Sprengschächte im Deich?

Vorbereitete Sperren, Sperranlagen und zugehörige Infrastruktur
HG
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Sprengschächte im Deich?

Beitrag von HG » 20.01.2004 22:14

Hallo!

Vor dem Elbe-Städtchen Hitzacker sind auf einem Deich, welcher auch als Zufahrtstrasse dient, drei Deckel im Abstand von etwa 40-50m mitten im Deich zu sehen, die auf Sprengschächte deuten könnten.

Der Deich trennt die Elbe von einem Fluss, welcher hinter dem Ort in die Elbe mündet.

Der Ort selbst ist zum Strom hin "deichlos" - wie euch vieleicht durch Medien bekannt sein könnte - es wurde während des "Jahrhundert Hochwassers" viel aus Hitzacker berichtet.

Sprengungen im Verteidigungsfall dürften eigentlich keinen Sinn machen. Kann es sein, dass man eher Vorkehrungen getroffen hat, im Falle eines Hochwassers den Deich sprengen zu können, um Platz für das Wasser zu schaffen?

Folglich würde damit "die Insel" der Stadt komplett absaufen.

Gibt es Messaparaturen in Deichen?

Gruss, Frank
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MikeG
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Beitrag von MikeG » 20.01.2004 22:29

Hi!

Es kann sich um Sprengschächte handeln - muß aber nicht. Ich denke aber, daß es sich sehr viel wahrscheinlicher um Schächte handelt, die in irgendeiner Art zur Überprüfung des Deiches dienen o.ä..

Man müsste mal die anderen Straßen südlich/südöstlich von Hitzacker überprüfen. Wenn die auch Sprengschächte haben...

Mike

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Beitrag von HG » 20.01.2004 23:27

Hi Mike,

es gibt leider keine weiteren Strassen auf Deichen, ausser in Laase. Dort sind keine Deckel zu sehen.

Sprengschächte gab es sonst nur an den Ausfallstrassen des Landkreises (vor Göhrde oder Richtung Uelzen). Die sind aber verfüllt worden.

Gruss, Frank

Gast

Beitrag von Gast » 20.01.2004 23:33

...wenn du es genau wissen möchtest....schau nach den sogenannten froschklappen... das ist wohl so auf die schnelle die sicherste methode zur klärung ob sprengschacht oder nicht.

HG
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Beitrag von HG » 20.01.2004 23:36

Hi dwarslöper,

ich werd mich mal bei Gelegenheit umsehen.

Ich finde auch, dass 40-50m Abstand zwischen den Deckeln für Sprengschächte etwas viel sind, oder?

Frank

Gast

Beitrag von Gast » 20.01.2004 23:43

hey frank,

schau einfach mal... ich kenne die strasse. in der gegend ist es ja so ziemlich die einzige die ansonsten durch "panzeruntaugliches" gelände führt.
die abstände sind schon etwas weit, aber warum nicht, es sind ja mehrere schächte.
ein sprengen des deiches bei hochwasser halte ich für falsch.
hitzacker buddelt ja auch so immer ab....
denkbar wäre noch so etwas wie eine deichdrainage, aber das wäre/ist wohl auch abwegig.

um die strasse zu sperren, wäre es ja aber auch sinnvoll gewesen die jeetzelübergange vor hitzacker mit sprengschächten zu versehen. hast du dort mal genauer geguckt?

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Deichgraf
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Beitrag von Deichgraf » 21.01.2004 06:43

So neu ist die Sprengung von Deichen im Verteidigungsfall nun auch wieder nicht. Zum Ende des WW2 wurde deutscherseits z.B. die Gegend um Walcheren durch Überflutung weitgehend unpassierbar gemacht.
40-50 m Abstand sind auch in Ordnung. Wenn das Wasser erst mal fließt klärt sich das von selbst.
Bis dann
Deichgraf

Gast

Beitrag von Gast » 21.01.2004 08:21

der "deich" dort ist eigentlich ein fahrbahndamm.
wenn mal hochwasser auf der elbe ist (in der regel nur nach der schneeschmleze im frühjahr) kann das wasser dort sowieso ungehindert in das deichhinterland einfliessen, weil die jeetzel dort keine sperrwerke hat.
sogesehen macht es eigentlich keinen sinn den deich zu sprengen um gebiete zu fluten.
die meiste zeit wird der wasserstand nicht reichen, andererseits ist die gegend dann eh überflutet.

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Deichgraf
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Beitrag von Deichgraf » 21.01.2004 09:24

Hallo Holger,
ich kenne die Gegend dort nicht. Aber so wie Du es schilderst, macht es dann wirklich keinen Sinn.
Bis dann
Deichgraf

Gast

Beitrag von Gast » 21.01.2004 09:36

Deichgraf hat geschrieben:So neu ist die Sprengung von Deichen im Verteidigungsfall nun auch wieder nicht. Zum Ende des WW2 wurde deutscherseits z.B. die Gegend um Walcheren durch Überflutung weitgehend unpassierbar gemacht.
moin jürgen,

nebenbei... man braucht gar nicht so weit zu gehen...in der endphase des 2.wk war um bremen herum auch einiges unter wasser gesetzt worden.

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