Vorbereitete Sperren (alter Sammelthread)

Vorbereitete Sperren, Sperranlagen und zugehörige Infrastruktur
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malte

Re: Ostwestfalentunnel

Beitrag von malte » 01.02.2009 14:26

Hallo

Freundlicher Übergang von Hell nach Dunkel, das macht Sinn. Das das in dickem Beton ausgeführt wird ist im Straßenbau wohl auch so sinnig.

Viele Grüße
malte
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hollihh
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Beitrag von hollihh » 01.02.2009 17:30

Moin,

"Blendschutz" schließe ich mal aus - dafür ist das Ding einfach zu kurz ! Am Elbtunnel ist diese Galerie wesentlich länger ausgeführt.

Gruß

Holli

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klaushh
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Beitrag von klaushh » 01.02.2009 17:52

Moin, moin!

Auffällig ist doch bei der von malte angeführten "Pergola"-Baumaßnahme, dass sie bei im spitzen Winkel kreuzenden Straßen vorkommt.
Meine Vermutung ist die, dass es sich dabei um eine konstruktive Maßnahme handelt, die wenig mit Blendschutz und schon garnichts mit vorbereiteten Sperren zu tun hat.

Vielfach gibt es vor Tunneleinfahrten Rasterstrecken, die dem Blenschutz (genauer gesagt sollen sie den Übergang von heller offener Fahrbahn in den dunklen Tunnel und umgekehrt mildern). Wie hollihh bereits schrieb, sind sie aber deutlich länger als auf maltes Bildern.
Auch diese Rasterstrecken haben mit vorereiteten Sperren nichts zu tun. Letztere sind extra angebracht (und inzwischen vielfach demontiert worden).

Gruß
klaushh


PS: übrigens habe ich solche Überbauungen auch schon an sich im spitzen Winkel kreuzenden Eisenbahnstrecken gesehen.
Bei Interesse für Bunker und unterirdische Bauwerke in Hamburg mal http://www.hamburgerunterwelten.de besuchen!

Baum
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Beitrag von Baum » 01.02.2009 18:05

Hallo,

das mit dem spitzen Winkel wäre vielleicht möglich, siehe auch in Gärtringen (die einzige Autobahnausfahrt nach links in Deutschland) an der A81.

Baum
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redsea
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Beitrag von redsea » 01.02.2009 18:09

klaushh hat geschrieben:Auffällig ist doch bei der von malte angeführten "Pergola"-Baumaßnahme, dass sie bei im spitzen Winkel kreuzenden Straßen vorkommt. Meine Vermutung ist die, dass es sich dabei um eine konstruktive Maßnahme handelt, die wenig mit Blendschutz und schon garnichts mit vorbereiteten Sperren zu tun hat.
Moin klaushh,

könntest Du Deine Gedankengänge bitte noch ein wenig ausführlicher darstellen. Konstruktiv ist ja schön und gut, aber das Einzige was meiner Ansicht nach in diesem Fall als konstruktive Maßnahme in Betracht kommen könnte, wäre die Funktion als Abstützung der Wand die die Böschung abstützt. Aber ob diese wirklich "abstützenswert" ist?
hollihh hat geschrieben:"Blendschutz" schließe ich mal aus - dafür ist das Ding einfach zu kurz ! Am Elbtunnel ist diese Galerie wesentlich länger ausgeführt.
Wozu dienen die kurzen "Pergolas" denn dann? In dem von mir geposteten Fall des Ostwestfalentunnels handelt es sich lt. Stadt Bielefeld um einen "Blendschutz" und diese "Pergola" ist noch kürzer als die von Malte gepostete.

Grüße redsea

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darkmind76
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Beitrag von darkmind76 » 01.02.2009 18:28

Eine Pergola gibt es auch an der B8 bei Mainaschaff. Allerdings ist sie dort scheinbar nicht für Autofahrer, sondern über dem Verbindungsgleis der beiden Bahnstrecken (Aschaffenburg-Darmstadt/Aschaffenburg-Hanau).

Auch hier gibt es einen relativ spitzen Winkel. Könnte es womöglich als Schutz für durch die Leitplanke brechende Fahrzeuge dienen?! Ein Pkw wahrscheinlich weniger, aber ein LKW würde evtl. nicht auf die kreuzende Fahrbahn hinunter fallen?! (Ist nur eine verrückte Idee wahrscheinlich)
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redsea
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Beitrag von redsea » 01.02.2009 18:41

darkmind76 hat geschrieben:Könnte es womöglich als Schutz für durch die Leitplanke brechende Fahrzeuge dienen?! Ein Pkw wahrscheinlich weniger, aber ein LKW würde evtl. nicht auf die kreuzende Fahrbahn hinunter fallen?! (Ist nur eine verrückte Idee wahrscheinlich)
Hallo darkmind,

das können wir wohl getrost gänzlich ausschließen und in diesem Fall handelt es sich wohl sicher um die von klaushh und hollihh angesprochenen Rasterecken (heißen die wirklich so?), also um Brückenträger zur Abstützung des Fahrbahnelements.

Übrigens meine ich, dass wir das Thema hier schon mal hatten, nur waren dort diese Rasterecken nicht pergolaähnlich ausgeführt sondern als geschlossene Elemente.

Grüße redsea

malte

Pergola

Beitrag von malte » 01.02.2009 19:09

Hallo

Nach http://www.mijnwoordenboek.nl/thema/BA/DE/NL/R/1.html

Rasterstrecke
DE: Rasterstrecke,
NL: vakwerk in beton,
Definitie DE: Strecke am Ein-und Ausgang eines Tunnels, dessen Waende rasterartig (z.B.mit lamellenartigen Versteifungen) gestaltet sind und zu den verschiedenen Helligkeiten, Tag und Tages-Beleuchtung ueberleiten

und http://www.boll-und-partner.de/pdf/proj ... tunnel.pdf

und nach http://www.abendblatt.de/extra/service/ ... _27123.xml

Die zwei mächtigen Röhren werden jetzt mit der oben offenen sogenannten Rasterstrecke verbunden, an die eine schon fertige Rampenbahn anschließt. Auf der Rasterstrecke fällt durch ein Gitterwerk Tageslicht auf die Fahrbahn, damit das Auge des Autofahrers einen sanften Lichtwechsel hat.



Es kann sich um eine Abstützung der beteiligten Böschungen handeln. Außerdem ist das Gelände sehr ,,matschig''

Ich geh nochmal gucken.

Viele Grüße
malte

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redsea
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Beitrag von redsea » 01.02.2009 19:20

Toll recherchiert malte und die "Blendung" von der ich sprach nennt sich übrigens Adaptionsblendung.

Grüße redsea

mucMichi

Beitrag von mucMichi » 01.02.2009 19:48

Servus,
also meine Vermutung aus dem ersten Blick (spontan ist ja doch oftmals am besten): kann es sein, dass diese Bögen/Tore einfach Teil einer besonderen (besonders untergrundschonenden/besonders billigen?) Brückenbauart sind? Man sieht ja dass sie vor allem bei Überführungen im spitzen Winkel angewendet werden, und dass sie jeweils nur soweit gehen bis die obenliegende Fahrbahnplatte endet. Ich denke, es werden die Bögen/Tore in benötigter Anzahl einfach "über die Fahrbahn aufgestellt" und dann die obere Platte aufgelegt. Ganz außen kommt dieser "Pergola-Effekt" zustande, weil die obere Platte nur wenig auf den Bögen/Toren aufliegt - in der Mitte sind die Bögen/Tore vollständig mit der Platte belastet. Ich denke, dass diese Bauart im Gegensatz zu einer normalen brücke weniger Beton braucht und den Boden mehr verteilt belastet - Brückenbauingenieure bitte vortreten! :)

Hat irgendjemand verstanden was ich meine? :)

Gruß Michi

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