Richtfunktürme im Münsterland in NRW

Militärische und militärisch (mit)genutzte Fernmeldeanlagen und -einrichtungen, Netze und Infrastruktur (ohne ELOKA)
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HW
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Richtfunktürme im Münsterland in NRW

Beitrag von HW » 18.09.2021 19:14

Hallo,
von einem guten Bekannten wurde ich vor einigen Tagen mit Fragen zum zivilen und militärischen Richtfunknetz im Münsterland bedacht. Er hatte früher beruflich mit Fernmeldewesen zu tun, seit einigen Jahren in Pension und hat jetzt auf Grund von "zu Hause bleiben" in dem letzten Jahr sich wieder an die Thematik erinnert. Speziell interessierte er sich für Richtfunktürme aller Art, auch ehemalige, die es nict mehr gibt im Münsterland.
Da ihm bekannt war, dass ich einige Informationen vom FmRgt 12 habe, glaubte er wohl, dass ich auch etwas vom FmRgt 11 habe. Leider musste ich ihn enttäuschen, mir ist zwar einiges bekannt, aber eine Chronik etc. habe ich nicht.

Richtfunkstellung Ottenstein, im Dreieck Vreden - Stadtlohn - Ahaus, diese kannte er. Bei der Bundeswehr wurde sie auch unter Ottenstein geführt, er hatte aber auch eine Information, dass die US-Streitkräfte eine Richtfunkstellung in Vreden hatte. Meine Meinung dazu: Vreden ist auch Ottenstein, wobei die Stellung weder in Vreden noch in Ottenstein ist, Stadtlohn würde eher passen. Diese Stellung kannte er und meinte, sie sei noch aktiv, da hier noch der Richtfunkturm mit Parabolspiegel vorhanden ist und auch am Boden verschiedene Antennen vorhanden sind. Dazu konnte ich aber nichts sagen. Mir ist nur bekannt, dass es eine Richtfunkstrecke der Bundeswehr von Kalkar (Monreberg) - Bocholt - Ottenstein - Ochtrup -Schwagstorf gab, die aber so meines Wissen 2012 aufgegeben wurde. Die US-Streitkräfte hatten eine Richtfunkstrecke vom Melchenberg, Groß-Reken, nach Ottenstein, dürfte aber auch schon der Vergangenheit angehören.

Bocholt: Bocholt war früher auch sein Einsatzgebiet, aber wo der Richtfunkturm hier war, wusste er nicht. Ich konnte ihm sagen, den gibt es auch nicht mehr, vermutlich nach 2012 "gefällt". Die Gebäude stehen aber noch im nördlichen Stadtwald.

Die Bundeswehr nannte eine Stellung in der Nähe von Ochtrup auch Ochtrup, er hat aber bei der Information der US-Streitkräfte eine Stellung Wettringen, war es die selbe? Meine Meinung: Ja, denn die Stellung war auf dem Gebiet von Wettringen.

Er kannte die Stellung Groß-Reken auf dem Melchenberg und wusste, hier war Bundeswehr und US-Streitkräfte gemeinsam, seine Frage, war es immer so bei gleicher Örtlichkeit? Meine Antwort war Nein. Beispiel dazu: Die Hornisgrinde, es gab einen eigenen Richtfunkturm der US-Streitkräfte, die Bundeswehr hatte aber ihre Antennen auf dem großen Fernmeldeturm, oder der Ruppelstein, hier nur Bundeswehr, die US-Streitkräfte waren auf dem Erbeskopf und auf dem Sandkopf bei Züsch-Muhl, auch vom FmRgt 11 wurde mir berichtet, dass die Stellung Lobbenstein der Bundeswehr auf freien Feld auf den "Süchtelner Höhen" war und die US-Streitkräfte eine Stellung in Viersen-Süchteln hatten.

Vor einigen Wochen ist er nach Lüdinghausen gefahren und hat einen Schwenker nach Seppenrade gemacht. Er meinte, dass diese Stellung verkauft worden sei und der Richtfunkmast ist auch nicht mehr vorhanden. Südlich davon hätte die Telekom aber einen neuen Fernmeldeturm gebaut.

Zu den zivilen Richtfunktürmen hatte er keine Fragen, da er viele Informationen von der Telekom hatte. Ich hatte ihm gesagt, dass es im Münsterland auch einige Flugabwehrstellungen mit NIKE-Raketen gegeben hat, die ggf. auch Richtfunktürme zur Verbindung hatten. Aber dazu ist mir nichts bekannt.

Viele Grüße
HW

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