Sendung im BR über Wallmeister

Vorbereitete Sperren, Sperranlagen und zugehörige Infrastruktur
Antworten
HW
Forenuser
Beiträge: 1913
Registriert: 24.07.2002 16:42
Ort/Region: Pullach i. Isartal und Ottobrunn

Sendung im BR über Wallmeister

Beitrag von HW » 19.09.2010 18:03

Durch Zufall habe ich vor einigen Tagen diesen Bericht im Bayerischen Fernsehen gesehen (2.500 Wallanlagen in Bayern):

http://www.br-online.de/bayerisches-fer ... 865636.xml

radar
Forenuser
Beiträge: 196
Registriert: 26.08.2006 21:17
Ort/Region: Gangelt

Wallmeiser

Beitrag von radar » 19.09.2010 21:44

Danke HW für den interessanten Bericht.
Radar

Benutzeravatar
Shadow
Moderator
Beiträge: 2836
Registriert: 03.08.2007 22:44
Ort/Region: Hamburg

Beitrag von Shadow » 20.09.2010 09:44

Ja, vielen Dank dafür.
Die Fallkörpersperre am Anfang ist ja wirklich niedlich getarnt :mrgreen:

Shadow.

HW
Forenuser
Beiträge: 1913
Registriert: 24.07.2002 16:42
Ort/Region: Pullach i. Isartal und Ottobrunn

Beitrag von HW » 20.09.2010 11:23

Dazu gibt es auch einige interessante Aussagen von Soldaten der Pioniertruppe. Auch bei meinen Arbeitskollegen sind einige ehem. Zeitsoldaten der Pioniere aus Brannenburg.
Ich stelle die Aussagen mal hier vor:
- Einer sagte, die Fallkörpersperre kannte er gar nicht.
- Ein anderer sagte, die gab es sehr häufig vor Brücken und an anderen Stellen hier in der Gegend (Kiefersfelden, Rosenheim, Wasserburg), auffallend war die Form eines Trafohäuschen. Die meisten Anwohner wussten aber nicht, was sich dahinter verbirgt.
- Eine andere Aussage war, dass die Autobahnbrücke bei Rosenheim solche "Schienen" für die Sprengladungen hatte, hört er zum ersten Mal, sie hätten immer an einer anderen großen Brücke geübt.
- Im Bericht wurde eine Eisenbahnstrecke gezeigt und die Ortsangabe Kiefersfelden genannt. Einer sagte, dass ist niemals bei Kiefersfelden, das ist etliche Kilometer weg, ganz woanders (Anmerkung von mir: Vermutlich wurden die Ortsangaben etwas "getarnt").
- Mehrer sagten, dass es in diesem Bereich so gut wie keine Sperrmittelhäuser gegeben hat, die entsprechenden Sprengladungen waren in einer bestimmten Standortmunitionsniederlage eingelagert und diese Örtlichkeit war eigentlich gar nicht so in der Nähe von Rosenheim und Inn.

Aber trotzdem, auch ich fand den Bericht interessant, vor allem die Aussage, dass es in Bayern 2.500 Wallanlagen gegeben hat und die Betonung liegt auf "Anlagen", das sind mehrere Sprengschächte oder mehrer Schächte für die Stecksperren. Bei den einzelnen Schächten kommt man sicher locker auf eine hohe fünfstellige Zahl.

Benutzeravatar
turul
Forenuser
Beiträge: 214
Registriert: 10.04.2009 17:47
Ort/Region: Mühldorf am Inn

Beitrag von turul » 20.09.2010 17:31

HW hat geschrieben:Aber trotzdem, auch ich fand den Bericht interessant, vor allem die Aussage, dass es in Bayern 2.500 Wallanlagen gegeben hat und die Betonung liegt auf "Anlagen", das sind mehrere Sprengschächte oder mehrer Schächte für die Stecksperren. Bei den einzelnen Schächten kommt man sicher locker auf eine hohe fünfstellige Zahl.
Soweit noch nicht bekannt:

Unter

http://www.sperranlagen.de/Database/ind ... ame=online

gibt es eine ständig wachsende Datenbank zu den Sperranlagen im Bundesgebiet - alt. Darunter auch viele Anlagen aus Bayern.[/url]

Benutzeravatar
Maeks
Forenuser
Beiträge: 199
Registriert: 12.08.2003 01:02
Ort/Region: Neubeuern

Beitrag von Maeks » 22.09.2010 21:47

@HW
Danke für dein Link zum BR.
Also die Eisenbahnstrecke die da gezeigt wurde ist die Schmalspurbahn zum Steinbruchs des Zementwerkes Kiefersfelden. Die Stecksperren an der Instaustuffe müßten sich in Nußdorf befinden. Wegen der Bergkette im Hintergrund. Die Schneidladungshalterungen an der Autobahnbrücke bei Rosenhein über den Inn hab ich auch schon mal gesehen. Das natürlich viele glauben es handelt sich um ein Trafohäuschen kann ich verstehen. Nur mir wäre es als Kabelbauer warscheinlich aufgefallen das es kein Trafohaus sein kann. Trotzdem gut getarnt. Die Stecksperren bei Wasserburg kenn ich auch, nur weiß ich noch nicht wo die Träger dazu gelagert werden. Aber wie die Träger nun verriegeln weiß ich nun.

Gruß Maeks

waYne
Forenuser
Beiträge: 57
Registriert: 10.08.2010 21:06
Ort/Region: Sandhausen

Beitrag von waYne » 22.09.2010 22:51

Des ehemaligen Zementwerks Kiefersfelden um genau zu sein!

HW
Forenuser
Beiträge: 1913
Registriert: 24.07.2002 16:42
Ort/Region: Pullach i. Isartal und Ottobrunn

Beitrag von HW » 23.09.2010 15:19

Frage zu der Schmalspur-Bahnstrecke Zementwerk. die war/ist doch elektrisch, im Video sieht man aber keine Oberleitung?

http://bahnbilder.warumdenn.net/1233.htm

http://www.kiefersfelden.de/touristik/i ... &schema=gn

Benutzeravatar
Maeks
Forenuser
Beiträge: 199
Registriert: 12.08.2003 01:02
Ort/Region: Neubeuern

Beitrag von Maeks » 23.09.2010 19:09

Hab das Video noch mal angesehen. Bei 4:02 Min sieht man einmal kurz die Oberleitung.

Gruß Maeks

Benutzeravatar
turul
Forenuser
Beiträge: 214
Registriert: 10.04.2009 17:47
Ort/Region: Mühldorf am Inn

Beitrag von turul » 23.09.2010 19:52

Maeks hat geschrieben:@HWDie Stecksperren bei Wasserburg kenn ich auch, nur weiß ich noch nicht wo die Träger dazu gelagert werden.
Am ostwärtigen Brückenende gibt es an der südlichen Brückenseite eine Plattform, auf der früher die Sperrträger in einem Verschlag gelagert wurden. Siehe anliegendes Bild
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

Antworten