Besichtigungsvorschlag Muna Ringelstein

Rüstungsindustrie, Waffen- und Munitionsproduktion, Munitionsanstalten, Tanklager, Depots, U-Verlagerungen etc.
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zulufox
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Re: Munabrücke

Beitrag von zulufox » 30.12.2006 11:56

Bunkerpaul hat geschrieben: Ich frage mich nur, was die für einen Sinn machen.

Die Muna geht nach meinen Beobachtungen jenseits der Brücken nicht weiter.
Sollte sie erweitert werden?
Hallo Bunkerpaul,

die Brücken, das geht aus Karten und GE hervor, liegen ziemlich mitten im Lagerbereich der Luftwaffemunitionsanstalt 1/VI.

Die Bilder und die Aussagen zeigen deutlich, dass es sich um einspurige Straßen handelt, auf denen die Munition vom Arbeitsbereich in die Bunker und dann später vom Lagerbereich in den Versandbereich gefahren wurde.

Wenn du auf GE mal genau hinschaust, dann siehst du z.B. im Osten der größeren (nördlichen) Brücke mehrere "Löcher" im Baumbewuchs. Das sind die Standorte der ehemaligen Munitionslagerhäuser.

MfG
Zf :holy:
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petzolde
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Beitrag von petzolde » 30.12.2006 12:21

Zwei Eingänge und davor eine Mauer ? Das hatten wir doch kürzlich in einem anderen thread, wo es um Propagandamaterial der NVA und Fotomontagen ging. Dort schien eine Mauer vor den Zugängen unplausibel.

Zu den Brücken:
Auf dem letzten Bild der Serie ist ein Schacht im "Gehweg" zu sehen. Regenentwässerung in der Fahrbahn bzw. in der Gleistrasse würde Sinn machen, aber im Gehweg?

Aus dem Schotter im Bild vermute ich, daß hier Gleise lagen oder liegen sollten. Insofern machen die Brücken Sinn. Ähnliches ist mir aus der Anlage Sterbecke (Hagen) bekannt.
gruß EP

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zulufox
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Beitrag von zulufox » 30.12.2006 13:28

petzolde hat geschrieben:Zwei Eingänge und davor eine Mauer ? Das hatten wir doch kürzlich in einem anderen thread, wo es um Propagandamaterial der NVA und Fotomontagen ging. Dort schien eine Mauer vor den Zugängen unplausibel.

gruß EP
Hallo Petzolde,

die "Altvorderen" waren ja nicht doof, in vielen "neueren" Munas waren die größeren MLH (Munitionslagerhäuser) so gebaut, dass der Boden in Höhe der Lkw-Ladefläche lag, man somit vor allem die schwereren Kaliber nicht mehr heben bzw. senken musste.

Wenn ich mich recht erinnere, dann war auf dem NVA-Bild aber zu erkennen, dass die Mauer mit Gitter drauf vor der Tür war.

MfG
Zf :holy:

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Buddelflink
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Beitrag von Buddelflink » 30.12.2006 16:33

Solch Rampen sind schon praktisch.
Jedoch das angesprochene Foto im anderen Thread- kein Vergleich zu diesem alten Mun- Lagerbunker. Der "Hügel" ähnelte eher einem Wasserwerk oder ... ..oder....oder...... :mrgreen:

Grüße
BF

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Beitrag von GB260 » 04.01.2007 20:18

Noch mal ne Ergänzung dazu:
Wenn man sich die Brücken und die Zu- und Abfahrtswege auf einer Topo-Karte oder in GE mal genauer anschaut, sieht man, das die Wege parallel zueinander und parallel zu 2 weiteren Wegen in konstanter Höhe (in der Topokarte parallel zu den Höhenlinien) verlaufen. Diese Wege sind, wie schon erwähnt, breite, ebene, geschotterte Waldwege, die zum Teil durch künstliche Einschnitte verlaufen.
An diesen Wegen findet man heute noch Bunkerreste, übrigen sehr schön bei TIM-online in der Karte DG 1:5000 zu erkennen.

Meine These:
Die Lagerung der Munition erforderte ein weitläufiges Areal, um bei "Unfällen" immer nur eine Teilmenge detonieren zu lassen. Da der Ringelsteiner Wald aber nicht eben ist, legte man diese Zufahrtswege zu den weit verteilten Bunkern als konzentrische Wege auf konstantem Höhenniveau an.
Habe das mal im Screenshot "nachgemalt".
An 2 Stellen hätte dieses Verfahren aber zu Umwegen mit spitzen Kehren geführt, daher überbrückte man die Taleinschnitte mit Brücken.
Die Zufahrt und überwindung des Höhenunterschiedes erfolgte auf den im Bild rechts und links noch erkennbaren, geraden Wegen.

Na ?
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bettelmönch

Beitrag von bettelmönch » 14.01.2010 20:26

nabend leute..
habe mich auch über die muna brücken gewundert und über einen ehemaligen wehrdienstkumpel.....der hat einen förster und mehrer ältere herrn befragt...

die aussagen der herrschaften war das die rein zur logistischen führung des depots war.. sprich einbahstraßen für abholung der fertigen munitionsteile......

klar ein teures unterfangen solche brücken dahin zu bauen aber wenn man vor ort ist erscheint das plausiebel......


grüße

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arachnoPhil
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Beitrag von arachnoPhil » 12.06.2014 11:10

Moin,

der letzte Eintrag hier ist ja schon vier Jahre alt.
War einer von euch in letzter Zeit mal dort?

Ich habe nach meinem Besuch dort einige Fragen.


Gruss... Phil...

Bunkerbob
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Digitales Geländemodel

Beitrag von Bunkerbob » 23.07.2014 10:40

Hier sieht man sehr schön die noch auf der Erdoberfläche sichtbaren Spuren der MUNA, inkl. der gesprengten Bunker.
Die beiden Brücken sind "verschwunden" - das Rechnerprogramm hat sie als "künstliche Objekte" erkannt und herausgerechnet.
Aber man sieht sehr schön, dass die nicht "sinnlos im Wald herumstehen", sondern erforderliche Verbindungswege innerhalb der MUNA waren.

Gruß
Robert
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dada81
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Beitrag von dada81 » 29.01.2015 16:15

Ich kenne da jemanden der bei Interesse auch eine Führung anbieten könnte

Bowser
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Re: Besichtigungsvorschlag Muna Ringelstein

Beitrag von Bowser » 10.06.2019 21:43

Ich hätte Interesse an einer Führung

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