Mansfeld-Werk GmbH in Prenzlau

Rüstungsindustrie, Waffen- und Munitionsproduktion, Munitionsanstalten, Tanklager, Depots, U-Verlagerungen etc.
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erlenmeier
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Mansfeld-Werk GmbH in Prenzlau

Beitrag von erlenmeier » 16.11.2016 12:38

Wer kann mir Informationen zu

Mansfeld-Werk GmbH in Prenzlau, Rüstungsbetrieb ab ca. 1936 in Prenzlau, Zulieferer für Flugzeugteile und

Motorenwerk Varel/Obenstrohe, Zulieferer für Luftfahrt-Industrie (gleicher Zeitraum)

geben?

Danke für Hinweise sagt der alte

Karl erlenmeier
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EPmuc
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Re: Mansfeld-Werk GmbH in Prenzlau

Beitrag von EPmuc » 16.11.2016 17:45

erlenmeier hat geschrieben: Mansfeld-Werk GmbH in Prenzlau, Rüstungsbetrieb ab ca. 1936 in Prenzlau, Zulieferer für Flugzeugteile

Hersteller von Fahrwerks- und Hydraulikteilen.
erlenmeier hat geschrieben:Motorenwerk Varel/Obenstrohe, Zulieferer für Luftfahrt-Industrie (gleicher Zeitraum)
Ursprünglich Hersteller von KFZ-Motoren. Nach Übernahme durch Focke-Achgelis 1941 Reparatur von Flugzeugtriebwerken.
Gruß, Eugen
Heute ist das Morgen vor dem Du dich gestern gefürchtet hast.

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erlenmeier
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Motorenwerk Varel-Obenstrohe

Beitrag von erlenmeier » 23.03.2017 11:45

Das Motorenwerk Varel-Obenstrohe wurde 1936 von Ing. Jean Sieben und dem Kaufmann W.J. Schoener aus Bremen gegründet und fabrizierte zu Beginn Auto-Motoren.

Durch die Neu-Organistation der Rüstungsindustrie ab 1936, d.h. Bildung von Großbetrieben unter Aufgabe von Klein-Werkstätten und die totale Umstellung der Industrie-Produktion auf kriegswichtige Güter übernahm 1941 Focke-Achgelis, Ableger von Weserflug-Werke, dieses Werk.
Wie bei vielen anderen Standort-Planungen war auch hier die Wald-Lage abseits von Siedlungen bewusst gewählt worden, um ein geringes Risiko bei Fliuegerangriffen zu bieten.

Ab jetzt wurden Flugzeugmotoren repariert. Ebenfalls gehörte der Vorrichtungsbau für die Flugzeugproduktion zum Fertigungsprogramm. Vorrichtungen waren für die rationelle Serienfertigung wichtig. Mit diesen "Formen" konnten Sektionen usw. baugleich, maßgenau und auch von Nicht-Spezialisten hergestellt werden.

Ab 1941 wurden an diesem Standort vermehrt Kriegsgefangene, Fremdarbeiter/Zwangsarbeiter eingesetzt.
Die Zeitung NWZ berichtet am 01.05.2010:" Von den 586 bekannten Zwangsarbeitern im Motorenwerk waren 227 Polen, 99 Franzosen, 85 Sowjetbürger, 81 Italiener und 77 Tschechen, 15 Holländer und drei Belgier. Dazu kommen noch die Kriegsgefangenen. Schon seit Februar 1942 hatte das Motorenwerk ein Lager für 300 Kriegsgefangene.
Nach Kriegsende wurde der Betrieb von Alliierten besetzt, bis 1949 wurden Kfz-Motoren der englischen Truppen instandgesetzt, dann Fahrradhilfsmotoren (Flink) gebaut
. "

1956 wurden dann unter dem Firmennamen Weserflug wieder Teile für die Flugzeugproduktion angefertigt. Spanende Bearbeitung blieb dadurch für lange Zeit der Arbeits-Schwerpunkt.

Die noch vorhandenen Alt-Gebäude aus der Gründerzeit sind in den folgenden Bildern in Dunkel-Klinker-Bauweise zu erkennen.

Mittlerweile hat Premium Aerotec, eine Tochter des EADS-Konzerns, den Betrieb im Besitz. Weiterhin wird spanende Fertigung von Komponenten für die Flugzeugindustrie von jetzt ca. 1300 Beschäftigten geleistet.

Zu den Produktengruppen von Premium Aerotec siehe hier http://www.premium-aerotec.com/Fertigung.html die Konzern-Darstellung im Internet.
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