Seefliegerhorst und Fliegerhorst Bug

Fliegerhorste, Feldflugplätze, Einsatzhäfen und E-Stellen der Luftwaffe und andere, zugehörige Infrastruktur
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bitti
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Beitrag von bitti » 07.11.2017 20:34

Das Zelt mit dem "Schilf-Bunker" kann ich vom Platz her nicht ganz zuordnen, auf alle Fälle ist es boddenseitig, weil im Hintergrund Hallen zu sehen sind und die standen boddenseitig.
Eddy, wenn ich deinen Lageplan von Seite 1 nehme, würde ich das auf Höhe der Unterkünfte oberhalb des Landflugplatzes auf der Boddenseite zuordnen, da wo der "Haken" ist.

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Eddy
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Beitrag von Eddy » 08.11.2017 17:58

Hallo Männer,
bitti hat recht, das Zelt und dieser schilfbedeckte Bunker stehen auf Eckort, das ist der "Haken", den bitti meint. Auf diesen Zipfel ERde gelangt man heute nur noch sehr schwer, da Sumpf und Gestripp den Weg erschweren. Im Hintergrund sind links die Werfthalle, daneben die Halle VI und über den Schilfdach die Halle V zu sehen (etwas undeutlich). Es handelt sich also um einen "Blick" über den "Försterhafen", wo Anlaufstellen und Tankstellen für die Schwimmerflugzeuge waren.
Da werden wir uns wohl oder übel noch einmal in diese Richtung durchschlagen müssen. Das Bild mit dem Eingang zu einem "Turm" weiß ich nicht zuzuordnen. Flakstellung und Starthaus hatte ich ja schon geschrieben.
Eddy
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Eddy
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Beitrag von Eddy » 18.02.2019 19:12

Eddy hat geschrieben:Nun wieder eine Problem. Die "Außenanlagen" des Fliegerhorstes Bug in der unmittelbaren Umgebung.
Bei Bohlendorf gibt es ein Grundstück, auf dem mir bestätigt wurde, dass dort ein Gebäude des Fliegerhorstes gestanden hat. Wie es aussah und was sich darin befand konnte mir bisher nicht gesagt werden. Mit Beate habe ich das Ganze schon einmal diskutiert. Es könnte die Funksendezentrale des Fliegerhorstes gewesen sein. Wer kann Hinweise geben, wie ich das feststellen kann? Was ist der Unterschied von Funksendezentrale und Funkempfangszentrale? Der Begriff sagt es ja eigentlich aber wieso standen diese Gebäude außerhalb des Horstes? ....
Jup,
das Wetter war günstig, das Laub der Bäume und Sträucher liegt nun schön länger auf dem Boden und ich hatte etwas Zeit. In der Kurve vor dem Abzweig Bohlendorf angekommen, stelle ich mein Auto ab und betrat das stark verwilderte Grundstück. Ich weiß bisher immer noch nicht wer der Eigentümer war bzw. ist. Dem benachbarte Landwirt gehört es auf keinen Fall, denn hier herrschen Weißdorn und Brombeeren, was ich auch gleich heftig zu spüren bekam. Aber es gibt Schlimmeres, ich hatte ein Ziel und wollte es erreichen.
Als erstes muss ich sagen, dass das Grundstück mit seinem Bewuchs heute wesentlich größer ist als das, was auf der Luftbildaufnahme von 1937 zu sehen ist.
Zwei Punktfundamentensamble habe ich gefunden, Antennen 1 und 2. Diesen vorgelagert, Richtung Straße, fand ich diese kleine Fundamentplatte (ca. 15 x 6 m). Keine Ahnung was das gewesen sein kann. Die Punktfundamente von Antenne 3 und 4 sind offensichtlich im tiefsten Brombeergestrüpp oder wurden entfernt.
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nordfriese
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Beitrag von nordfriese » 19.02.2019 12:02

Moin!

:thumbup:

Das Gebäude auf dem alten Luftbild schaut wie ein "Fast-"U-Gebäude
einer "typischen Marine-"Funksendestelle/-zentrale aus.

https://www.geschichtsspuren.de/forum/f ... 8-290.html
(Mein Post vom 25.01.2019 01:56)
Es scheint baugleich der Funkstellen Hörnum und Dechowshof.

Im langen Anbau sollen sich die Generatoren befunden haben und der
Betonsockel erinnert mich sehr an einen grossen Generatorensockel
auf dem mehrere Generatoren Platz gehabt haben könnten.
Die Länge des Sockels entspricht in etwa der Länge des Anbaues eines
solchen Gebäudetyps.

Gruss aus NF!
Rolf
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Eddy
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Beitrag von Eddy » 19.02.2019 13:21

Hallo Rolf,
ich denke auch, dass es ein U-förmiges Gebäude war. Werde wohl doch die Brombeeren durchlaufen müssen.
Übrigens habe ich wohl von Dir noch ein paar ungeklärte Fragen bzgl. Arkona auf dem Tisch liegen. Hatte inzwischen schon ein paar Anläufe zur Klärung genommen aber bin immer wieder am Wetter oder persönlichen Terminen gescheitert. Kommt als Nächstes dran.
Eddy
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Beitrag von nordfriese » 20.02.2019 05:35

Moin!
:thumbup: ;)
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Beitrag von Eddy » 21.02.2019 18:13

Hallo Rolf,
gestern hatten wir eine schöne kurzweilige Unterhaltung mit Beate in unserem provisorischen Büro des Museums, da das ganze Haus umgebaut wird. Sie brachte auch noch einmal die Luftbilder der sowjetischen Behörden von 1953 ins Spiel. Davon hatte ich noch kein Bild eingestellt, war mir aber sicher, dass das ursprüngliche Haus nicht darauf zu sehen ist.
Nun habe ich die Luftbildaufnahme rausgesucht und siehe da, es steht schon das Gebäude was auch heute noch verfällt und steht. Also grenzt sich Abriss und Neubau auf etwas die Zeit 1946 bis 1953 ein. Ich denke hier hat die Bodenreform 1946 im östlichen Deutschland eine Rolle gespielt. Nun habe ich heute an unser Amt, Bereich Liegenschaften mal angefragt, wem das Grundstück überhaupt gehört. Mal sehen was da kommt. Ich möchte ja gern das alte Fundament noch finden.
Schönes Wochenende
Eddy
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Beitrag von nordfriese » 22.02.2019 05:00

Moin Eddy!

Jau, das war mir auf den 53er Luftbildern auch schon aufgefallen.
Was auch immer mit dem Funkstellengebäude passiert ist (Beschuss,
Abriss, Sprengung durch eigene Truppen,...), das heutige Gebäude
war 1953 bereits erbaut.

Viel Glück bei der Suche. Ich hoffe, du wirst fündig! :-)

Gruss aus NF!
Rolf
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Beitrag von Cremer » 22.02.2019 10:04

Moin Rolf,

würde auch sagen eine Funksendeanlage mit vier Antennenträgern
MfG Euer Fernmelder
Erich Fellgiebel 1935:Nachrichtentruppen sind kostbare, schwer zu ersetzende Mittel der Führung.

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Beitrag von Eddy » 25.02.2019 19:55

Da ich noch keine Rückinfo vom Amt über die Besitzverhältnisse habe. Heute ein anderes Beispiel, was uns Rätsel aufgibt.

1. Teil Grabensystem
Wir waren heute, bedingt durch eigentlich gutes Wetter zur Spurensuche wieder einmal auf dem Bug, Bereich Landflugplatz. Es ist immer wieder erstaunlich was man entdeckt, wenn die Bäume und Sträucher blattlos sind und das Herbstlaub durch Regen und leichten Frost an den Erdboden gedrückt wird. Ich stelle mal als erstes einen Auszug aus der Luftaufnahme von 1953 ein, den ich beschriftet habe.
Ratlos und mit vielen Fragezeichen waren für uns die folgenden Bilder, die am Standort (roter Pfeil) gemacht wurden. Dieses Grabensystem, so muss ich es nennen, verläuft in der Karte sowie auch heute noch quer durch den Wald, teilweise zugeschüttet oder zugewachsen aber an vielen Stellen frei und aus Betonwänden. Einige Teilabschnitte sind mit Wasser gefüllt, andere sind trocken. Um was handelt es sich hierbei? sind das Splittergräben oder so etwas ähnliches? Diese Art Gräben gibt es aber nur in diesem Bereich des Fliegerhorstes, im nördlichen Bereich der Schwimmerflugzeuge bzw. Flugboote sind sie nicht vorhanden. Was sagen die Spezialisten?

2. Teil, das Heizwerk zum Landflugplatz.
Hier haben wir durch Zufall die Reste gefunden, da sie im Nationalparkteil des Buges versteckt liegen.
Auf diesem unteren Teil liegen noch eine Menge gesprengte Betonteile und auch hier existiert ein Grabensystem aber abgedeckt. Hier vermuten wir, lagen die Heizleitungen drin oder was meint Ihr?
Eddy
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