Einsatzstammnetz der Luftwaffe

Militärische und militärisch (mit)genutzte Fernmeldeanlagen und -einrichtungen, Netze und Infrastruktur (ohne ELOKA)
HW
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Re: Einsatzstammnetz der Luftwaffe

Beitrag von HW » 27.08.2020 19:23

Richtig, auf dem Fernmeldeturm in der ehem. Kaserne liefen immer noch Richtfunverbindungen auf, deswegen war der Turm auch noch als Militärischer Sicherheitsbereich deklariert und eingezäunt, obwohl alle anderen Gebäude in der ehem. Kaserne schon zivil genutzt wurden.Wie der aktuelle Stand ist, kann ich nicht sagen.

Aber Rottenburg/Laber hatte am Anfang drekt nichts mit Haindlfing zu tun. Rottenburg hatte anfangs die Stellungen Wettstetten, Freinhausen, Rohr, und Volkenschwand/Leibesdorf. Soweit ich es in Erinnerung habe, sollte nach Wettstetten Patriot kommen (kam auch), dafür wurde die HAWK-Batterie nach Rohr verlegt und die Batterie von Rohr hat nach Oberhinkofen verlegt. Später in einer neuen Luftwaffenstruktur kam dann Haindlfing und Schweinersdorf als 5. und 6. Batterie dazu. Die beiden waren vorher Batterien von dem FlaRakBtl 32 in Freising.

Grüße
HW

HW
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Re: Einsatzstammnetz der Luftwaffe

Beitrag von HW » 01.09.2020 19:28

Mir ist am Wochenende dazu eingefallen, benjab hat vermutlich mit "Haindlfing" nicht die HAWK-Stellung gemeint, sondern den Richtfunkturm an der Haindlfinger Straße zwischen Zufahrt zum Bunker Fridolin und der Radarstellung. Ich meine, das gehört zum Ortsteil Untergartelshausen von Freising.
Soweit ich das noch in Erinnerung habe, war das ein Richtfunkturm der US-Streitkräfte und wurde von der Bundeswehr (Luftwaffe) übernommen. Er soll aber baufällig gewesen sein und wurde vor einigen Jahren abgebaut.

Jetzt könnte die Frage kommen, wohin führte dann die Richtfunkstrecke von Rottenburg, wenn der Turm in Freising nicht mehr existent ist. Nun, dazu kann ich sagen, vor einigen Jahren habe ich auf der BwUni Neubiberg mit einem Mitarbeiter der BWI GmbH gesprochen, er sagte: Wir haben sehr viel in die Erde verbuddelt (gemeint sind Glasfaserkabel).
Ich vermute daher, dass noch nicht alle Richtfunkstrecken als Kabel verlaufen. Gründe könnten verschiedene sein, z. B. die lieben Kosten oder auch, dass eine Liegenschaft (z. B. Kaserne) noch nicht aufgelöst wurde und man sich den mahnenden Zeigefinger des Rechnungshof ersparen wollte: Jetzt habt ihr für viel Geld Glasfaserkabel verlegt und als ihr damit fertig gewesen seid, wurde die Kaserne aufgelöst.
Ich habe ein Beispiel aus Schleswig Holstein: Ich bin vor einigen Jahren über eine Schutzbereichanordnung "gestolpert". Von einem Richtfunkturm der Telekom führte eine Richtfunkstrecke zu einer Endstelle in einer Kaserne. Aber zu dem Telekom-Turm führte keine Richtfunkstrecke von anderen Stellen her (früher schon, jetzt aber nicht mehr). Hintergrund war, dass ggf. die Kaserne aufgelöst werden sollte und die Kosten für das Verlegen von Glasfaserkabel sollte gespart werden.

Grüße
HW

benjab
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Re: Einsatzstammnetz der Luftwaffe

Beitrag von benjab » 09.09.2020 16:10

Hallo HW,

ja, ich hatte den Turm in Haindlfing/Untergartelshausen gemeint. Habe mir irgendwie aus diesen Beitrag das so zusammengebastelt, dass er eine "Gegenstelle" von Rottenburg/Laaber gewesen ist. Kann es auch sein, dass z.B. die Anbindung vom "Arber" zum CRC in Freising lange Zeit noch via Richtfunk realisiert wurde (ganz ungeachtet von HAWK)?

Grüße,

benjab

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