Einsatz von Flak-Schiffen / Steinhuder Meer?

Luftverteidigung durch Flak und andere Fliegerabwehr, Scheinwerferstellungen, Scheinanlagen und ähnliche Objekte
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niemandsland
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Beitrag von niemandsland » 04.12.2016 15:24

Kleinst-Uboot-Versuche

Bisher hört man immer mal wieder nur Gerüchte. Es soll mal Versuche mit Booten ähnlich der sogenannten Bauer-Boote vor oder während des 1. WKs auf dem Steinhuder Meer gegeben haben. Diese Boote waren Kleinst-Uboote für eine Person. Angetrieben wurde das Gefährt wohl durch Muskelkraft. Diese Geschichte hört man rings um das Steinhuder Meer in jeder Kneipe. Oder in den Häfen. Was da dran ist...? ich glaube das weiß so wirklich niemand.

Ich schreibe das hier noch mal, da auch Redsea davon sprach. Allerdings hat das Thema so rein gar nichts mit Flak bzw. Flak-Booten auf dem Steinhuder Meer zu tun.

Gruß aus Hannover
Guido Janthor

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zulufox
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Beitrag von zulufox » 04.12.2016 15:30

bettika hat geschrieben:Hallo Jürgen,
stand da "Flak-Lighter" ?
Hallo Beate,

nein, da steht: "... mounted on a Flak barge moored in Lake CONSTANCE to SE."

Gruß
Jürgen :holy:
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Beitrag von zulufox » 04.12.2016 15:34

niemandsland hat geschrieben:Und wie kommt überhaupt ein Boot oder etwas ähnliches in entsprechender Größe zum Steinhuder Meer?
Moin Guido,

und wie kamen deutsche Schnellboote ins Schwarze Meer?

http://s-boot.net/sboote-km-schwarzmeer.html

MfG
Zf :holy:
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Beitrag von niemandsland » 04.12.2016 21:19

Hallo ZF,

schau Dir mal bitte die Brücken an; Da stehen unzählige Zaungäste.
Meinst Du nicht die Geschichte wäre heute deutlich bekannter, wenn man den Landweg entsprechend - wie in Deinem Beispiel - überbrückt hätte?

Ich denke das wäre nicht klandestin gegangen.

Gruß aus Hannover
Guido Janthor

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Beitrag von g.aders » 05.12.2016 11:01

Stories sind "Selbstgänger", die sich halten, und zwar je unwahrscheinlicher desto hartnäckiger.

Ich vermute den Ursprung beidem "Steinhuder Hecht", und dann kamen im 2. WK die geheimnisvollen Tripel-Spiegel hinzu, die auf Flößen standen und auf die sich niemand einen Reim machen konnte.
Alles gut gemixt, und dann in der Kneipe ein paar Doppelkornj hinzu, und da haben wir die Geschichte.
Beste Grüße
Euer
Aders

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Beitrag von niemandsland » 05.12.2016 22:45

@ Herr Aders

Also an den Tripel-Spiegeln gibt es nichts zu rütteln. Dafür gibt es einige Aufzeichnungen, Skizzen usw. usf. - was die Sache mit der Flak auf dem Steinhuder Meer allerdings betrifft, da fehlt so einiges an Information. Allerdings hat bisher an fast jeder Geschichte ein wenig Wahrheit gesteckt. Keine Ahnung was man jetzt davon halten soll. Vielleicht war es am Ende auch einfach nur eine Platform und weil das Teil im Wasser lag, wurde ein Kahn draus. Ich hab doch - was diesen Punkt betrifft - auch absolut keine Idee.

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Beitrag von g.aders » 07.12.2016 10:05

Lieber Herr Janthor,
die Existenz der Tripelspiegel habe ich keineswegs bestritten,.

Ich habe nur versucht, die Entstehung der Story nachzuvollziehen.
Man stelle sich mal vor: Da kommen eines Tages LKW der Luftwaffe an mit Tiefladern, auf denen Pontons oder Flöße stehen mit so merkwürdigen Pyramiden drauf, die werden dann auf den See geschleppt. Damit keine Padddler oder Segler sich daran zu schaffen machen, wird das Steinhuder Meer zum Sperrgebiet erklärt.

Das ist doch d i e Basis für Gerüchte.

Beste Grüße
Ihr
Aders

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Beitrag von htim » 07.12.2016 18:38

niemandsland hat geschrieben:....Bisher hört man immer mal wieder nur Gerüchte. Es soll mal Versuche mit Booten ähnlich der sogenannten Bauer-Boote vor oder während des 1. WKs auf dem Steinhuder Meer gegeben haben. Diese Boote waren Kleinst-Uboote für eine Person. Angetrieben wurde das Gefährt wohl durch Muskelkraft. Diese Geschichte hört man rings um das Steinhuder Meer in jeder Kneipe. Oder in den Häfen. Was da dran ist...? ich glaube das weiß so wirklich niemand....
In der Festung auf der Insel Wilhelmstein ist ein Modell vom "Steinhuder Hecht" sowie einige Zeichnungen davon ausgestellt.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Gruß,
htim

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Beitrag von g.aders » 08.12.2016 10:07

Guten Morgen,

um noch mal auf die Möglichkeit von der Stationierung von Flakgeschützen auf dem Steinhuder Meer zurückzukommen: Wie weit westlich von Hannover lag der Gürtel der schweren Batterien?Gab es überhaupt im Bereich Steinhuder Merr Flakuntergruppen? Der leichte Flakschutz für den Platz Wunstorf muss viel näher drn gewesen sein.
Beste Grüße
G. Aders

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Beitrag von niemandsland » 08.12.2016 14:16

Hallo Herr Aders,

die nächsten Stellungen in Richtung Hannover müssten Lathwehren, Kirchwehren, Almhorst, Horst, Meyenfeld und Frielingen gewesen sein.

Hinzu kommt der leichte Flakschutz im Raum Poggenhagen. Und mehrere Stellungen um den heutigen Fliegerhorst in Großenheidorn (Wunstorf). Über den Flugplatz hab ich hier irgendwo die zwei Bücher stehen. Muss sie nur finden. ;-)
In: Flugplätze der Luftwaffe 1934 – 1945. Band 7: Niedersachsen-Bremen.

Auf Seite 544:

"Abwehr: Flak: eine Anzahl leichter Flak-Stellungen ist entlang des Nordrandes festgestellt worden, hauptsächlich auf den Dächern der Flugzeughallen."
Schwere Flak in der Ecke hab ich bisher noch nicht ausfindig gemacht; Allerdings interessiert mich die Ecke auch nicht wirklich.

Und nein.. eine Untergruppe in der Gegend fällt mir so spontan erstmal nicht ein. Heißt aber auch nichts.

Soweit ich mich erinnere lag im Raum Rehburg-Loccum hin und wieder noch eine Batterie. Näheres weiß ich aber nicht. Evtl. liefert das Buch über die Weserlinie dazu Informationen.

Ich bin noch mit Hannover Stadt voll und ganz ausgelastet. Und im Moment fehlt sogar dafür die Zeit.

Die nächsten FlakUGr. in Richtung Hannover wären Hannover-Nordwest und Nord. Gestellt von der 165, 185, 461 und 521. Jedenfalls laut den mir bekannten Aufzeichnungen.

Gruß aus Hannover
Guido Janthor

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