Kriegsgefangenenlager Rieseby

Zwangsarbeit, Fremdarbeiter-, Konzentrations- und Kriegsgefangenenlager (STALAG, DULAG etc.) und deren Außenlager
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bettika
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Beitrag von bettika » 28.09.2014 14:33

Hallo,
dank an Jürgen und Leif für Eure Unterstützung :thumbup:
Bei Piening finden sich Hinweise auf
Das aus dem Heimatstab Brandenburg (einem Truppenteil der Division Brandenburg) gebildete III. Ersatz- und Ausbildungsbataillon mit seinen Ausbildungs-, Genesenden- und Marschkompanien lag auf die Landschaft Schwansen verteilt in Rieseby, Waabs, Norby, Loose, Grünholz, Blumenthal, Kosel, Barkelsby und Bohnert....Als am 5. Mai der Waffenstillstand in Kraft trat, verblieben die Einheiten in ihren Unterkünften.
Es gab schon Hinweise auf ein Marinelager in Rieseby marinelager-in-rieseby-t15425.html?highlight=rieseby
wobei ich dem Text nicht entnehmen konnte, warum es ein Marine-Lager geweesen sein sollte :?:

Ein weiterer Hinweis auf Kleinkampfverbände bei Mattes "Die Seehunde" über das LK 300
Die Seehund-Fahrer gingen in die Kriegsgefangeschaft. Sie wurden soweit bekannt, größtenteils in ein großes Auffanglager nördlich Eckernförde in der Gegend von Rieseby gebracht, wo sie sich relativ frei bewegen konnten....



Grüsse
Beate
„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

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Beitrag von bettika » 19.08.2016 22:52

bettika hat geschrieben:
klaushh hat geschrieben:Moin, moin!
PS: Rieseby wird im Band "Westküste 1945" auf Seite 181ausdrücklich mit der Unterbringung von Ausbildungseinheiten erwähnt, die nach dem Waffenstillstand in ihren "Unterkünften" verblieben (Ansatzpunkt für Stefan).
Hallo,
am Thema Lager und militärische Einrichtungen rund um Rieseby bin ich auch interessiert.
In einem Verzeichnis der Teilnehmer an der Funkschaltung der Kleinkampfverbände
(vermutlich nahe Kriegsende) findet sich u.a.
-Sammellager Eckernförde Försterei Petriholz bei Rieseby

Die Försterei Petriholz konnte ich im MTB finden.
Hallo,
ein Hinweis auf den Verbleib des KdK mit Admiral Heye bei nach Kriegsende
könnte ein Foto des IWM bringen
23 MAY 1945, ECKENFORDE....LED A SMALL PARTY OF ROYAL MARINES AND RATINGS TO RAID THE ISOLATED FARM HOUSE HEADQUARTERS OF ADMIRAL HEYE, ADMIRAL IN CHARGE OF GERMAN MIDGET U-BOAT AND HUMAN TORPEDO FORCES http://www.iwm.org.uk/collections/item/object/205160120
Das Gebäude sieht nicht nach Barackenlager und auch nicht nach Bauernhaus aus.
Auffallend die großen Sprossenfenster oder sogar -Terassentüren, halte ich eher für ein Gutshaus, Mein Verdacht ist Gut Stubbe, http://www.gut-stubbe.de/
ca 1000m von der o.g. Försterei Petriholz entfernt. Die Sprossenfenster sind ähnlich, die Fensteraufteilung in der Fassade stimmt aber nicht genau überein. Die Landarbeiterhäuser haben ähnliche Sprossenfenster
Die Försterei selbst kommt nicht in Frage.

Was aber nicht ins Bild passt ist das scheinbar flach geneigte Dach, erkennbar rechts im Bild auf dem IWM Foto. Kann das eine Täuschung sein.

Die Fensteraufteilung passt auch nicht 100% ; was meint ihr?
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Beitrag von Shadow » 20.08.2016 12:22

Hallo Beate,
die Bilder, die Du da als Vergleich geliefert hast, passen für mich auf jeden Fall nicht.
Zwischen dem Haus und der Wiese, auf der die Herren stehen, verläuft auch ein deutlich abfallender Weg.
Links liegt das Bodenniveau auf Fundamentoberkannte, auf der rechten Seite des Bildes würde ich sagen, dass der Weg deutlich über einen Meter tiefer liegt.

Thorsten.

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Beitrag von bettika » 20.08.2016 13:53

Hallo Thorsten,
danke für Deine Einschätzung.
Der Weg ist zwar nicht da, aber das Geländegefälle am Mauerwerk ist auch auf dem
3. Foto "img 0834 Ausschnitt Fenster Gutshaus" zu erkennen. Links die Terrassentür, rechts ca 1m Brüstung.

Was mich aber am meisten iritiert ist das mögliche nur leicht geneigte "Flachdach"
ist das wirklich so, oder eine "optische Täuschung".
Mit so einem Dach fallen auf Gut Stubbe alle Häuser aus.

Grüße
Beate
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Beitrag von Shadow » 20.08.2016 14:10

Die Dachform passt von der Neigung für mich überhaupt nicht.
Das Bild zeigt sechs, (vielleicht sieben) gleiche doppelflügelige Fenster und zwei unterschiedlich breite Wandflächen dazwischen. Von dem, was Du bisher als Vergleich gezeigt hast, passt da nichts.

Thorsten.

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Beitrag von DKWRT350 » 27.01.2018 22:00

Moin Stefan,

ich habe mal vor 40 Jahren die Gutsherrin vom Gut Krieseby zur Lage bei Kriegsende befragt.
Sie sagte mir, daß dort ca. 2000 Soldaten(?) der Marine (U-Bootfahrer..), zumeist im Gehölz lagen - auch hörte ich, daß man dort angeblich irgendwo Zigaretten vergraben hätte. Mehr habe ich nicht in Erfahrung gebracht, es fiel aber das Wort "U-Bootfahrer". Tatsächlich fand ich dort später ein Zerstöer-Abz. und einen Marinedolch, sowie ein paar Münzen (dänische Kronen) - mehr aber nicht.
Meinst Du das mit "Zwischenlager"? Im Grunde haben die deutschen Soldaten an solchen letzten Lagerstellen auf das Eintreffen der Engländer gewartet und dann ging es ab nach Eiderstedt oder nach Ostholstein...
Möglicherweise zeigt das alte Foto ein Nebengebäude beim Gut Krieseby oder beim Gut Stubbe. Auf Gut Stubbe habe ich damals auch nachgefragt, da befanden sich bei Kriegsende ebenfalls dt. Soldaten, die ihre Stützpunkte oder Marinefahrzeuge verlassen hatten.

LG
RT

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