holländische Zwangsarbeiter bei der Reichspost in Leipzig

Zwangsarbeit, Fremdarbeiter-, Konzentrations- und Kriegsgefangenenlager (STALAG, DULAG etc.) und deren Außenlager
Ahnen
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holländische Zwangsarbeiter bei der Reichspost in Leipzig

Beitrag von Ahnen » 14.02.2016 13:45

Hallo, ein holländischer Zwangsarbeiter war bei der Reichspost in Leipzig. Das Lager war in der Holzhäuser Str. in Leipzig "Betriebslager Postsportplatz" Leipzig O 27 (heute 7027) Holzhäuser Str. Wo könnte ich dazu Infos und Unterlagen erhalten? Er belud Waggons mit Post. In diesen Zusammenhang die Frage, was heist "Sw" ? Muß eine Abkürzung für diese Waggons sein.
Danke
Lutz

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MikeG
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Beitrag von MikeG » 15.02.2016 15:10

Moin Lutz!

Hast Du es schon mal beim Stadtarchiv probiert? Eine weitere Anlaufstelle könnte das Archiv der Museumsstiftung Post und Telekommunikation sein.

Mike

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Beitrag von Ahnen » 15.02.2016 16:52

Ja Stadtzarchiv habe ich schon erfolglos... Das zweite kannte ich noch nicht
Danke

Lutz

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Beitrag von MikeG » 16.02.2016 13:28

Nicht zu vergessen: Die jeweiligen Landeszentralen für politische Bildung.

Mike

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kuhlmac
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Re: holländische Zwangsarbeiter bei der Reichspost in Leipzig

Beitrag von kuhlmac » 17.02.2016 07:54

Ahnen hat geschrieben: Leipzig O 27 (heute 7027) [..]In diesen Zusammenhang die Frage, was heist "Sw" ? Muß eine Abkürzung für diese Waggons sein.
Danke
Lutz
Hallo, Lutz,
7027 war die DDR-Postleitzahl. Heute 04299.

Zu dem "Sw": Könntest du das bitte etwas konkretisieren? Vielleicht mit einem Zitat?

Beste Grüße

Christian
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Re: holländische Zwangsarbeiter bei der Reichspost in Leipzig

Beitrag von ROG » 22.08.2019 11:59

Hallo
Im Film "MIMO - Geschichte eines Werkes" sind die Lager der MMW benannt, im nächsten Film die der Erla Werke. Dazu habe ich mit der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig zusammengearbeitet.

Gruß
ROG
www.rog-film.de

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Buddelflink
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Re: holländische Zwangsarbeiter bei der Reichspost in Leipzig

Beitrag von Buddelflink » 22.08.2019 16:08

Am 30. August wird eine digitale Karte mit dem Inhalt "NS-Zwangsarbeit in Leipzig" freigeschaltet:

https://www.l-iz.de/bildung/zeitreise/2 ... llt-291006

VG
Andreas

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Re: holländische Zwangsarbeiter bei der Reichspost in Leipzig

Beitrag von Wolkser » 16.07.2020 18:44

Hier ein Link zum Verzeichnis der betreffenden Objekte in Leipzig:

https://nszwangsarbeitleipzig.files.wor ... ichnis.pdf

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Re: holländische Zwangsarbeiter bei der Reichspost in Leipzig

Beitrag von Bertill » 17.07.2020 23:50

Moin, moin.

Bitte Schau mal dieses Links an.

https://www.zwangsarbeit-archiv.de/buec ... index.html

http://www.berliner-geschichtswerkstatt ... /index.htm

Internationaler Bund Zwangsarbeiter 1940-1945
Confédération Internationale des Travailleurs Forcé
(Internationaal Verbond van Dwangarbeiders)
6, Rue Saint-Marc
F-75002 Paris, France

Mit freundliche grusse,
Bertill.

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Re: holländische Zwangsarbeiter bei der Reichspost in Leipzig

Beitrag von Bertill » 18.07.2020 01:21

Moin, moin.
Noch etwas uber Die Hollandische Postbeambter (PTT) in Leipzig.

Die Reichspost hatte im laufe des Krieges
grosse problemen, ca. 50% von die Deutsche Beambter wirden beim Krieg eingesetzt.
In Holland versuchte man Hollandische Postbeambter nach Deutschland zu schicken.
Die erste mal anfang 1942. Auf freiwillige basis gab es kaum 100 Postbeambter wolche tatsachlich
nach Deutschland gangen zum Arbeit bei der Reichspost.

In Juni 1942 folgte es ein Befehl von der Besatzer sofort 1241 Postbeambter, dienstverplichtet, nach Deutschland zu Schicken.
Vorlaufig versuchte die Hollandische Post (PTT) mittels ein Verlosung unter das 18 bis 40 jahrige
Personal diese Beambter An zuweisen. Aber ohne Erfolg.

In Juni 1942 folgte die erste grosse gruppe nach Deutschland, allen jung und unverheiratet.
Wahrend Herbst 1942 sollte die Hollandische Post (PTT) noch mal 4000 Beambter liefern.

Man hat versprochen das die Hollandischer Postbeambter in Pension und Partikulieren untergebracht werden,
aber die meisten sind in Arbeitslager gelandet.

Die situationen in dieses Arbeitslager war von sehr gut bis sehr slecht.
Es gab ein grosse menge von Beschwerden.
Spezial fur die Behandlung diese Beschwerden war ein Inspecteur ernannt, Ir. B.C.V. Ockerse.

IIr. B.C.V. Ockerse hat sich eingesetzt zum verbesserung die Wohnsituation und Behandlung der Hollandischer Postbeabter,
spezial in ua. Dusseldorf, Leipzig und Dresden. Und mit erfolg. Vielen werden gelagert in Hotels, Theaters und Schule.
Auch die versorgung, Urlaub und Gehalt wird verbessert.

So gab es eine klare Unterscheidung zwischen Hollandische Zwangsarbeiter in Dienst der Reichspost
in vergleich andere Hollandische Zwangarbeiter.

Mit freundliche grusse,
Bertill.

Quellen,
De oorlogsjarn van mijn vader deel 1, Theo Kentie.
Werken Duitsland 1940-1945, Karel Volder, 1990, ISBN 90 52940134

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