Vorbereitete Sperren (alter Sammelthread)

Vorbereitete Sperren, Sperranlagen und zugehörige Infrastruktur
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ruine13
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Beitrag von ruine13 » 09.10.2010 21:05

Leider nein, der Artikel lag so ausgeschnitten in einem Buch. Auch auf der Rückseite ist nichts zu finden.

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Shadow
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Beitrag von Shadow » 10.10.2010 00:58

Moin,
die genaue Quelle habe ich nicht gefunden, daber der Jahrgang lässt sich wohl auf 1950 setzen: klick

Gruss, Shadow.

Florian Schulz
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Beitrag von Florian Schulz » 17.10.2010 20:47

Ich bin heute in Berlin an der Brücke Hoher Bogen über diese Deckel gestoßen. Sowohl am Nord- als auch am Südwiderlager gibt es solch einen im Vergleich zum normalen Einstiegsschacht sehr großen Deckel. Täusche ich mich oder ist das wirklich ein Sprengschacht?

Viele Grüße
Florian Schulz
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Spacehawk
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Beitrag von Spacehawk » 19.10.2010 20:27

Florian Schulz hat geschrieben:Ich bin heute in Berlin an der Brücke Hoher Bogen über diese Deckel gestoßen. Sowohl am Nord- als auch am Südwiderlager gibt es solch einen im Vergleich zum normalen Einstiegsschacht sehr großen Deckel. Täusche ich mich oder ist das wirklich ein Sprengschacht?

Viele Grüße
Florian Schulz
Die Ähnlichkeit, mit denen die es hier in OWL noch gibt, ist in der Tat frappierend !
Ich kenne HDW Technik !

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Shadow
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Beitrag von Shadow » 19.10.2010 21:13

Moin,
so richtig scheint sich ja niemand an die Beantwortung der eigentlichen Frage heranzutrauen, jedenfalls ging es mir so :lol:

Ja, von der Optik her ist es wohl ein typischer Sprngschachtdeckel.

Aber mal zwei Gegenfragen. Gab es in Berlin überhaupt vorbereitete Sperren? Das ich bisher keine kenne muss ja noch nichts bedeuten.
Dann die Frage, was soll ein Sprengschacht an dieser Fussgängerbrücke. Für Fahrzeuge ist die ja wohl kaum geeignet und um die Brücke sicher ganz zu zerstören muss man wohl an der tragenden Struktur einer Hängebrücke ansetzen und nicht an den Widerlagern. Da sie für Fahrzeuge nicht geeignet ist bleibt nur eine Sperrung gegen Infanterie und das könnte man mit einem Verhau aus Natodrahtrollen auf der Brücke sicher effektiver als mit zwei Trichtersperren an deren Enden. Ganz davon abgesehen, dass es sich um die Brücke über eine Eisenbahnlinie handelt, zahlreiche weitere Brücken da sind....und wer da rüber will damit nicht unbedingt auf Brücken angewiesen ist, sondern den direkten Weg über die Gleise nehmen könnte.

Also was könnte es sonst sein? In dem Autobahndreieck steht ein Blockheizkraftwerk der Bewag und davon westlich ist ein öffentliches Schwimmbad. Könnte eine Fernwärmetrasse vom Kraftwerk über Schwimmbad an der Brücke ankommen und da drunter hängen, die Deckel als Wartungszugang oder Zugang zu Schiebern?

Gruss, Shadow.

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redsea
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Beitrag von redsea » 19.10.2010 21:25

Hallo zusammen,

ich habe mir gerade die gleichen Fragen gestellt wie Shadow. Zunächst stellt sich die Frage nach dem Sinn und Zweck. Dieser wäre hier wohl die Blockade der unter der Brücke befindlichen Straße und Bahnlinie durch die Brückenteile. Doch das erreicht man wie Shadow schon ganz richtig bemerkt nicht mit der Sprengung des Erddamms. Dann stellt sich die Frage nach dem Sinn der Blockade der Strasse und Bahnlinie, nämlich das Vorrücken feindlicher Kräfte zu hemmen. Aber Vorrücken wohin?

Mir ist im Übrigen nicht bekannt, dass es in Berlin vorbereitete Sperren gab, denn welchen Sinn sollten die haben?!

Viele Grüße

redsea

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Shadow
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Beitrag von Shadow » 19.10.2010 21:30

Die Brücke ist Baujahr 1974. Der Baubeginn des Kraftwerkes war 1973, die Inbetriebnahme 1977.
Das passt für mich zeitlich im Moment besser zusammen als eine Sperrtheorie.

Gruss, Shadow.

hollihh
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Beitrag von hollihh » 20.10.2010 08:32

Moin,

es ist von der Optik kein typischer Sprengschachtdeckel, sondern ein typischer gesicherter/verschließbarer Deckel, der u.a. auch als Sprengschachtdeckel genutzt wurde :mrgreen:

Die Brücke würde man auf anderem Wege viel leichter beseitigen können und wie schon ober erläutert: Welchen Sinn macht es hier ?
Die erhöhte Lage spricht auch nicht gerade dafür, das der Deckel gesichert werden muss, um bei Hochwasser nicht hochgedrückt zu werden. Ich tippe daher auch auf irgendwelche Schieber oder etwas für die Brücke. Ich bin zwar kein Bauingenieur, aber es gab doch mal Brücken, die irgendwie in Längsrichtung vorgespannt wurden.

Ich glaube übrigens nicht, das es in (West) Berlin größere pioniertechnische Vorbereitungen gab, macht in einem typischen "Häuserkampfgebiet" nur begrenzt Sinn - das wäre lageabhängig entschieden worden, der Aufwand wäre viel zu hoch gewesen...

Dagegen spricht aber die außermittige Lage der Schächte.

Gruß

Holli

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Beitrag von Gravedigger » 13.02.2011 21:53

Morgen ist ein Artikel im Fränkischen Tag, das es in Bamberg jetzt eine Fallkörper-Sperre weniger gibt. Online ist der Artikel schon heute gefunden: Hier klicken!
Zivilisation bedeutet, sich gegenseitig zu helfen von Mensch zu Mensch, von Nation zu Nation. (Henry Dunant)

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Sprengkammern Eisenbahnbrücke

Beitrag von darkmind76 » 05.04.2011 22:41

Die Sprengkammern in einem der Pfeiler der Eisenbahnbrücke Hasloch über den Main sind auch
bereits verschwunden, aber man kann noch gut erkennen, wo sie waren. Wann sie verschwunden
sind, kann ich nicht sagen, ich war vergangenen SO das erste Mal an der Brücke. Es scheinen
die selben zu sein, die auch in der Mainbrücke Klingenberg-Trennfurt verbaut sind. Die Tage
dieser Brücke sind auch gezählt: nebendran wird gerade eine neue gebaut. Dann sind auch die
dortigen Sprengkammern Geschichte.
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