Flakgruppe Hamburg

Luftverteidigung durch Flak und andere Fliegerabwehr, Scheinwerferstellungen, Scheinanlagen und ähnliche Objekte
OWW
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Beitrag von OWW » 24.02.2018 17:36

Moin,
das Kraftwerk Wedel bzw. früher Kraftwerk Unterelbe sah völlig anders aus. Hier mal ein Link zu einem Bild
https://www.wedel.de/leben-in-wedel/sta ... hulau.html

Auf den Gleisen westlich des Kraftwerks stand zeitweilig immer mal wieder eine schwere Eisenbahnflak. Beiderseits der Gleise war die Doppelbatterie Schulau stationiert. Heute ist dort alles überbaut.

Die Nutzung der Mühle als Flugwache war auch ein Gedanke von mir. Allerdings nutzte die Flak ähnliche Konstruktionen auch als Aussichtsturm bei Gefechtsständen.

Gruß
Oliver

augustdieter
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Beitrag von augustdieter » 25.02.2018 08:22

Hallo zusammen,

....Windmühle Bederkesa in´s Spiel bringen
Hier passte die Höhe des Unterbau und in der Mühle war im Krieg
eine Flugwache. Das könne den Aufbau erklären.
ich habe noch ein wenig kombiniert und geknobelt und für mich wird
Bederkesa immer wahrscheinlicher auch dank eines Foto hier aus dem
Forum.
https://www.geschichtsspuren.de/forum/f ... t7541.html

Nur der Aufbau ist zu belegen, aber vielleicht gibt es noch eine Lucky Shot.
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Gruss Dieter

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niemandsland
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Beitrag von niemandsland » 25.02.2018 15:12

Moin!

Ich habe an die Hamburger mal eine Frage: kann es sein das die ganze Ecke in der Nachkriegszeit gründlich umgestaltet wurde? Mir kommt heute Hahnöfersand deutlich kleiner vor, als ich diese Ecke von alten Luftbildern kenne. Auch was die vorgelagerten "Inseln(?)" betrifft. Das sieht heute irgendwie alles ganz anders aus.

Kann es sein das die beiden Flakstellungen (10,5 cm) die es dort ab Sommer 1943 gab, inzwischen in der Elbe befinden? Das würde mir vieles erleichtern. Weil den Kartenausschnitt den August-Dieter hier hochgeladen hat, das sieht mir eher nach den Luftbildern von 1944/1945 aus. Wogegen ich diese Ecke auf aktuellen Bildern eher um die Hälfte verkleinert einschätzen würde. Da ich die alten Luftbilder nicht mehr hier habe (es war nur eine vorübergehende Leihgabe), kann ich das nicht mehr weiter prüfen.

Wäre aber interessant zu wissen, da es sicher auch in Bezug auf die Fotos von August-Dieter weiterhelfen könnte.

Aber wie gesagt: ich nix Hamburger! Ich nix wissen.

Danke für Eure Mühe!

Gruß aus Hannover
Guido Janthor
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Beitrag von OWW » 25.02.2018 16:33

Moin Guido,
Du hast Recht, wie wir anfangs schon schrieben, wurde ab 2001 das Areal der Batterie als Ausgleichsmaßnahme für Airbus abgebaggert und die Insel um etwa die Häfte verkleinert. Auf den kartenausschnitte, die Dieter eingestellt hat, ist das Batteriegelände gut ersichtlich und mit "Dorf" bezeichnet.
Gruß
Oliver

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Beitrag von niemandsland » 25.02.2018 18:06

^^

Sauber! Danke Oliver.

Dann noch mal zu der schweren Batterie auf Hahnöversand. Wie Du schon geschrieben hattest, so wurde die Batterie nach 1941 stark ausgebaut. Die Batterie wurde zu einer Doppelbatterie mit 15(!) 10,5 cm Flak-Geschützen ausgebaut. Wobei eine Stellung oberhalb und eine Stellung unterhalb des Mittelwegs lag. Zu einem späteren Zeitpunkt folgt die genauere Beschreibung mit Koordinaten. Zur Anordnung der Geschütze hatte ich in meinem ersten Beitrag zur Batterie schon was geschrieben.

Bei dem Rest halte ich mich raus. Ich nix Hamburger. ;-) Ich halte mich da lieber an die Dokumente aus dem Archiv und an die mir vorliegenden Bücher.

Gruß aus Hannover
Guido Janthor
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Beitrag von niemandsland » 08.03.2018 00:08

Zwei Abschüsse an denen die Flak-Batterie Hahnöfersand beteiligt war:

Code: Alles auswählen

1943-07-25	16:31		Unbekannter Typ		SW Bliedersdorf (bei Buxtehude)		
1./s. 601 + Personalbatterie (Großbatterie Hahnöfersand), 3.+4./601 (Großbatterie Rübke)
1./s. 607, 4./s. 418 (Eisb.) und Tagjagd

1943-07-25	16:37		Unbekannter Typ		Bliedersdorf (Steinbecker Wald)		
1./s. 601 + Personalbatterie (Großbatterie Hahnöfersand), 3.+4./601 (Großbatterie Rübke)
Anmerkung

Wahrscheinlich die Personalbatterie der schweren Flak-Abteilung 601. Anzunehmen das sich diese Batterie noch im Aufbau befand.

Gruß aus Hannover
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Beitrag von Djensi » 08.03.2018 11:59

augustdieter hat geschrieben:Hallo zusammen,

erst mal Dank an Oliver für die Fotos und die umfangreichen Erläuterungen.

Ich fasse mal so zusammen wenn nicht noch eine paar gehaltvolle Infos komm wird es schwierig.

Gut dann mal anders herum Was lässt sich zu der "merkwürdigen" Windmühle sagen
Es soll sich um einen "Erdholländer" handeln der ziemlich umgebaut wurde
Gibt es eine Ideen zu der Funktion zivil/militärisch ?
Noch eine weiteres markantes Gebäude ist das Fabrikgebäude im Hintergrund den
Fotos im Anhang. Dazu Ideen ?
Hallöle augustdieter,

ist das Foto zwingend im Hamburger Westen zu verorten? Billwerder bzw. Billbrook
hatte ich beim ersten Draufblick im Kopf.

Grüße
Djensi

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Beitrag von niemandsland » 08.03.2018 12:57

Moin,

kann mir jemand weiterhelfen?

Süderelbe, Einfahrt neue Schleuse?
Ist das die Schleuse an der Köhlbrandbrücke? (Rugenberger Hafen?)
Dann hab ich da noch die Schleuse bei Wilhelmsburg und die Harburger Hafenschleuse.
Aber welche ist es denn nun? Oder ist es eine ganz andere?

Oder wo ist/war die?

Dort lagen Ende Juli 1943 die leichten Flakbatterien 6934/6935 z.b.V. !

Gruß aus Hannover
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Beitrag von Djensi » 08.03.2018 14:04

Moin,

Süderelbe "Neue Schleuse" bezeichnet die Einfahrt zum Harburger Verkehrshafen.
Seit ca. Mitte/Ende der 70iger wird diese als Harburger Hafenschleuse bezeichnet.

Grüße

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Beitrag von niemandsland » 08.03.2018 16:02

@ Djensi

Danke! ;-)

bis Mitte Dezember 1943 wurde die Groß(kampf)batterie Hahnöfersand weiter ausgebaut.

Am 13.12.1943 bestand diese aus 3.-5./s. 613 (3 Batterien) und war an einem Abschuss einer Boeing Fortress II beteiligt.

Gruß aus Hannover
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