Vorbereitete Sperren (alter Sammelthread)

Vorbereitete Sperren, Sperranlagen und zugehörige Infrastruktur
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redsea
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Beitrag von redsea » 08.06.2011 21:00

Hallo Fieldmouse,

sehr schöne Fotos und eine interessante Anlage. Hast Du zu dem von Dir als "Lager" bezeichneten Bauwerk nähere Informationen? Ich halte es eher für ein Trafohäuschen, worauf auch die Beschriftung "ESA Dalhausen" (Inventarschild?) und das Warnhinweisschild "Strom" an der Tür schließen läßt.

Viele Grüße

Kai

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Fieldmouse
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Beitrag von Fieldmouse » 09.06.2011 18:24

Danke Kai,
hätte auch von selbst drauf kommen müssen, mit diesen großen doppelten Lüftungsgittern (eines ist nicht sichtbar),
dachte das Strom-Schild würde auf einen Nachnutzer schliessen lassen.
Muß dann nochmal irgendwann das richtige Häuschen suchen.

Hätte da aber noch mal eine Frage:
Wo liegt eigentlich die "westlichste" Strassensperre in der Bundesrepublik, also vll. Stecksperre oder diese 3 "Kanaldeckel",
die jeder Motorradfahrer in Schräglage kennt?

Ich hätte da was von südlich Osnabrück zu bieten, bei GM-Hütte auf einer Nebenstrasse.
Aber es gibt bestimmt noch mehr westlich gelegene...
Fm.
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redsea
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Beitrag von redsea » 09.06.2011 21:25

Hallo Fieldmouse,

das ist eine interessante Frage. Ich meine sie wurde auch schon mal von jemandem gestellt.

Die westlichste vorbereitete Sperre die ich bisher gesehen habe ist eine vorbereitete Trichtersperre (Sprengschächte) der B 267 zwischen Altenahr und Dernau. Also um den 7. Längengrad östlicher Länge.

Viele Grüße

Kai

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mucimuc
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Beitrag von mucimuc » 06.11.2011 20:41

Naabbrücke mit Sprengkammern in Burglengenfeld, Lkr. Schwandorf, Oberpfalz
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Der sogenannte Wutbürger ist durch und durch Demokrat. Außer man gibt ihm nicht Recht.

Trommelschlumpf
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Beitrag von Trommelschlumpf » 10.11.2011 07:18

Ich denke, ich habe nun auch eine vorbereitete Sperre gefunden.
Sie befindet sich hinter der Strassenbrücke über den Bach "Brunau" in Hützel in Niedersachsen. Was mich dabei nur verwirrt, ist die Tatsache, dass der Bach, an deren Stelle sich die Brücke befindet, sehr Schmal, wenn auch gleichzeitig relativ Tief ist.
Ich wäre Dankbar, wenn ihr mir auch was strategisches Denken betrifft einige "Nachilfe" geben könntet :-)

Danke schonmal im vorraus

Lars
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Shadow
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Beitrag von Shadow » 10.11.2011 07:53

Moin,
ich habe die Bilder mal auf hochkannt gedreht. Zur Lage der Sperre kann sicher Mike einen guten Kommentar abgeben.

Gruss, Shadow.

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redsea
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Beitrag von redsea » 10.11.2011 12:55

Hallo Lars,

entscheidend ist hier nicht die Größe des Baches, sondern die Topographie des Umlandes. So wie es scheint ist die Stelle an der sich die vorbereitete Sperre befindet die einzige Stelle an der man ansonsten schnell und ungehindert vorrücken kann. Südlich dieser Stelle befinden sich Seen und ein großes Waldstück als natürliche Sperre und nördlich ebenfalls vereinzelte bewaldete Flächen. Somit ist der betreffende Bereich für eine vorbereitete Sperre ideal um feindliche Kräfte hier beim Vorrücken aufzuhalten.

Viele Grüße

Kai

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Beitrag von MikeG » 10.11.2011 13:40

Moin!

Das ist meine "Haus- und Hof-Sperre", die ist nur etwa 1km von hier entfernt. Tatsächlich liegt westlich (auf dem Bild rechts) eine Wiese, die für schere Fahrzeuge mit Sicherheit nicht befahrbar ist, links kommt nach wenigen Metern ein weiterer Bach und der Mühlenteich, Gelände ebenfalls unbefahrbar. Hinzu kommt diverse Bebauung, die ja beim Fahren auch irgendwie störend im Weg steht - die Sperre liegt mitten im Dorf.

Von der Anlage her taktisch prima nachvollziehbar und sozusagen ein "Klassiker" - typischer kann eine trichtersperre kaum sein.


Mike

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kuhlmac
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Beitrag von kuhlmac » 10.11.2011 14:16

MikeG hat geschrieben: Tatsächlich liegt westlich (auf dem Bild rechts) eine Wiese, die für schere Fahrzeuge mit Sicherheit nicht befahrbar ist, links kommt nach wenigen Metern ein weiterer Bach und der Mühlenteich, Gelände ebenfalls unbefahrbar. Hinzu kommt diverse Bebauung, die ja beim Fahren auch irgendwie störend im Weg steht - die Sperre liegt mitten im Dorf.

Von der Anlage her taktisch prima nachvollziehbar und sozusagen ein "Klassiker" - typischer kann eine Trichtersperre kaum sein.
Ui. Schönes strategisches Beispiel für Truppenvorrücken.
Und, Trommelschlumpf will ja auch tiefergehendes strategisches Wissen. Da krame ich mal in meiner Bw-Transport-Ausbildung und setzte mal den gegnerischen Truppenführer vor Entscheidungen:
- Trichtersperre überwinden? Kostet viel Zeit, denn er muss den Trichter tragend füllen, dabei ggf. Mienen o.ä. beseitigen, gegenerischen Beschuß erwidern/vermeiden (er "steht ja im Raum") und seine Umgebung sichern
- hier weiträumiges Umgehen der Sperre? Auf vorhandenen Straßen bei Beschuß von "blau" und bestimmten geplanten Marschzielen (die "Rotland" definitiv hatte) eine Sache von mindestens Stunden, wenn nicht Tagen, ggf. sogar Stoppen des Vormarsches im Idealfall. Bringt auf jeden Fall was, um die Verteidigung auszubauen. Häuser abreissen ist für Angreifer sicher nicht das ideale - deswegen auch mitten im Dorf hier.
- oder sogar komplett verändern der Marschroute, was ggf. beabsichtigt sein kann, um Truppen besser bekämpfen zu könnnen.

In Mikes Artikel ja auch alles sehr schön beschrieben: "Bei ihrer Auswahl ist entscheidend, daß die erwartete Wirkung ihre Anlage rechtfertigt. Sperreinbauten werden in Verkehrswegen und ihren Kunstbauten, vor allem an Stellen, deren Umgehung örtlich nicht möglich ist (z.B. Lücken in Geländehindernissen) oder deren Umgehung durch weitere Maßnahmen erschwert werden kann (z.B. durch Minensperren), vorgenommen." usw.
"Wir essen jetzt Opa!" Satzzeichen retten Leben!

Trommelschlumpf
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Beitrag von Trommelschlumpf » 11.11.2011 06:47

Moin,
Danke für eure Erklärungen. Das kapier sogar ich ;-)
@ Shadow Danke

cheers

Lars
Dumm ist nicht, wer wenig Weiß, sondern der der nicht Wissen will

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