Luftfahrtwerke Hamburg

Rüstungsindustrie, Waffen- und Munitionsproduktion, Munitionsanstalten, Tanklager, Depots, U-Verlagerungen etc.
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Gast

Luftfahrtwerke Hamburg

Beitrag von Gast » 07.02.2009 21:43

Liebe Leser,
Ende 1943 wurden die VDM Luftfahrtwerke AG von Hamburg ausgelagert. Mich interessiert die Auslagerung nach Bolkenhain nahe Jauer. Inzwischen weiß ich aus Berichten ehemaliger Arbeitskräfte, dass dort in dem Hochrüstungsbetrieb Teile für den Dreifach- und Vierfach-Propeller hergestellt wurden sowie Bugteile für die V1.
Die Direktion soll ausschließlich in schwarzen Uniformen gesehen worden sein und aus hochrangiger SS bestanden haben.
Wie kann man mehr über diesen Personenkreis erfahren ? Es müsste sich doch demnach um Aktive gehandelt haben --- oder ?
Freundlich grüßt
Monika E.

DrJones
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Re: Luftfahrtwerke Hamburg

Beitrag von DrJones » 15.02.2009 11:27

Monika Ehrentraut hat geschrieben:Liebe Leser,
Ende 1943 wurden die VDM Luftfahrtwerke AG von Hamburg ausgelagert. Mich interessiert die Auslagerung nach Bolkenhain nahe Jauer. Inzwischen weiß ich aus Berichten ehemaliger Arbeitskräfte, dass dort in dem Hochrüstungsbetrieb Teile für den Dreifach- und Vierfach-Propeller hergestellt wurden sowie Bugteile für die V1.
Die Direktion soll ausschließlich in schwarzen Uniformen gesehen worden sein und aus hochrangiger SS bestanden haben.
Wie kann man mehr über diesen Personenkreis erfahren ? Es müsste sich doch demnach um Aktive gehandelt haben --- oder ?
Freundlich grüßt
Monika E.
Hallo Monika,

In der Zeit des Nationalsozialismus war es für Direktoren, Fabrikanten usw. üblich Mitglied in SA oder SS zu sein. Zum einen war es natürlich wirtschaftlich lukerativ, zum anderen sicherte man sich dadurch ab. So war z.B. Theo Croneiß (Werkdirektor Meeserschmitt Regensburg) zuerst im Stab des SA-Führers Röhm. Durch Rudolf Hess gewarnt, entging er der Zerschlagung der SA und wechselte in den Stab Hitlers Stellvertreter Hess. Er trat auch der Luftwaffe und der SS bei. Laut Aussage seines Sohnes Gernot versuchte er sich so nach allen Seiten abzusichern, was bei den ständigen Machtspielen und Intrigen im Dritten Reich überlebenswichtig war.
Meinst Du mit Personenkreis die Direktion und was verstehst Du unter "Aktive"?
Wenn der Auslagerung ein Konzentrationslager oder Zwangsarbeiterlager beigestellt war (und das wars es fast immer damals) sollte sich auf jedenfall was finden lassen.

Gruß Andreas

DrJones
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Re: Luftfahrtwerke Hamburg

Beitrag von DrJones » 15.02.2009 11:37

Naja, ich google mal kurz und finde das hier viewtopic.php?t=12536
Das hier ist aber noch besser http://www.vksvg.de/print.php?threadid= ... bd719942ff
Mal abgesehen davon, daß eine konkrete Beschreibung was Du suchst und warum erfolgversprechender wär, liest sich das ganze recht spannend.
Es ruft aber auch "komische" Zeitgenossen auf den Plan

Gruß Andreas

Gast

Luftfahrtwerke Hamburg

Beitrag von Gast » 15.02.2009 12:42

Hallo Andreas,
danke für die Hinweise. Ja, über die Zwangsarbeit lassen sich bestimmt Namen finden. Aber es werden nicht die Personen sein, die ihre Ehefrauen Anfang Februar 1945 auf dem Rückweg nach Hamburg über Sagan, Sorau Cottbus wertvolles Firmen- und Privatkapital mitgaben. Croneiß ist gut. Ich werde mich einmal mit den Industriellen diese Umfeldes beschäftigen.
Beste Grüße
Monika

DrJones
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Re: Luftfahrtwerke Hamburg

Beitrag von DrJones » 15.02.2009 13:53

Naja, den Herrn Croneiß habe ich nur mal als Beispiel gebracht, da wusste ich noch nicht um was es Dir wirklich geht.
Sollten die Personen die Du suchst wirklich Verfügung über soviel Privat-/Firmenkapital gehabt haben, müssen sie leitende Positionen innegehabt haben. Dann tauchen sie auch in den Akten der Konzentrations- und Zwangsarbeiterlager auf.
Ich würde mal recherchieren ob noch Personalakten des Werks existieren, bei der Messerschmitt AG als Beispiel hat das Deutsche Museum in München diese Akten übernommen.
Das Bundesarchiv hat anscheinend auf jedenfall Bestände über die VDM http://www.bundesarchiv.de/foxpublic/E6 ... ml&oben=b-
(Bd. 2 Detailansicht klicken)
Das hier könnte auch interessant sein http://www.hessischeswirtschaftsarchiv. ... /0118.html

Ich würd trotzdem auf jedenfall konkret erläutern was/wen Du wirklich suchst und warum. Ich würde alle bekannten Fakten schildern und Vermutungen erwähnen aber auch als solche abgrenzen.
Glaub mir, so gelangst Du schneller ans Ziel.

Viel Glück

Gast

Luftfahrtwerke Hamburg

Beitrag von Gast » 15.02.2009 15:21

Liebe Leser,
seit 1970 suche ich nach meiner Identität, die vom Roten Kreuz als einzelnes, nichtdentifizierbares Ost-Flüchtlingskind dargestellt wird, von der Stadt Cottbus und dem Land Brandenburg als Inzest- oder auch SS-Produkt, bei Politikern der Bundesregierung und der Generalbundesanwältin im Sommer 2008 als " nicht veränderbare Sachlage" erscheint. Der Außenminister verweigert jede Antwort und jede Nachforschung im Archiv des AA.
Die neuesten Fakten : Aus Hamburg nach Bolkenhain evakuierte Familienangehörige aus der Luftfahrtindustrie werden Anfang Februar 1945 zurück bis Cottbus transportiert. Hier warten die beiden Frauen mit vier noch kleinen Kindern auf ein etwa 6jähriges Mädchen, das wegen Masern in Leipe zurück geblieben war. Am 15. Februar 1945 sterben die Frauen bei dem Bombenangriff auf Cottbus. Die von ihrem Arbeitgeber ( Schokol.Fabrik Burk&Braun) zur Betreuung der sehr gepflegten Kinder abgestellte Betreuerin verteilt sofort die Kinder einzeln unter fremden Namen und eignet sich das Gepäck an. Mit einer hohen Devisensumme und dem etwa 6 Monate alten jüngstem Mädchen der Gruppe wird G. Th. nach Stadensen bei Celle gebracht, weil sie nach Kriegsende das Kind zu den Verwandten der Mutter nach Argentinien bringen sollte. Sie traf im Nov. 1945 eine andere Entscheidung. Da die beiden fremden Frauen in Cottbus trotz ihrer außergewöhnlich guten ökonomischen Situation niemanden über ihren Aufenthalt informieren konnten und auch später niemand die einzelnen Kinderportraits in den Suchzeitungen erkannte, ist zu vermuten, dass es keine Familienangehörigen in Deutschl. gab. Dafür sprechen auch die damals unvollkommenen Deutschkenntnisse der 1940, 1941 und 1943 geborenen Kinder.
Das Gepäck dieser Evakuiertengruppe wurde Ende 1945 in Cottbus der russischen Kommandantur übergeben. Die Überbringer durften eine Devisensumme im Wert von mindestens 5-10 000 Dollar behalten und begannen sofort ihre Karriere beim KGB, später Staatssicherheit der DDR. Das erst 1946 von Leipe in die SBZ überstellte älteste Mädchen ist bis zur Übergabe in eine private Pflegestelle in Gornsdorf im November 1946 nachweisbar. Dann verliert sich auch deren Spur vollständig. Aber 1953/1954 beginnt ein Cottbusser Beteiligter seine Auslandsreisen als Doppelagent nach Übersee. . .
Vermutung : 1. Das Gepäck bestand aus Aktienkapital, welches für die russische Besatzungsmacht und heute für die Bundessregierung von hohem Wert war / ist. 2. Das älteste Mädchen wurde für den Zugang zu einer Industriellenfamilie im Luftfahrtsektor in Übersee genutzt. Der Luftfahrtsektor ergibt sich aus der Spezialausbildung des Doppelagenten, der 1943 in Celle als Nebelwerfer ausgebildet worden war (21.SF im Werferregiment 83 oder 84, Volkswerfer Brigade 7). Frage : Wer kennt Namen ehemalige Hamburger Industrieller aus der Luftfahrt-Industrie ? Ergänzung :Seit 2000 habe ich trotz des Widerstandes des DRK-Suchdienstes durch private Helfer drei Frauen gefunden, die 1945 bei mir in der Cottbus-Gruppe waren (positive DNA-Anylyse 2001) !
Freundlich grüßt
Monika Ehrentraut

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