Dt. Firmen und ihre unbekannten Produkte in Kriegszeiten

Rüstungsindustrie, Waffen- und Munitionsproduktion, Munitionsanstalten, Tanklager, Depots, U-Verlagerungen etc.
DrJones
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Beitrag von DrJones » 17.12.2009 21:25

751118 hat geschrieben:Hallo,

dezentrale Produktion ME 262:

Hauptfahrwerk bei Opel in Rüsselsheim,Triebwerksverkleidungen aus Lauingen ,Rumpfspitzen aus Günzburg.

Gruß Günter
Opel ist richtig, aber die Triebwerksverkleidungen wurden zwar in der Tuchfabrik Feller in Lauingen hergestellt aber eben nicht von dieser Firma. Es wurde damals zur Gewohnheit gößere Produktionshallen (Textil und Spinnerei-Industrie waren sehr beliebt) zu beschlagnahmen und Teilefertigung dorthin auszulagern. Die Herstellung erfolgte meist durch Zwangs-/ Fremdarbeiter unter Anleitung einer Handvoll Fachkräfte der Flugzeugindustrie, überwacht durch die SS. Rumpfspitzen wurden in Günzburg in der ESBI gefertigt aber nach gleichem Muster wie in Lauingen.
Der Werkzeug- und Vorrichtungsbau der Messerschmitt AG wurde nach Kempten disloziert, Fa. Spinnerei Weberei Kottern/Kempten.
Es wurde bei diesen Firmen nur Produktionsfläche geliehen/anektiert, kein Strumpfhersteller hat deswegen also auch gleich Jet-Teile produziert.

Gruß Andreas

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Fieldmouse
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Beitrag von Fieldmouse » 17.12.2009 21:25

Hallo Forum,
Da hast Du Dir aber ein gewaltiges Aufgabenpensum vorgenommen.
Also, so war das nicht gemeint.... ;)

Trotzdem, ist doch schon einiges schon ans Tageslicht gekommen, und die Existenz dieses Buches war bestimmt auch anderen nicht näher bekannt.
Was mich noch einmal interessieren würde, wäre, welcher Art die Produkte bei der Fa. Claas in Hw. zu Kriegszeiten waren.
Googeln hilft nichts, und hier gehts wahrscheinlich nur um Landtechnik:
http://www.claas-shop.com/shop/control/ ... 91D1C.jvm1

Ist jemand mehr bekannt ? Oder argus schaut mal kurz in sein Buch.... :-)

Gruß Fm.

Chris190572
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Re: Flugzeuge bei Schlingmann

Beitrag von Chris190572 » 18.12.2009 10:46

michast hat geschrieben:


Das mit der Firma Anker ist mir wohl bekannt. Aber das die Firma Schlingmann in Lemgo Flugzeuge gebaut haben soll ?!?
Gibt es da Quellen, wo man sich informieren kann, um welche Type es sich da gehandelt hat?
Unser Freund Google gibt da nichts her.

mfg
Michael

Hallo Michael,

das mit dem Flugzeugbau bei Schlingmann stand vor einigen Jahren in der Lokalpresse.
Das war ein Artikel über ein Projekt für arbeitslose Jugendliche. Die haben für ein Museum nochmal ein Flugzeug gebaut.
Wenn ich mich recht erinnere war das einer der hölzernen "Volksjäger" zum Ende des Krieges.
Ich weiß allerdings nicht mehr welche Stückzahlen damals genannt worden sind und ob Schlingmann nur die Zelle gebaut hat.

Gruß

Christian


Nachtrag:

Es handelt sich um die Tank Ta 154.
Das Ganze ist nicht über den Prototypenstatus hinausgekommen.
Es war allerdings geplant, da das Flugzeug aus Sperrholz war, den Bau in die,
bisher vom Krieg verschonte, Ostwestfälische Möbelindustrie zu verlagern.

Der Eintrag bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Focke-Wulf_Ta_154

Der in Lemgo gebaute Nachbau steht jetzt in Rechlin:
http://www.luftfahrttechnisches-museum- ... _154_.html

Ein Buch über Militär und Rüstung in Lippe zwischen 1914 und 1945
http://www.buchhandel.de/detailansicht. ... 9534-388-9

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stegerosch
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2500 Firmen - Sklavenhalter im NS-Lagersystem

Beitrag von stegerosch » 25.01.2010 17:04

Hallo liebe Forums-Freunde,

@Fieldmouse, der Link weicht zwar etwas von Deinem Thema ab, aber vielleicht ergeben sich dadurch neue Ansatzpunkte.

http://www.labournet.de/diskussion/gesc ... nliste.htm


Lieber Gruß,
stegerosch

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