Hamburg: die Feuerstellungen der schweren Flak

Luftverteidigung durch Flak und andere Fliegerabwehr, Scheinwerferstellungen, Scheinanlagen und ähnliche Objekte
Arne1
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Flugzeugabschuss am 25.07.1943

Beitrag von Arne1 » 23.12.2018 13:17

Moin zusammen,

mit Interesse las ich den Bericht über die Feuerstellungen der schweren Flak in Hamburg.
Bei den aufgeführten "Abschussansprüchen" stieß ich auf Seite 29 auf einen Abschuss vom 25.07.1943 der während der Operation "Gomorrha" erfolgte.
Dort ist von ZWEI unbekannten Flugzeugtypen die Rede, welche bei Bliedersdorf abstürtzten und das dann innerhalb von 6 Minuten. Der genannte Absturzort liegt bei mir in der Nähe.

Es kann sich hierbei nur um EIN Fluzeug handeln und zwar eine B-17, die von der Flak angeschossen wurde und final von einem Jäger abgeschossen wurde.

Es handelt sich um diese B-17

https://b17flyingfortress.de/b17/42-3088-sugar-puss/

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niemandsland
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Re: Flugzeugabschuss am 25.07.1943

Beitrag von niemandsland » 23.12.2018 16:42

Arne1 hat geschrieben: mit Interesse las ich den Bericht über die Feuerstellungen der schweren Flak in Hamburg.

Bei den aufgeführten "Abschussansprüchen" stieß ich auf Seite 29 auf einen Abschuss vom 25.07.1943 der während der Operation "Gomorrha" erfolgte.

Dort ist von ZWEI unbekannten Flugzeugtypen die Rede, welche bei Bliedersdorf abstürtzten und das dann innerhalb von 6 Minuten.

Es kann sich hierbei nur um EIN Fluzeug handeln und zwar eine B-17, die von der Flak angeschossen wurde und final von einem Jäger abgeschossen wurde.
Hallo unbekannterweise,

ich war am 25.07.1943 leider nicht vor Ort. Aber ich habe die Abschußansprüche auf die ich mich beziehe, in meiner privaten Sammlung. Und da bald Weihnachten ist, ich dieses Jahr keine Zeit hatte, was vorzubereiten... findest Du als Anhang die Antwort die ich extra für Dich erstellt habe.

Wie gesagt: die Akte liegt im BAMA (Achtung! Wahrscheinlich mit neuer Signatur...!) und dort kannst Du dir gerne auch die Originale ansehen. Oder Du vertraust den Daten in der Antwort.

Alles was Du benötigst, findest Du im PDF.

Wie gesagt: ich beziehe mich auf Dokumente. Soweit wie möglich.

Gruß aus Hannover, einen schönen 4. Advent und ein ruhiges besinnliches Weihnachtsfest.

Wünscht...

Guido Janthor ;-)
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Beitrag von Djensi » 03.01.2019 14:23

Moin Guido,

ich habe bisher versäumt Dir ein großes Lob für Deine Recherchen und Deine intensive Arbeit für diese Ausarbeitung zu übersenden. Das sei hiermit getan! :thumbup:

Als ich kürzlich auf der Seite der Geschichtswerkstatt Billstedt landete, erinnerte ich mich bei einem Text zur Straße "Schiffbeker Weg" an Deine Ausarbeitung. In dem besagten Text wird über eine Flak am Rahlstedter Weg (heute Schiffbeker Weg) berichtet und auch über einen Abschuß.

Ob es sich da um den Abschuß vom 25.07.1943 (Billstedt) handelte oder den vom 30.07.1943 (Rahlstedter Weg), darüber ließe sich jetzt spekulieren. Ich zitiere mal aus dem Text:

...
Während die Bewohner der Siedlung Schiffbeker Höhe noch Keller in ihren Häusern hatten, die sie sich zu Schutzräumen ausbauen konnten, oder zum Rundbunker unter dem Billstedter Marktplatz fliehen konnten, blieb den Bewohnern der Gartenkolonien nur, in behelfsmäßig hergerichteten Splitterschutzgräben Zuflucht zu suchen. Aber auch die Schutzräume in den Kellern boten keine absolute Sicherheit: Im Masurenweg verlor beispielsweise eine Familie durch einen Bombentreffer zwei Kinder.

Allein auf dem Abschnitt des Rahlstedter Wegs zwischen dem heutigen Julius-Campe-Weg (damals Horst-Wessel-Straße) und der Schiffbeker Höhe gingen bei dem Angriff vom 4. November 1944 sieben oder acht Sprengbomben nieder. Das Blum’sche Kaufhaus wurde völlig zerstört, das Eckgebäude zur Horst-Wessel-Straße stürzte teilweise ein, vier weitere brannten dort vollständig aus, eines erlitt zudem einen Brandteilschaden und büßte durch die Druckwelle einen Großteil der Dachpfannen sowie sämtliche Fensterscheiben ein. Das Dach wurde notdürftig mit Brettern und Dachpappe abgedichtet. Aber das Regenwasser lief dennoch durch das gesamte Haus.

Grund für das schwere Bombardement war eine große Flakstellung, die während des Krieges auf der linken Seite des Rahlstedter Wegs zwischen der heutigen Straße Kattensteert und dem Schiffbeker Friedhof angelegt worden war. An jedem Knick zwischen den dort gelegenen Feldern stand schließlich ein Geschütz, gegenüber vom Friedhof gab es eine Baracke für die Mannschaften.

Ferner war während des Krieges nördlich der Autobahn auf der rechten Seite des heutigen Schiffbeker Wegs eine Flakscheinwerfer-Batterie aufgestellt worden; am Ende der Schiffbeker Höhe ließ man einen Fesselballon starten, der mit vielen anderen zusammen einen Ring um Hamburg bildete. Einmal stürzte ein alliiertes Flugzeug im Bereich des Kattensteerts ab, wobei die Besatzung zu Tode kam. Ein anderes Mal gelang einem deutschen Jagdflugzeug die Notlandung auf dem Rahlstedter Weg.


Quelle: http://www.geschichtswerkstatt-billsted ... er-weg.php

Wenn man die Koordinaten vergleicht, gibt es zur Flakstellung Billstedt keine 100%ige Übereinstimmung. Die Stellung hat demnach eher im Schiffbeker Moor gelegen.

Viele Grüße

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niemandsland
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Beitrag von niemandsland » 28.01.2019 07:57

@ Djensi

Danke für die Blumen und die Info.

@ All

Da ich gebeten wurde, ggfs. noch mal ein Update zu bringen, sammel ich weiter. Ich habe kürzlich von zwei Personen aus Hamburg und aus Ostfriesland eine größere Sammlung von Luftbildern aus dem Raum Hamburg erhalten. Etwa 60-80 Stück. Nein, es besteht keine Chance diese Bilder zu erhalten. Aber ich darf die Bilder für eine zukünftige Veröffentlichung auswerten. Ob ich vielleicht Bildausschnitte von den Bildern aus Ostfriesland verwenden darf, ist noch zu klären. Auf jeden Fall ist das letzte Wort hier noch nicht geschrieben. ;-)

Gruß aus Hannover
Guido Janthor
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