Unterirdischer Flugplatz

Fliegerhorste, Militärflugplätze, Ausweich- und Notlandeplätze und zugehörige Anlagen
berndbiege

Beitrag von berndbiege » 10.01.2003 16:32

@ dwarsloeper:

Welche Schweiz? :oops: Hast ja Recht ... vergessen!

@ ra:

Mach Dich aber auf jeden Fall genau schlau, was die Behoerden so ueber Deine Besichtigungsplaene denken, trotz Polen in der NATO und so ... kuerzlich wurden schliesslich in Griechenland einige Briten wegen "Spionage" eingebuchtet (... hatten Militaerjets fotografiert).

BW-Flyer.de

Beitrag von BW-Flyer.de » 31.01.2003 15:04

Also von einem mehr oder weniger "kompletten" unterirdischen Flugplatz hab ich noch nie was gehört, in Schweden und der Schweiz gibt es jedenfalls solche Anlagen nicht - Abstellflächen, Bunker und sonstige Anlagen im Fels ja, aber doch keine Runway.

Das einzige was mir dazu einfällt ist eine Betonbunker-Anlage aus dem 3. Reich in Bayern, die zum Teil fertig wurde: Mehrstöckig, in den unteren Stockwerken Montageanlagen für die Me-262, im oberen Stockwerk Startbahn die am anderen Ende in eine Straße mündete. Die Messerschmitt´s sollten da rausbeschleunigen, auf der Straße abheben und dann zum weiteren Einfliegen auf einem Fliegerhorst in der Nähe landen.
Beitrag getrennt am 11.10.2005 von Leif. Der Einschub ist nun hier viewtopic.php?t=6847

Andreas Kling

Re: Unterirdischer Flugplatz

Beitrag von Andreas Kling » 03.02.2003 14:23

Hallo zusammen,

als Interessierter an lostplaces habe ich mir jetzt mal die Mühe gemacht selbst aktiv zu werden. Übrigens viel Lob für Eure Seiten.

Zu den unterirdischen Flugplätzen kann ich folgendes aus erster oder zweiter Hand beisteuern: In Bihac im Norden Bosnien-Herzegowinas ( früheres Jugoslawien) befindet sich auch ein solcher Flugplatz. Da viele militärische Anlagen zu jugoslawischer Zeit vermint (!) wurden und wahrscheinlich noch mehr Minen durch den Bürgerkrieg hinzukamen, ist auch diese Anlage nicht zugänglich. Auch wurde anscheinend ein Teil der Anlage beim Abzug der jugoslawischen Bundesarmee gesprengt. (Quelle: Gespräche mit Anwohnern und Misha Glennys Buch" The fall of Yugoslavia)

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Vefügung

Andreas

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Michael aus G
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Yugoslavien

Beitrag von Michael aus G » 02.03.2003 15:13

als ich '94 in zadar war, habe ich vom tower auch solche anlagen gesehen. davor befanden sich die hochtanks zur spritlagerung. sie waren als häusersiedlung getarnt. es soll sich allerdings nur um shelter und lagerstollen handeln. ein besichtigung war aufgrund des eben erst beendeten konfliktes und der minenlage nicht möglich. fotographieren war auch nicht erlaubt. zwischen tanklager/flugplatz und sheltern verlief zeitweise die kampflinie zwischen kroaten und was weis ich wem.
normale flugzeugshelter gab es nicht dort.
Gib mir genügend Schubkraft und ich bringe dir ein Klavier zu fliegen!

Wundertuete

Unterirdischee Fluplätze...

Beitrag von Wundertuete » 21.06.2003 17:53

Ja, angeblich befindet sich solch einer in und um den Saarland, welcher noch von den Amis in Betrieb sein soll... Habe ich von einem älteren Arbeitskollegen gehört.....
Auch eine riesengrosse Hydraulische Platte, mit Bäumen getarnt, ist vorhanden und aktiv...


Desweiteren soll sich auch am Frankfurter Flughafen ein Flugplatz unter dem Wald befinden.. DIes höre ich von sehr vielen älteren Menschen..
Es gibt auch mitten im Wald eine ziemliche grosse Erhebung mit einem - die an einem Eingang/Tor erinnert, gross genug für Flugzeuge... ist aber zugemauert udn zugschüttet.. Die u-verlagerung soll sich bis hin zum FraPort erstrecken.. müste ein sehr grosses Arial sein..
leider habe ich keine Informationen hier drüber gefunden..

Vielleicht hat einer von Euch etwas davon gehört...

VLG
Dave

Pascal

Beitrag von Pascal » 24.06.2003 13:04

Du weckst mein Interesse.......!



Obwohl mal einen Grossteil vom Post wohl unter Utopia ansiedeln muss...

Hast DU Kontakt zu älteren Anwohnern?

Wilm

Beitrag von Wilm » 06.09.2003 22:36

Hallo zusammen,

ich steige erst jetzt, zu einem recht späten Zeitpunkt in die Diskussion, möchte allerdings das folgende dazu beitragen :

Unterirdische Flugplätze gab es zu Zeiten des Dritten Reichs keine. Einzig in Kahla wurde eine unterirdische Flugzeugfabrik gebaut, bei der die fertigen Maschinen über einen Schrägaufzug zu einer Startbahn auf dem Berg gebracht wurden. Abgeflogen wurde übertage. Ein großes Problem bei dem unterirdischen Flug ist der unkontrollierte Auftrieb. Man würde Raumhöhen von mehr als 30 Meter brauchen, um dieses zu realisieren. Strahltriebwerke; und die sind nunmal die Triebwerke von heute, erzeugen Wirbelschleppen. Solche Erscheinungen lassen sich auf freiem Areal noch recht einfach kontrollieren, untertage sind sie eine unkalkulierbare Situation.

Zu den Gerüchten:
Ich habe jahrelang auf einem Horchposten der Luftwaffe gedient.
Wir hatten mindestens 1000m Etagen nach unten, oben stand eine riesige Rakete, wir hatten Nuklearsprengköpfe ......... und eingentlich nur Empfänger, um etwas abzuhören.

Gerüchte jagen Gerüchte. Mythen Mythen. Und irgendwann wird leider aus jeder Mücke ein ausgewächsener Elefant, vielleicht auch ein Brontosaurus.

Es ist richtig, dass sich im Lager Lechfeld ehemaligen Bauten der NS-Zeit befinden, allerdings keine unterirdischen Flugplätze oder sonstiges.

Man vergleiche hierzu die frühe Tendenz der Rüstungsindustrie einen Senkrechtstarter zu entwickeln.

Hätte man dies tun müssen, wenn Flügplätze UT einfach zu bauen gewesen wären ???

Liege ich falsch, dann helft mir, meinen Gedankenzug zu revidieren.....


Gruß vom
Wilm

der mal flog, der mal horchte, der mal dachte

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Beitrag von MikeG » 06.09.2003 22:54

Wilm hat geschrieben:Wir hatten mindestens 1000m Etagen nach unten, oben stand eine riesige Rakete, wir hatten Nuklearsprengköpfe ......... und eingentlich nur Empfänger, um etwas abzuhören.
Ach, das war da, wo nachts manchmal diese Laserstrahlen rauskamen, die mit Hilfe der Wolken die NVA-Soldaten psychisch beinflussen sollten, oder? :lol: :megawut:

Mike

(Sorry, couldn't resist)

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Beitrag von Oliver » 08.09.2003 20:31

HI,

jetzt muss ich noch etwas posten...

@Wundertüte

Konnte das bist gestern nicht glauben von wegen hydraulischer Platte zur Tarnung mit Bäumen drauf... - ABER gestern lief auf Südwest 3 eine Doku über Nuklear Raketen dort war für einige Sekunden ein Silo zusehen welches mit einer Platte verschlossen war die offensichtlich auf Schienen lief und zur Tarnung mit Büschen bewachsen war...

@ all - back to the topic

kann es sein dass man die Flugzeuge aus solchen unterirdischen Landebahnen per Katapult herausbefördert und die Piloten erst im letzten Augenblick anwerfen, dann aber mit Nachbrenner.
Dies würde auch erklären warum man solche Anlagen in Jugoslawien oft in Tafelbergen vermutet, dann man einreseits trotzdem oberirdische Anlagen bauen kann und das Endstück der Runway-Röhre dann hoch über der Talsohle aus dem Berg käme.

noch was zu den Anlagen (Flugzeugfabriken) aus dem WK 2 in Bayern.
Meines Wissens waren dies alles Aussenstellen des KZ Dachau, wenn es also noch Bücher etc darüber geben sollte, dann am besten dort mal nachstöbern

Gruß
Oliver

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beaviso
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Re: Unterirdischer Flugplatz

Beitrag von beaviso » 07.12.2003 18:24

ra hat geschrieben:Während des kalten Krieges muss es unterirdische Flugplätze (Atombombensicher) gegeben haben. Es liegt nur das letzte Ende der Startbahn oberirdisch. Bei Danzig / Polen soll es einen derartigen in den Dünen zum Meer hin geben. Dieser ist wohl noch in Betrieb und kann besichtigt werden. Wer weiß mehr darüber?
Nein! Im Polen sind keine unterirdische Flugplaetze! Ich wohne im Danzig und wir haben keine militaer Flugplaetz im Nachbar. Unterirdisch...? Das ist eine Fabel!

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