WiFo Hitzacker

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sirtobi
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Beitrag von sirtobi » 29.09.2015 13:26

Hier gibt es noch mehr Fotos vom Lager
http://dirk-untertage.jimdo.com/galerie ... hitzacker/

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wobo
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WiFo-Hitzacker

Beitrag von wobo » 30.09.2015 12:21

Hallo Leute
Zu den Bildern 1-7/30 des dirk-untertage möchte ich folgende Anmerkungen machen:

Durch den BIOS Bericht sind die Standorte des Kesselhauses, der Oel/Benzinpumpwerke
sowie des Anlegers bekannt, von allen Bauwerken sind noch Reste vorhanden, so daß
die Koordinaten feststehen.

Die Ruinen, die seine Bilder 1-4/30 und 6/30 zeigen, gehören vermutlich zu
einer Sandwäsche, die nach 1945 oben auf dem Steilufer betrieben wurde.

Bild 7/30 ist unmöglich ein Pumpenhaus, diese "Garagen" stehen auf dem ganzen
WiFo Gelände verteilt und da sie teilweise unbeschädigt sind, kann man sehr
gut erkennen, daß es dort keinerlei Rohranschlüsse, Pumpensockel oder ähnliches
gegeben hat. Es waren mit ziemlicher Sicherheit Feuerlösch-Geräteräume.

Gruß Wolf
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wobo
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WiFo - Hitzacker

Beitrag von wobo » 03.10.2015 23:54

Hallo Leute
Über 20.000 Zugriffe und Niemand da, der sich ebenfalls mit der WiFo-Hitzacker befasst... :?:
Es wäre wirklich schön, mal eine andere Meinung zu lesen, bzw. Erkenntnisse auszutauschen ... :-)

Ich habe alte Karten bekommen, die von ca. 1975 stammen und 1995 das letzte mal bearbeitet wurden.

Kann es möglich sein, daß die WiFo mit ihren 5er-Blöcken schon viel weiter war, als angenommen
und kann es möglich sein, daß es über die Sandgrube des KS-Werkes in Tiessau eine Zufahrt
in das Baugebiet gab, die Sandgrube also Teil des Baugebietes war... :?:

Das Gebiet, wo ich die 5. Baugrube vermute, ist momentan der reinste Urwald,
Wildschweine hatten den Boden frisch umgepflügt und man konnte sie echt riechen,
ich habe mich dort also nicht genauer umgesehen ... :(

Gruß Wolf
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MikeG
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Beitrag von MikeG » 04.10.2015 09:59

Moin Wolf!

Gute Frage. Den Report der Alliierten kennst Du ja bereits und ich halte den auch für "vertrauenswürdig". Möglicherweise gab es aber weitere Bautätigkeit, die nicht im Report landete, weil eben noch nichts Greifbares existierte, das ist nicht ausgeschlossen.

Bei Deiner "Zufahrt" würde ich evtl. an Schmalspurbahn denken - diese "Strecke" scheint ja intensiv im Niveau ausgeglichen und weist nur "bahngeeignete" Radien in der Streckenführung auf.

Mike

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Djensi
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Beitrag von Djensi » 05.10.2015 08:55

Moin Wolf,

das Thema ist sicherlich überall nur halbherzig angegangen. DU bist hier derjenige, der sich richtig intensiv damit auseinandersetzt, da kann man als Leser nur staunen! Ich denke auch, dass Du mit den Dir vorliegenden Unterlagen einen deutlichen Wissensvorsprung vor dem Großteil der Nutzer hier hast. Insofern kann man wohl auch nichts mehr beitragen , was Du nicht schon weißt :mrgreen: . Vielen, vielen Dank auch für Deine Mühe, die Du Dir machst und den Erkenntnisgewinn, den wir nun alle dadurch haben. Ich habe ja Verwandtschaft in der Ecke, aber leider sind die männlichen Personen, die in und mit Thießau etwas zu tun gehabt haben, nicht mehr unter uns und können nicht mehr gefragt werden.

Zur Sache, ich schließe mich der Vermutung von Mike an, dass es sich um eine Feldbahntrasse handeln könnte. Die Anlagen sind ja im sandigen Untergund gebaut worden und sicher ist der Aushub in das Kalksteinwerk nach Thießau verbracht worden. Vielleicht hat sich ja auch ein Teil der Zementherstellung im Werk befunden?

Grüße
Djensi

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Beitrag von Djensi » 05.10.2015 14:59

Btw

http://www.elbtalaue.niedersachsen.de/p ... _psmand=31

Ist eigentlich jemanden die digitalisierte Aufarbeitung der Herren Tolksdörfer und Wicke zur WiFo bekannt, von der in diesem Flyer zu einem heimatkundlichen Tag die Rede ist?
Kann im Netz dazu (noch) nichts weiter finden.

Grüße
Djensi

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Re: WiFo - Hitzacker

Beitrag von wobo » 07.10.2015 20:12

Hallo Mike und Djensi
Danke für eure Antwort,...
kann es möglich sein, daß ich mal dringend abschalten muß ... :mrgreen:
wobo hat geschrieben: ...kann es möglich sein, daß es über die Sandgrube des KS-Werkes in Tiessau eine Zufahrt
in das Baugebiet gab, die Sandgrube also Teil des Baugebietes war... :?:
Die Antwort steht doch auf Seite 6, mein Beitrag vom 03.09.2015, Bild 1:

Förster J. Stumpert
Es wurde 14 m tief mit Schürfbagger das Erdreich ausgehoben, um das Fundament zu gründen.
Der Beton wurde per Kleinbahn (Spurweite 60, weniger 80) herangeschafft ...


Gruß Wolf

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WIFO Hitzacker

Beitrag von Bremsstaub » 07.10.2015 21:45

Hallo Wolf

Ich habe deine Ausführungen mit großem Interesse gelesen. Habe mich selbst vor Jahren mit der WIFO beschäftigt, dh. Karten besorgt, Gelände erkundet, Leute gesprochen, Fotos gemacht usw. Dabei habe ich jemanden aus der Gegend kennengelernt, der die Lage der gesprengten Tanks gut kannte. Wenn du Interesse an einem Informationsaustausch bzw. an einer gemeinsamen Begehung hast, melde dich bitte.

MfG
Gerd

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Beitrag von wobo » 07.10.2015 23:37

Hallo Gerd
Herzlichen Dank für dein Angebot, selbstverständlich bin ich an jegliche Art der Zusammenarbeit
interessiert ... :-)

Gruß Wolf

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Re: WiFo-Hitzacker

Beitrag von wobo » 15.10.2015 14:28

wobo hat geschrieben:
Durch den BIOS Bericht sind die Standorte des Kesselhauses, der Oel/Benzinpumpwerke
sowie des Anlegers bekannt, von allen Bauwerken sind noch Reste vorhanden, so daß
die Koordinaten feststehen.
Hallo Leute
So hatte ich geschrieben, aber leider völlig vergessen,
daß ich es im Forum noch gar nicht gezeigt hatte ... :oops:

Aber nun:
A = Anleger
B = Benzin-Pumpwek
O = Oel-Pumpwerk
K = Kesselhaus

Gruß Wolf ... :holy:
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