Sicherung der deutsch-tschechischen Grenze

Bauliche Infrastruktur der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze und des Eisernen Vorhangs
Thunderhorse
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Beitrag von Thunderhorse » 22.11.2008 13:35

Filmbeiträge des CSSR-TV vom 19.03.1982. und Juli 1982.

Einsatz der PS an der Staatsgrenze.





MfG. TH

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karl143
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Sicherung der deutsch-tschechischen Grenze

Beitrag von karl143 » 28.11.2008 13:52

Battle6 hat geschrieben:Die Beamten vom GSE waren gegenüber denen der Verbände aber nie außerhalb des Grenzkontrollpunktes eingesetzt, bzw. hatten weder die enstprechende technische Ausrüstung noch die Bekleidung.

Nicht ganz zutreffend.

Im Bereich des damaligen Amtes Weil gab es frühzeitig eine mobile Komponente, die sowohl an den unbesetzten Übergängen (Wanderwege/geregelte Öffnungszeiten), im rückwärtigen Bereich (heute 30 km) als auch ab und an an der grünen Grenze im Einsatz war.
Zudem wurden zeitweise auch Kräfte aus den Abteilungen entlang der innerdeutschen Grenze und der Grenze zur CSSR, an der Westgrenze eingesetzt.

Ich habe ganzheitlich geschrieben, siehe Beitrag:
Unter Standort ist nicht immer der Standort einer Abteilung zu verstehen.

Standorte von Abteilungen gab/gibt es auch in NRW, RP. Schon zu Zeiten des "Eisernen Vorhangs".
Grafiken sind hier irgendwo im Forum vorhanden. :-)
Battle, du kannst es natürlich von verschiedenen Seiten betrachten. Was ich deutlich machen wollte:
Standort - im Sinne der taktischen Gliederung des BGS waren die Abteilungen - also Verbände des BGS mit
geschlossenen Hundertschaften, welche je nach Aufgabe über verschiedene Ausstattungen verfügten.

Was du hier als Beispiel von Weil ansprichst, gab es überall wo der BGS an der "grünen Grenze" eingesetzt war, also auch im Bereich zur Schweiz, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Niederlande und Dänemark. Überall gab es dort mobile Kontrollgruppen, die die offene Grenze überwachten (neben dem Zoll). Die polizeiliche Aufgabe dieser Kontrollgruppen des GSE (unterstanden dem Grenzschutzämtern) waren ganz andere, als die der Grenzstreifen, welche die Verbände an den östlichen Grenzen zur DDR und CSSR hatten. Das war sehr leicht u. a. am Fuhrpark erkennbar. BGS Grün und der GSE hatte überwiegend in grau gehaltene Fahrzeuge, überwiegend VW Busse.

Es gab zwar einen BGS als Sammelbegriff. Doch die Aufgaben und die Verteilung in der BRD war auf die jeweiligen Einsatzgebiete ausgerichtet. Zu deiner Bemerkung zu Standorten in NRW. Dies waren die Fliegerstaffel, das GSK West und spezielle Abteilungen des BGS welche zur Unterstützung des BKA dienten. Und auch die Beamten, welche in den Jahren der RAF in der Sicherungsgruppe Bonn ihren Dienst versahen, kamen aus den Verbänden, bzw. Standorten, welche ausschließlich an der damaligen innerdeutschen Grenze lagen. Ich hoffe, ich habe dir jetzt einen Einblick in die Ausrichtungen des BGS geben können der halbwegs verständlich war.

Karl- Heinz

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zulufox
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Beitrag von zulufox » 28.11.2008 15:36

Hallo,

übrigens nur mal so ganz nebenbei: Wie man ja weiß, gehen in Bayern die Uhren anders :lol: :

Die Sicherung der sogenannten "Grünen Grenze" oblag in Bayern von 1945 bis 1998 der "Bayerischen Grenzpolizei" und nicht dem Bundesgrenzschutz.

http://www.polizei.bayern.de/wir/geschi ... html/23287

http://de.wikipedia.org/wiki/Bayerische_Grenzpolizei

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karl143
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Beitrag von karl143 » 28.11.2008 16:51

zulufox hat geschrieben:Hallo,

übrigens nur mal so ganz nebenbei: Wie man ja weiß, gehen in Bayern die Uhren anders :lol: :

Die Sicherung der sogenannten "Grünen Grenze" oblag in Bayern von 1945 bis 1998 der "Bayerischen Grenzpolizei" und nicht dem Bundesgrenzschutz.

http://www.polizei.bayern.de/wir/geschi ... html/23287

http://de.wikipedia.org/wiki/Bayerische_Grenzpolizei

MfG
Zf :holy:
Das ist richtig, nicht nur der grünen Grenze zur Schweiz und Österreich. Auch bei sämtlichen Grenzübergängen, bzw. Einreisestellen (Straße, Bahn, Flughafen) wurde dies von der Bayr. Grenzpolizei erledigt. Und an der Grenze zur CSSR und DDR hatte die Bayer. Grenzpolizei die Aufsicht über Zoll und BGS, d. h. sie legte u. a. die (Mindest) Anzahl der Streifen fest.

Karl- Heinz

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Beitrag von Thunderhorse » 28.11.2008 21:20

karl143 hat geschrieben:
zulufox hat geschrieben:Hallo,

übrigens nur mal so ganz nebenbei: Wie man ja weiß, gehen in Bayern die Uhren anders :lol: :

Die Sicherung der sogenannten "Grünen Grenze" oblag in Bayern von 1945 bis 1998 der "Bayerischen Grenzpolizei" und nicht dem Bundesgrenzschutz.

http://www.polizei.bayern.de/wir/geschi ... html/23287

http://de.wikipedia.org/wiki/Bayerische_Grenzpolizei

MfG
Zf :holy:
Das ist richtig, nicht nur der grünen Grenze zur Schweiz und Österreich. Auch bei sämtlichen Grenzübergängen, bzw. Einreisestellen (Straße, Bahn, Flughafen) wurde dies von der Bayr. Grenzpolizei erledigt. Und an der Grenze zur CSSR und DDR hatte die Bayer. Grenzpolizei die Aufsicht über Zoll und BGS, d. h. sie legte u. a. die (Mindest) Anzahl der Streifen fest.

Karl- Heinz


Es ist hilfreich, die entsprechenden Verwaltungsabkommen (abgeschlossen 1953 (mit BY, Bemen und HH), überarbeitet 1975 ) zu kennen.
Das Land Bayern (BGP) führte keine Aufsicht - Dienstaufsicht über den BGS bzw. den Zoll (beides Bundesbehörden).

Das Verwaltungsabkommen über die Wahrnehmung von Aufgaben des grenzpolizeilichen Einzeldienstes in Bayern regelte für den Bereich des Freistaat BY, dass die BGP die grenzpolizeiliche Kontrolle an den Grenzübergängen durchführt.
Für den Bereich der sog. Grünen Grenze zur einstigen DDR, auch in Bayern, bzw. zur CSSR war der BGS veranwortlich.
Im Verwaltungsabkommen mit den jeweiligen Bundesländern (es gab - gibt auch eines mit dem Zoll) war auch die Aufsichts-, Weisungs- und Entscheidungsfunktion geregelt.
Und die Anzahl der Mindesstreifen legte für den BGS das BMI (GSK), für den Zoll das BMF (OFD) fest.


272. Kabinettssitzung am 30. Januar 1953

10. Verwaltungsabkommen über den Bundespaßkontrolldienst mit dem Lande Bayern, BMI
Staatssekretär Ritter von Lex teilt mit, daß das Land Bayern gebeten habe, den ersten Kündigungstermin auf den 1. Oktober 1954 festzusetzen. Das Bundesinnenministerium habe keine Bedenken, dieser Bitte zu entsprechen, weil das Verwaltungsabkommen erst jetzt geschlossen werden könne. Es sei dann aber erforderlich, den Ländern Bremen und Hamburg den gleichen Kündigungstermin einzuräumen.
Das Kabinett ist sowohl mit dieser Regelung als auch dem Abschluß der Verwaltungsabkommen mit Bremen, Hamburg und Bayern einverstanden .

Ein Verwies auf das nunmehr gültige Abkommen.
http://www.gdp-bundespolizei.de/?p=1112
http://www.bundestag.de/aktuell/hib/200 ... 84/06.html

Die Regelung nach der Grenzöffnung.
http://session.stadtverwaltung-schwando ... _ktonr=737
aus einem Tagesordnungspunkt der Stadt Schwandorf.
Zuletzt geändert von Thunderhorse am 28.11.2008 23:16, insgesamt 5-mal geändert.
MfG. TH

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Re: Sicherung der deutsch-tschechischen Grenze

Beitrag von Thunderhorse » 28.11.2008 21:41

karl143 hat geschrieben:
Battle6 hat geschrieben:Die Beamten vom GSE waren gegenüber denen der Verbände aber nie außerhalb des Grenzkontrollpunktes eingesetzt, bzw. hatten weder die enstprechende technische Ausrüstung noch die Bekleidung.

Nicht ganz zutreffend.

Im Bereich des damaligen Amtes Weil gab es frühzeitig eine mobile Komponente, die sowohl an den unbesetzten Übergängen (Wanderwege/geregelte Öffnungszeiten), im rückwärtigen Bereich (heute 30 km) als auch ab und an an der grünen Grenze im Einsatz war.
Zudem wurden zeitweise auch Kräfte aus den Abteilungen entlang der innerdeutschen Grenze und der Grenze zur CSSR, an der Westgrenze eingesetzt.

Ich habe ganzheitlich geschrieben, siehe Beitrag:
Unter Standort ist nicht immer der Standort einer Abteilung zu verstehen.

Standorte von Abteilungen gab/gibt es auch in NRW, RP. Schon zu Zeiten des "Eisernen Vorhangs".
Grafiken sind hier irgendwo im Forum vorhanden. :-)
Battle, du kannst es natürlich von verschiedenen Seiten betrachten. Was ich deutlich machen wollte:
Standort - im Sinne der taktischen Gliederung des BGS waren die Abteilungen - also Verbände des BGS mit
geschlossenen Hundertschaften, welche je nach Aufgabe über verschiedene Ausstattungen verfügten.

Was du hier als Beispiel von Weil ansprichst, gab es überall wo der BGS an der "grünen Grenze" eingesetzt war, also auch im Bereich zur Schweiz, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Niederlande und Dänemark. Überall gab es dort mobile Kontrollgruppen, die die offene Grenze überwachten (neben dem Zoll). Die polizeiliche Aufgabe dieser Kontrollgruppen des GSE (unterstanden dem Grenzschutzämtern) waren ganz andere, als die der Grenzstreifen, welche die Verbände an den östlichen Grenzen zur DDR und CSSR hatten. Das war sehr leicht u. a. am Fuhrpark erkennbar. BGS Grün und der GSE hatte überwiegend in grau gehaltene Fahrzeuge, überwiegend VW Busse.

Es gab zwar einen BGS als Sammelbegriff. Doch die Aufgaben und die Verteilung in der BRD war auf die jeweiligen Einsatzgebiete ausgerichtet. Zu deiner Bemerkung zu Standorten in NRW. Dies waren die Fliegerstaffel, das GSK West und spezielle Abteilungen des BGS welche zur Unterstützung des BKA dienten. Und auch die Beamten, welche in den Jahren der RAF in der Sicherungsgruppe Bonn ihren Dienst versahen, kamen aus den Verbänden, bzw. Standorten, welche ausschließlich an der damaligen innerdeutschen Grenze lagen. Ich hoffe, ich habe dir jetzt einen Einblick in die Ausrichtungen des BGS geben können der halbwegs verständlich war.

Karl- Heinz

Zwar Off Topic, aber dennoch:

Danke für die "halbwegs" richtige Information.

St. Augustin war - (ist heute noch), wie auch Swistal-Heimerzheim Standort einer "BGS-Abteilung" gewesen, zu GSK West.
Dazu Speyer (zu GSK Mitte) bzw. dann der Umzug nach Bad Bergzabern, ebenfalls Standorte des BGS/Bundespolizei.
Aufstellungsjahr bzw. Einrichtung bei Bedarf.
Zwar später als Standorte eingerichtet, wie die in den GSK Küste, Nord, Mitte und Süd, aber immerhin.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Zuletzt geändert von Thunderhorse am 28.11.2008 22:34, insgesamt 1-mal geändert.
MfG. TH

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Beitrag von Thunderhorse » 28.11.2008 22:20

petzolde hat geschrieben:Gab es an der deutsch-tschechischen Grenze auch ausgegrenzte Flächen?
Wir hatten das Thema ja schon für die deutsch-deutsche Grenze hier im Forum.
gruß EP
Hi petzolde,

Nein, es war ähnlich wie an der einstigen dt.-dt. Grenze.
Im Grenznahen Bereich liegende Ortschaften (z.B. Paulusbrunn) oder Weiler wurden geräumt und abgerissen, bzw. dort vorhandene Objekte durch die PS zeitweise noch genutzt.
Der Grenzbereich (Grenzgebiet) war grundsätzlich nur für die Grenzorgane der CSSR zugänglich und andere Personen durften diesen nur mit Berechtigung (Sonderausweise) betreten werden.
Es fand eine wirtschaftliche Nutzung des vorgelagerten Geländes statt.
Zum Beispiel Holzeinschlag, es gab damals schon separate Holzeinfuhrstellen an der Grenze zur CSSR.
Nach der Rekultivierung des brachliegenden Geländes wurde dies landwirtschaftlich genutzt, überwiegend durch Viehkolchosen.

Der Grenzverlauf war durchgehend markiert und vermessen. In den 80er Jahren fand eine erneute Vermessung - Kontrolle der Grenzmarkierung statt.
MfG. TH

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Beitrag von Thunderhorse » 28.11.2008 22:21

Ein Museum über die Grenzanlagen an der einstigen CSSR-Grenze.

http://www.volny.cz/spsb/indexd.htm

Abbau von Sperranlagen im Dezember 1989.
MfG. TH

Jape

Beitrag von Jape » 14.12.2008 21:17

Hallo,

zu den Grenzanlagen zwischen Deutschland und der CSSR gibt es hier noch interessante Bilder / Informationen:

http://www.onlinemodule.eu/site/index.php?menu=42

Themenübersicht:

http://www.onlinemodule.eu/site/index.php?menu=29

Viele Grüße
Jape

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