Arado Brandenburg

Rüstungsindustrie, Waffen- und Munitionsproduktion, Munitionsanstalten, Tanklager, Depots, U-Verlagerungen etc.
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deproe
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Beitrag von deproe » 20.04.2008 15:09

@Büttner: Bitte gucke hier bei "Martin2" - 20.04.2008, 2:32 Uhr-
Du weißt, wie mehrere Betonplatten-Fugen durch flüssigen Teer
versiegelt wurden - damals? (Autobahn, Flugplätze)

Gut.
Du suchst eine (mehrere) Betonfläche dieser Art. Diese war
quadratisch, so etwa 10 Meter. Mehrere Betonplatten, mit Teer
verfugt.
auf dem Neuendorfer Arado-Gelände habe ich solche Flächen nicht gefunden!


Komme gerade von einer Begehung, bereite die Bilder mal noch auf.
Es geht,um das NO-Gelände von Arado, nach dem 2.WK - Besetzung "Rote Armee". Hab auch einen Bewohner dort befragen können, der als Kind in den 60-igern dort gespielt hat.
Auf diesem Gelände steht bloss noch die Kommandantur der Sowjet. Garnison in BRB, einige wenige Grenzmauern.
Er bestätigte mir auch, dass dort u.a. eine Einheit stationiert war, die auf dem Gelände Fahrschulübungen durchgeführt haben.
Zuletzt geändert von deproe am 20.04.2008 17:18, insgesamt 1-mal geändert.
bis dann gruß deproe

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Beitrag von deproe » 20.04.2008 17:04

Nach dem 2.WK wurde das gesamte Gelände von der heutigen friedrich-Engels-Str. bis zum Breitlingsee von der Roten Armee benutzt. Auf diesem dargestellten Areal nordöstlich muss man sich das neue Stahlwerk - westl. - und die Gleisanlagen wegdenken.
Aussage des Bewohners: Da wo "Hubschraubergelände" auf der GE steht, waren die Hubschrauber stationiert. Er selbst durfte auch mal mitfliegen. Nach dem Abzug der Hubschrauberstaffel Ende der 60-iger - wie schon vorn mal beschrieben - kam eine "Transport"-Einheit, die auch Fahrschulübungen auf dem Gelände machten.
Auch in Neuendorf gab es eine Fahrschuleinheit. Die Radarstation in Neuendorf existierte die letzte Querstr. hoch zum ehemaligen Aradogelände hinter der heut letzten Häuserzeile. Desweiteren war das Flugfeld des Aradowerksflughafen nördlich abgrenzend an die Einsteinstr. und westl. bis fast an das Wohnungsgelände ehemaliger Werksangehöriger der Opel-Werke bzw. des Panzerwerks auf dem alten Stahlwerksgelände am Silokanal. Weiterhin arbeitete er auf dem heutigen Gelände der Zahnradfabrik (ZF), bis 1990 Getriebewerk ehemals Arado BRB in der Härterei. Die Härterei-Halle ist zwischenzeitlich abgerissen worden.
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Beitrag von deproe » 20.04.2008 17:14

noch ein paar Fotos
@Büttner : hoffe dir jetzt erst einmal geholfen zu haben - die KPP, also Wache, hatte ich ja schon mal vorher betont, existiert wohl in diesem Bereich nicht mehr, da Vieles in der Zwischenzeit abgerissen wurde.
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Beitrag von Büttner » 21.04.2008 16:01

deproe hat geschrieben:noch ein paar Fotos
@Büttner : hoffe dir jetzt erst einmal geholfen zu haben - die KPP, also Wache, hatte ich ja schon mal vorher betont, existiert wohl in diesem Bereich nicht mehr, da Vieles in der Zwischenzeit abgerissen wurde.
@deproe,
das hast Du in der Tat, vorbildliche Arbeit. Nun sehe ich ich hoffentlich ganz gut durch. Vielen Dank für Deine Mühen.

Vokabelproblem - wegen der Hubschrauber, ich meine das man unterscheiden muss zwischen der Stationierung der Hubschrauberstaffel und zwischen der zeitweiligen Nutzung eines auf dem Gelände befindlichen Hubschrauberlandeplatzes (HLP). Zwei verschieden Örtlichkeiten und auch zwei verschiedene Zeitepochen. Letzterer - der HLP - befand sich mindestens in den 80er auf dem Areal der "Radarstation", also Neuendorf. Hier können eigentlichen nur noch Anwohner weiterhelfen die zu einer Aussage in der Lage sind wo denn genau in den 80er Jahren die Hubschrauber (Einzahl) gelandet sind. Sofern keine Verwechslung mit der Hubschraubereinheit vorliegt.
Das Problem ist nun aber jenes das ich nicht sagen möchte wo ich den HLP vermute, die Zeitzeugen selbst müssen das tun. Denn diese sollten dorten ja mal einen Hubschrauber gesehen haben. Die Antwort muss von ihnen kommen. Ich selbst habe nur ungenaue Angaben über die Lage eines russischen HLP auf ehem. Flugfeld.

Die Aussage des Zeitzeugen bezüglich des Stationierungsortes der Hubschraubereinheit auf dem Flugfeld nehme ich überdies freudig zu Kenntniss.

Das mit der Fahrschuleinheit ebenso. Kann man denn sagen wie lange denn die Russen dort das Gelände für diese Zwecke nutzten?

Sieht so aus als wenn die Gleisanlagen das Stahlwerkes das Flugfeld in zwei Teile zerschnitten und die gesamte russische Liegenschaft faktisch getrennt wurde.

files/thumbs/t_P4200021.JPG
Zu diesem Bild, ich meine ein klassische Garage der Wehrmacht zu erkennen. Was sucht diese an einem Werkflugplatz von Arado?

Gast

Beitrag von Gast » 21.04.2008 22:53

Hallo deproe,

herzlichen Dank für Deine sehr präzise Darstellung: Ich kann meist folgen.

@Büttner: Diese Wehrmachtsgarage: Wenn ich recht verstehe, war dort
ein Fliegerhorst, der nach und nach umgewidmet wurde?

Ist es vorstellbar, dass die Luftwaffe sich da noch was schönes baute,
bevor die Liegenschaft komplett an Arado-GmbH ging?

Die Frage insoweit: Im Web gurkt da ein Hinweis rum, den man so
mißverstehen könnte. - Was sagt denn der andere kompetente mitlesende
Herr zu dem Thema?

Martin

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Beitrag von Büttner » 22.04.2008 15:32

martin2 hat geschrieben:Hallo deproe,

herzlichen Dank für Deine sehr präzise Darstellung: Ich kann meist folgen.

@Büttner: Diese Wehrmachtsgarage: Wenn ich recht verstehe, war dort
ein Fliegerhorst, der nach und nach umgewidmet wurde?


Ist es vorstellbar, dass die Luftwaffe sich da noch was schönes baute,
bevor die Liegenschaft komplett an Arado-GmbH ging?

Die Frage insoweit: Im Web gurkt da ein Hinweis rum, den man so
mißverstehen könnte. - Was sagt denn der andere kompetente mitlesende
Herr zu dem Thema?

Martin
zu 1 - Ich denke NEIN, reiner Industrieflugplatz, genaueres könnte zf dazu sagen?

Diese Garage könnte ich mir derart erklären das am NO-Flugfeldrand sich eine Kaserne der dt. Wehrmacht befand.

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Beitrag von zulufox » 22.04.2008 18:09

Hallo ihr Zwei,

ich stimme Stefan voll und ganz zu. Brandenburg-Industrie war als reiner Werksflugplatz geplant und gebaut (Was ja nicht heißt, dass während des Krieges nicht auch Lw-Flugzeuge da ab und an gelandet sind).

Wie wäre es, wenn mal jemand Bilder von den Gebäuden hinter den Garagen einstellt. Auf GE und den alten Luftbildern sieht das für mich wie Kasernenbauten aus. (Ist für mich jetzt etwas weit, da hinzufahren, nur um die Frage zu klären) Das Stadtarchiv könnte dazu ja eventuell auch etwas hergeben.

MfG
Zf :holy:
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"Nichts ist leichter als Selbstbetrug, denn was ein Mensch wahrhaben möchte, hält er auch für wahr."

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Beitrag von Büttner » 22.04.2008 19:01

zulufox hat geschrieben:Hallo ihr Zwei,

ich stimme Stefan voll und ganz zu. Brandenburg-Industrie war als reiner Werksflugplatz geplant und gebaut (Was ja nicht heißt, dass während des Krieges nicht auch Lw-Flugzeuge da ab und an gelandet sind).

Wie wäre es, wenn mal jemand Bilder von den Gebäuden hinter den Garagen einstellt. Auf GE und den alten Luftbildern sieht das für mich wie Kasernenbauten aus. (Ist für mich jetzt etwas weit, da hinzufahren, nur um die Frage zu klären) Das Stadtarchiv könnte dazu ja eventuell auch etwas hergeben.

MfG
Zf :holy:
Ich tippe wie schon angedeutet auf eine dt. Kaserne. Die Gebäude der Werkssiedlung sehen zumindest auf GE wie Kasernenbauten aus. Muss aber nichts heißen. Wurden hier als Opel Werkswohnungen bezeichnet. Sind vieleicht keine?

Weiter vorne merkte ich die klassische dt. Inst. schon einmal an. Die haben in der Mitte ein erhöhtes Dach. 2,4 oder 6 Einfahrten. Die Ausrichtung der "Kasernenbauten" ist ja sehr auffällig. Arado hätte sich sicherlich nicht eines Typbauwerkes der Wehrmacht bedient.
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Beitrag von deproe » 26.04.2008 21:57

1. Danke für die Blumen
2. Es ist richtig, dass dort auch deutsche Kasernen, wie schon in einem andren Beitrag - General-Litzmann-Kaserne in der heutigen Friedrich-Engels-Str. - existierten.
3. Es existieren 2 dieser als Wehrmachtsgaragen identifizierten Bauwerke
4. Der Zeuge sprach extra für diesen Teil des Geländes von Opel-Mitarbeiter-wohnungen, obwohl meine Tendenz auch mehr zu Militärkasernen neigt. Doch dieser Zeuge wohnt selbst in diesen Häusern - nebenbei bemerkt er klagt über Schimmel im Keller!
Sind denn Kasernen zu der Zeit, so errichtet worden ( mit Keller ) oder anders gefragt die Wohnungen für Werksangehörige-wie sahen die aus? Ein Foto ist im vorderen Bereich des beitrages zu finden.
Vielleicht kann einer so eine garage mal reinsetzen!!!
5. Hatte das auch schon vorn mal dargestellt: die sowjet.Hubschrauberstaffel Mi1 und Mi4 hatten ihre HLP´s etwa unter den jetzigen Eisenbahngleisen und auf dem dann folgenden Fahrschulgelände und waren lt. Stadtarchiv und dem schon von Brekow´s Ausführungen von Herbst 1956 bis Anfang August 1968 dort in der o.g. Kaserne untergebracht, also eine ideale "Stationierung". Der Zeuge hat selbst daraufhingewiesen, dass nach dem Verlassen dieser sowjet. Einheit, vieles zerstört, dem Erdboden gleichgemacht wurde. Das Flugfeld des Aradoflugplatzes ist dementsprechend auch in Mitleidenschaft gezogen worden. Die tiefen Furchen verursachten dann auch anfangs Kettenfahrzeuge der Fahrschuleinheit der 1. Ingenieur-Pionierbrigade bis 08-1993. Auch die von mir aufgefundenen Einzelfundamente in diesem Bereich zeugen von ehemaligen Fahrzeughallen der GSSD.
Fotos ganz vorn!!!
bis dann gruß deproe

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Beitrag von deproe » 26.04.2008 22:54

zulufox hat geschrieben:Hallo ihr Zwei,

ich stimme Stefan voll und ganz zu. Brandenburg-Industrie war als reiner Werksflugplatz geplant und gebaut (Was ja nicht heißt, dass während des Krieges nicht auch Lw-Flugzeuge da ab und an gelandet sind).

Wie wäre es, wenn mal jemand Bilder von den Gebäuden hinter den Garagen einstellt. Auf GE und den alten Luftbildern sieht das für mich wie Kasernenbauten aus. (Ist für mich jetzt etwas weit, da hinzufahren, nur um die Frage zu klären) Das Stadtarchiv könnte dazu ja eventuell auch etwas hergeben.

MfG
Zf :holy:
Hallo zulufox,

Vielleicht reichen die?
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