet man nur dieses hier: "Jesberg, Bundeswehr-Trägerfrequenzstelle 45 (Bw-TF-St 45).- Neubau des Unterkunftsbereiches", auf der Site des Bundesarchivs, Akte aus den 60gern.
War Jesberg so eine Art "Zentralstelle"? Gibt es das Gebäude noch?

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Fieldmouse
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Beitrag von Fieldmouse » 20.11.2011 17:18

von haunebau (Gast) 26.10.10
zumindest von Jesberg (nicht mehr in Betrieb)weiss ich, das der Zugang zum Objekt in zivil erfolgte, obwohl die Nachbarn wohl wussten was Sache war. Es sah aus wie ein ziviles Mietshaus im älteren Stil, unten drunter war es verbunkert, angeblich sogar mit Fahrstuhl. Uniform wurde erst drinnen angezogen.

Jesberg soll sogar schon im WW2 von der Wehrmacht genutzt worden sein, finde aber hierüber keine Infos!!??


Bin Fernmeldehandwerker bei der Telekom und war heute in diesem Bunker schaffen. Die Anlage wurde wohl 1941 in Betrieb genommen. Alte Geräte sind z.T. noch vorhanden welche 1941 gebaut wurden. Habe Werkzeug und geschriebene Zettel mit Datum vom September 1941 gefunden. Die Anlage ist ziemlich groß 3-4 Stöcke unter der Erde, mit vielen Bunkern und Schalträumen. Dusch- und Wohnräume, auch einen Aufzug gibt es. 2 Mehrfamilienhäuser, die nicht weiter auffallen, bis auf das etwas schrägere Dach, sind auf der Anlage errichtet und unterirdisch alle miteinander verbunden. Dazu gehört noch ein kleineres Häusschen mit Notausgang und eine Garage mit Stellplatz für 3 Wagen. Das Gelände wurde im Weltkrieg nicht angegriffen. Heute sind die meisten Räume ungenutzt. Wenn gewünscht kann ich Fotos nachreichen.
viewtopic.php?t=802&start=20

Wäre die Frage, ob der zivile Teil der Vermittlungsstelle noch aktiv ist !?

So sah die Liegendschaft aber nicht aus, etwas runtergekommen, überquellender Briefkasten,
überall fehlte etwas Farbe, also leicht sanierungsbedürftig.

Andererseits fielen Bw-grauer Zaun mit verstärkten Eingangstoren, sowie Bw-typische Peitschenlampen im hinteren Teil auf.
Das Gebäude selbst zeigte typische Vorkriegs-Architektur.

Also hier die "sagenumwobene" GSVBw Jesberg, die ja nach Netz-Infos bei der Bundespost eingemietet gewesen sein soll:
fM
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MaSt
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Beitrag von MaSt » 20.11.2011 17:58

TFVrSt = TrägerFrequenzVerstärkerStelle

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bettika
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Beitrag von bettika » 20.11.2011 18:08

MaSt hat geschrieben:TFVrSt = TrägerFrequenzVerstärkerStelle
kleine Ergänzung, weil ja nach der Bundespost gefragt wurde:
TFVrSt= Trägerfrequenzverstärkerstelle [Bundespost]
aus ZDv 64/10
„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

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Beitrag von redsea » 20.11.2011 18:30

Hallo Fieldmouse,

tolle Fotos, tolle Infos, vielen Dank. :thumbup:

Und noch eine Ergänzung als Pendant zu bettikas Bundespostbezeichnung: die militärische Bezeichnung lautete "Bundeswehr-Trägerfrequenzstelle 45 (Bw-TF-St 45)".

Im Bundesarchiv findet sich die Information: "Neubau des Unterkunftsbereiches 1960 - 1962". Hast Du hierzu auch weitere Informationen oder Fotos?

Viele Grüße

Kai

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Beitrag von TimoL » 20.11.2011 21:28

Für mich sieht die Anlage Jesberg ehrlich gesagt mehr nach einem Versuchsbau/ Prototyp der Bundeswehr für das Bauprogramm der GSVBw's aus, als ein klassischer Typenbau der Bundespost im 60er Jahre Stil... :?
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Beitrag von kuhlmac » 21.11.2011 12:44

TimoL hat geschrieben:Für mich sieht die Anlage Jesberg ehrlich gesagt mehr nach einem Versuchsbau/ Prototyp der Bundeswehr für das Bauprogramm der GSVBw's aus, als ein klassischer Typenbau der Bundespost im 60er Jahre Stil... :?
Also, ein Bau der 60er Jahre ist das nach meiner Meinung auch nicht. Das "Wohnhaus" wie auch die Garagen hatten wohl in den 60er Jahren schon einige Jahre auf dem Buckel.
Ob das ein Typbau für die GSVBw ist... kann ich so nicht beurteilen. Aber ich kenne min. 2 andere GSVBw, die dann doch anders an der Öffentlichkeit aussehen.
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Beitrag von Leif » 21.11.2011 13:51

Hallo,

bereits im zweiten Weltkrieg war Jesberg sehr gut angebunden. Jesberg war die LV 64. Das Gebäude der LV in Kiel sieht oberirdisch ähnlich aus. Und der Bunker in Kiel wurde von der Post weitergenutzt.
Könnte es sein, dass die Anlage in Jesberg auch weitergenutzt wurde? Kennt jemand den Standort der LV aus den Krieg?

Viele Grüße,
Leif

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Beitrag von Wetback » 21.11.2011 17:07

Moin,
nach meinen Informationen, handelt es sich bei der GSVBw Jesberg um das alte Verstärkeramt der Reichspost was am 1.2.1939 fertig gestellt worden ist, dort lag das FK 504 an.
Die heutige Nutzung ist wohl eine OVST.
Gruß

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Beitrag von TimoL » 21.11.2011 17:43

Nehmen wir mal an die Anlage in Jesberg wurde tatsächlich schon von Reichspost gebaut und genutzt.

Was hat es denn aber mit den im Bundesarchiv erwähnten "Neubau des Unterkunftsbereiches 1960 - 1962" auf sich... ? :?

Bild 005.JPG zeigt übrigens nicht den Notausstieg, sondern den begehbaren Kabelaufführungspunkt.
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