Krückau-Verteidigungslinie: Stecksperre und Trichtersperren

Vorbereitete Sperren, Sperranlagen und zugehörige Infrastruktur
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Djensi
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Beitrag von Djensi » 16.08.2013 09:31

Moin,

bezüglich der mutmasslichen Verteidungs- bzw. Vorstoßinien sind doch nach der Wende Strategiepapieren, sprich Pläne, veröffentlicht worden. Es gab gab irgendwo hier im Forum an anderer Stelle ein Beispiel. Könnte man damit, soweit vorhanden, nicht abgleichen, oder habt Ihr das bereits gemacht?
Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Rückbau dergestalt erfolgt ist, dass man die Schächte aufwändig mit anderen Schachtabdeckungen versieht, zumal es sich hier nun nicht um eine strategisch besonders exponierte Stelle handelt.

Grüße
Djensi

Deichgraf63
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Beitrag von Deichgraf63 » 16.08.2013 11:31

Die Diskussion dreht sich für mich im Kreis. Durch die Stecksperre Barmstedt Austrasse ist doch zweifelsfrei geklärt, aus welcher Richtung man eine mögliche Invasion erwartete.
Entsprechend sind auch die Schächte alle angelegt: bei massiven Brücken immer ein Schacht auf beiden Seiten. Teilweise noch Schächte ostwärts davor (wie B 4 und Pinneberger Landstrasse, entfernt) oder Hohenufer.
Zur Brücke Vossmoorweg: Da kommen problemlos Maistransporter mit 40 Tonnen Masse rüber, es gibt keine Gewichtsbeschränkung (nur der Schachtdeckel neben der Krückau hat gelitten, Risse). Kein Spurweg, sondern auf ganzer Breite befestigt. Als Strasse besser geeignet, als Heidkaten dicht an der B 4, da gibt es südlich der Brücke nur einen Spurweg. Warum sollte ein Angreifer diese Trasse nicht nutzen?
Ob nun zwei oder drei Schächte, hängt sicher auch von den geologischen Gegebenheiten ab. Die Krückau ist dort nur ein Flüsschen und selbst kaum ein Hindernis. Entsprechend wollte man sicher nicht nur die Brücken zerstören, sondern Hindernisse in Form von vollgelaufenen Sprengkratern schaffen.
Ich habe durchaus eine Brücke gefunden, wo keine Schächte zu finden waren. Verlängerung "Im Diek" Langeln.
Aber auch hier wieder massive Bauweise und 5 m Breite. Allerdings lag daneben ein "Schiff" bereit, siehe Bild.
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Shadow
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Beitrag von Shadow » 16.08.2013 11:36

Nur kurz von Unterwegs...ich stehe gerade in den Heeder Tannen
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:tischbeiss:
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und wenn ich wieder zu Hause bin :diggrave: begraben wir die Sache mit den seltsamen Deckeln an der Krückau.

Deichgraf63
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Beitrag von Deichgraf63 » 16.08.2013 12:02

Kannst ja mal Passanten wegen den Schächten ansprechen. Die Leute vor Ort wissen meist gut Bescheid: man erfährt Dinge, die nirgendwo stehen.

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Beitrag von Djensi » 16.08.2013 12:28

...eine letzte Spekulation (von mir) bevor Shadow Licht und Aufklärung in die Sache bringt, es hat bestimmt mit den Klärteichen zu tun... :holy:

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Beitrag von redsea » 16.08.2013 13:00

Hallo Deichgraf,
Deichgraf63 hat geschrieben:Da kommen problemlos Maistransporter mit 40 Tonnen Masse rüber, es gibt keine Gewichtsbeschränkung (...)
Ausschlaggebend sind hier Achslast und Achsabstand, nicht die Gesamtmasse eines Zuges. Aus welcher Quelle stammt die Information, dass es zum Befahren der Brücke keine Gewichtsbeschränkung gibt? Sind vor der Brücke MLC-Schilder aufgestellt?

Deichgraf63 hat geschrieben:Kannst ja mal Passanten wegen den Schächten ansprechen. Die Leute vor Ort wissen meist gut Bescheid: man erfährt Dinge, die nirgendwo stehen.
Mit Letzterem gebe ich Dir vollkommen recht, da erfährt man manchmal sogar von 5 oder mehrgeschossigen Tiefbunkern in deren unterster Etage ... und genau deshalb sollte man sich in solchen Fällen nicht auf Aussagen à la "Ich habe da von einem gehört der einen kennt, dessen Schwager ....." verlassen, sondern auf Fakten bauen.

Viele Grüße

Kai

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Beitrag von Shadow » 16.08.2013 14:08

Kai hat den Ratschlag schon gut kommentiert. Das unreflektierte konsumieren von "sachkundigen Anwohnermeinungen" ist die Outdoor-Version zu "wir lassen uns im Privatfernsehen von Scripted-Reality-Trash berieseln". Hinterher glaubt man nur das, was man glauben will oder was der Sender glauben machen will.

Willkommen bei Detective Deichgraf ermittelt - Die Krückau, ein explosives Rinnsal.

Bitte mal einen Augenblick die Luft anhalten, ich arbeite das in Einzelbeiträgen von Ost nach West ab und sage Bescheid, wenn ich fertig bin.

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Beitrag von Shadow » 16.08.2013 14:15

Heitkaten, neben der B4:

@RexDanny: das Bild, das Du gepostet hast, gehört zu der Brücke östlich der B4 auf der K66. Dein Marker zeigt auf die Brücke westlich der B4, genau die, die Deichgraf hier mit abgehandelt hat.

Die Brücke östlich auf der K66 ist mir auf der Runde durchgerutscht, da sage ich jetzt nichts zu. An der auf der westlichen Seite finde ich nichts zum Meckern. Zwei Schächte, direkt vor der jeweiligen Brückenseite...passt.
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Beitrag von Shadow » 16.08.2013 14:27

Vossmoorstrasse:

Zu der Lage von drei Schächten auf der Feindseite des Gewässers habe ich mich heute Nacht ausführlich ausgelassen.

Es fiel im Zusammenhang mit dieser "Sperre" die Aussage "übliche Anordnung".

Zu einer üblichen Anordnung mag vielleicht eine Versetzte Anordnung gehören. Unregelmässige Abstände und krumm/schiefer Versatz passt für mich nicht ins Bild. Manchmal kommt es auch auf den Blickwinkel an, bzw. auf das, was ein User an Details zeigt und der andere (aus welchen Gründen auch immer) nicht im Bild hat.

Man kann so ein Rohr natürlich mal übersehen. Es liegt zufällig auf der gleichen Seite wie die drei Schächte. Einer gehört mit Sicherheit zu diesem Rohr, die Teichkläranlage wird sicher auch noch einen Abfluss haben. Alle drei Deckel die gleiche Klassifikation. Sperranlage...Bullshit.
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Beitrag von Shadow » 16.08.2013 14:33

Hohenufer:

Ich bin unschlüssig. Es könnte sich um eine Sperranlage mit einem Schacht handeln. Aber es gibt auch ein paar Argumente dagegen. Die Brücke stammt aus dem gleichen Baukasten, wie die in Heidkaten/Ost. Der Schacht liegt zwar auf der angenommen richtigen Nordseite, der Abstand zum Brückenkörper ist aber grösser. Vielleicht gibt es ja noch eine andere Erklärung für einen einzelnen Schacht. Die Bilder aus den richtigen Blickwinkeln bringen vielleicht Erhellung. Vielleicht ein Wartungszugang zu einer Wassertechnischen Anlage? Dann wäre das jetzt Kais Einsatz.

Auf jeden Fall machen sie klar, dass die bisherige Darstellung grob unvollständig war. Wir haben drei in den Fluss mündende Entwässerungrohre. Mindestens eines Davon wird von einem Graben gespeisst, der direkt auf einen Schacht hin abknickt und in einer Verrohrung verschwindet. Der Zweite stammt aus dem gleichen Regal.

Wir haben also vielleicht einen einzelnen Sprengschacht, vielleicht aber auch einen Wartungszugang zu einem Trinkwasserdüker.

Dreifachsperre mit "Rückbau light"...Bullshit.
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