Gesucht: Informationen über "Deutsche Werke Barth"

Rüstungsindustrie, Waffen- und Munitionsproduktion, Munitionsanstalten, Tanklager, Depots, U-Verlagerungen etc.
PeterS

Gesucht: Informationen über "Deutsche Werke Barth"

Beitrag von PeterS » 27.08.2003 17:12

Ich suche Informationen über die "Deutschen Werke" (Sprengmittelhersteller?) nahe der Stadt Barth in MVP sowie Informationen über das später dort eingerichtete Kinder- und Jugendheim "Judith Auer". Alles ist erwünscht, Bilder, Links, Texte, Zeitzeugen usw.

mfg PeterS

Geheim

Beitrag von Geheim » 27.08.2003 20:36

Meine Frau stammt von dort, jedoch gab es m.E. nur die PIW = Pommersche Industriewerke.
Nächste Woche habe ich mehr Infos.

Bunkerbob
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Beitrag von Bunkerbob » 28.08.2003 13:01

Geheim hat geschrieben: jedoch gab es m.E. nur die PIW = Pommersche Industriewerke.
PIW: Nutzung im 2. WK zur Herstellung von Brand- und Nebelmunition, Leuchtzeichen, Reiz- und Übungsmitteln
um 1945 zu ca. 75% durch sowjetische Truppen gesprengt, der Rest um 1952 durch deutsche Sprengfirmen.

Dann gab es noch die "Pommersche Eisengießerei Barth" gegr. 1874, die im 2. WK natürlich auch Munition herstellte (Granathüllen).

Aber "deutsche Werke" ?!?

Geheim

Beitrag von Geheim » 28.08.2003 18:28

Was Bunkerlob schreibt ist richtig, Auf dem Gelände der ehemaligen PIW befand sich bis 1990 eine Flarakstellung der NVA. Das Gelände ist aber jetzt abgeräumt. Es gab auf dem Gelände des Flughafen Barth auch eine ausgelagerte Flugzeugproduktion, m.E. von Bachmann.

Ich habe Literatur über das Militär in Barth. Ich muß aber erst noch einmal stöbern, wo das Heft bei mir ist. Außerdem kann ich am Sonntag Schwiegermutter erreichen. Sie mußte unter Oberheit der Sowjet-Armee die Bohrlöcher für die Sprengungen bohren.

Bitte etwas um Geduld.

Thomas

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klaushh
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Barth

Beitrag von klaushh » 28.08.2003 18:31

Moin, moin!

????

Die SA?
Die gab es bis 45. Was hatte die dort mit welchen Sprengungen zu tun?

Gruß
klaushh

Geheim

Beitrag von Geheim » 28.08.2003 18:56

@ klausHH

ließ bitte noch einmal den Beitrag. Ist geändert worden.
Aber nach 45 gab es auch wieder eine SA = Sowjet-Armee :mrgreen:

Thomas

PeterS

weiter so

Beitrag von PeterS » 29.08.2003 10:32

Langsam kommen wir der Sache näher. Es könnte evtl. hilfreich sein, daß das später dort eingerichtete Kinderheim im ehemaligen Verwaltungsbau seinen Platz fand. Einen im typischen Stil errichtetes, mehrgeschossiges Backsteinhaus direkt an der Straße Richtung Barth. Hinter dem Gebäude lag ein großer Hof und dahinter ein lichter Kiefernwald, zwischen dem noch die Reste von Bunkeranlagen, Löschteiche und große Schrotthaufen verborgen lagen. Der Zutritt zu diesem Gelände war uns Kindern im Jahr 1963 oder 1964 strengstens verboten, auch wegen der dort aufgefundenen Munition.
Die Bezeichnung "Deutsche Werke" stammt aus einer Quelle, über die ich heute nach so vielen Jahren nicht mehr verfüge, und die sich konkret mit den Außenlagern des Frauen-KZ in Ravensbrück befaßte.
Das Kinderheim "Judith Auer" existierte noch einige Jahre nach der Wende und wurde dann aufgelöst. Was aus dem Gebäude wurde, ist mir nicht bekannt.

mfg PeterS

maddin1975

Beitrag von maddin1975 » 12.08.2008 02:22

aus dem ehemaligen kinderheim sind nun wohnungen, bzw. eigentumswohnungen geworden.
meine frau stammt aus barth und konnte mir diese information liefern

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zulufox
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Beitrag von zulufox » 12.08.2008 09:03

Hallo,

Deutsche Werke: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Werke

eventuell Verwechslung mit:

http://www.dwm-schlutup.de/

Bevor weiter gerätselt wird: Wo genau (Straße nach Barth???? Welche denn?) befand sich das Kinderheim?

MfG
Zf :holy:
Friedrich Hebbel: Tagebücher:
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maddin1975

Beitrag von maddin1975 » 12.08.2008 12:20

das kinderheim judith auer befand sich am letzten ende der heutigen bertolt-brecht straße, sagt sie.
das ganze ist in barth - und nicht an einer straße in richtung barth! eventuell war es zu der zeit noch gar nicht weiter bewohnt und daher noch auf dem weg nach barth - die siedlung drumrum ist erst später zu ddr zeiten entstanden (vor ca 30-40 jahren)

wir haben noch mal die dort lebende oma angerufen, die konnte uns noch folgendes berichten:

die deutschen werke sollen demnach die "heinkel werke" gewesen sein, in denen strafgefangene flugzeugteile zusammengesetzt/montiert haben.
noch heute sieht man im gesamten waldgebiet dort reste der anlage (betonteile, fundamente, etc)

habe gleich noch mal bei google earth gesucht - das eingerahmte haus war das ehemalige kinderheim
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