Heeresverpflegungsämter

Nichtmilitärische Zweck- und Repräsentationsbauten und -Projekte des Nationalsozialismus 1933-1945
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Djensi
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Beitrag von Djensi » 26.09.2016 08:38

Moin,

in Hamburg-Wandsbek (Tonndorf) sind nur noch 4 Gebäude (incl. Verbindungsgebäude zwischen den Speichern)verblieben. Im Wesentlichen für einen Baustoffgroßhandel wurden die anderen Speicher parallel zur Bahn abgerissen, dort befinden sich jetzt eindrucksvolle offene Hochregallager.
Der verbliebenen Gebäude gehören offensichtlich zum Entsorgungszentrum der Bundeswehr.

Grüße
Djensi
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Godeke
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Beitrag von Godeke » 02.10.2017 17:15

Hallo :),

jetzt mal eine andere Bauweise für ein Heersverpflegungsamt: im Ort Oksböl in Dänemark gehörte zum dem großen Lager und Truppenübungsplatz (s. dazu den Artikel zur Anlage Oksböl hier auf der Startseite) auch ein Heeresverpflegungsamt, das in der landschaftstypischen Bauweise in Bungalow-Bauweise ausgeführt wurde. Heute stehen davon noch 2 Lagerhäuser und eine kleine Werkstatt, die anderen Gebäude in Holzbauweise/Baracken wurden nach dem Krieg abgebaut und anderenorts weiterverwendet.
Die heute noch stehenden Gebäude werden von der Standortverwaltung der Oksböler Heeresgarnison/Truppenübungsplatz als Lager verwendet.
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...und jetzt noch mal schnell zu www.thw-lueneburg.de , der aktuellen Seite mit News aus der wunderbaren Welt des Helfens!

Jan1903
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Re: Heeresverpflegungsämter

Beitrag von Jan1903 » 23.05.2019 19:16

Über das Heeresverpflegungshauptamt Würzburg habe ich einen Artikel im Stadtwiki "WürzburgWiki" angelegt:
https://wuerzburgwiki.de/wiki/Heeresver ... gshauptamt

Zur urspünglichen Dimension des HVA liegen mir nur Pläne vor. Aus denen geht zumindest hervor, dass die Einrichtung früher mal größer war. Aber nicht, was es noch für Gebäude gab.

Baum
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Re: Heeresverpflegungsämter

Beitrag von Baum » 23.05.2019 20:37

Hallo Jan 1903,

ohne die Pläne zu kennen - könnte es sich bei den weiteren Gebäuden ev. um Rauhfutterscheunen gehandelt haben?
Die Wehrmacht hatte ja trotz aller Motorisierung einen immensen Bedarf an Zugtieren (Pferden) und die wollten ja auch verpflegt werden.
Im zwischenzeitlich dem Erdboden gleich gemachten HVA Heilbronn - das ähnlich wie in WÜ aufgebaut war - gab es 4 oder 5 dieser Scheunen für Rauhfutter, also Heu und Stroh(?).
Wenn ich HN als Vergleich heranziehe müßten das kleinere annähernd quadratische Gebäude gewesen sein.
Bilder zum HVA bitte über die Forensuche - mir fehlt gerade die Zeit, aber dort sind sie noch abgebildet.
Irgendwo hatte ich auch eine Zeitungsanzeige über den Ankauf von Heu durch das HVA HN eingestellt.

(der Plan von WÜ würde mich interessieren).

Gruß Baum

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Re: Heeresverpflegungsämter

Beitrag von Baum » 23.05.2019 21:53

Hallo Jan 1903,

jetzt weiß ich auch, was ich damals 2014 im Bereich der Faulenberg Kaserne fotografiert habe.
Die Speicher sind aber doch sicher älter als aus den 30er-Jahren - zumindest dem Baustil nach.
Außerdem scheint die Kaserne ja schon - zumindest in Teilen - dem 2. königl. bayrischen Feldartillereiregiment als Unterkunft gedient zu haben (siehe Schild, der auch auf einer Ziegelwand befestigt ist).

Gruß Baum

P.S.: Die Bilder sind natürlich alle von außerhalb des Zauns aufgenommen.
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Jan1903
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Re: Heeresverpflegungsämter

Beitrag von Jan1903 » 23.05.2019 22:47

Hallo Baum,

die Getreidemagazine der Faulenbergkaserne sind älter, die wurden um 1895 gebaut.

Hier ist der Plan von 1950. Das HVA umfasste den Bereich, in dem die vier Straßen parallel verlaufen. Südlich waren dann die Vulkanolwerke und Koenig & Bauer: https://wuerzburgwiki.de/w/images/5/57/ ... n_1950.jpg
Dort sind vier quadratische Gebäude eingezeichnet.

Der Plan von 1983 ist angehängt.
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Re: Heeresverpflegungsämter

Beitrag von turul » 24.05.2019 06:33

Baum hat geschrieben: 23.05.2019 20:37 ohne die Pläne zu kennen - könnte es sich bei den weiteren Gebäuden ev. um Rauhfutterscheunen gehandelt haben?
In Hof an der Saale in Oberfranken entstand 1936 eine Kaserne, der ab 1938 ein Wehrmacht-Verpflegungslager angegliedert wurde. Für dieses Lager wurde u.a. auch eine "Rauhfutterscheune" erbaut. In der Scheune waren als Rauhfutter für die Pferde und als Lagerstroh 35.750 kg Stroh vorhanden.
Stationiert waren damals ein Hof das II. Bataillon des Infanterie-Regiments 42 sowie ein Ergänzungsbataillon für die Kurzausbildung von ungedienten Jahrgängen. Das Infanteriebataillon verfügte nach Mobilmachung über 131 Pferde.
Quellen:
- Schwab, Oberzahlmeister d. R. -H.Standortverwaltung Hof: Standortchronik Hof (Manuskript, ca. 1940), Stadtarchiv Hof M 90.
- Wurdack, Jörg: Chronik der Stadt Hof, Band X: Militärgeschichte der Stadt Hof. Hof 2005

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Re: Heeresverpflegungsämter

Beitrag von Talpa » 25.05.2019 21:15

Hallo Jan,

Ich finde deinen Artikel auf Wikipedia sehr gelungen.
Top.
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Technik ohne Taktik ist sinnlos.

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Beitrag von Strelitzer » 12.11.2019 22:15

Das Heeresverpflegungsamt Neustrelitz war auf dem Gelände der Kaserne des Infanterie-Regimentes 48 an der Penzliner Chaussee. Straßenzufahrt zu den Speichern von der Grenadierstraße (heute Dr.-Schwentner-Straße), Bahnanschluss und Endpunkt der Hafenbahn. Auf dem Gelände befindet sich heute ein Solarfeld.

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Re: HVA Köln (Wahn)

Beitrag von bettika » 24.01.2020 13:23

Knut_CN hat geschrieben: 01.07.2012 01:03 Hallo,
hier ein paar Bilder vom ehemaligen HVA Köln.
Die Gebäude sind noch in einem halbwegs guten Zustand. Die umgebaute Bekleidungskammer habe ich nicht fotografiert.
Nach den alten Plänen stehen noch alle Gebäude, nur die Gleise sind bis auf ein kurzes Stück entfernt worden.
Bei der Bäckerei wurde der Schornstein entfernt, im Inneren ist die Position der alten Backöfen noch gut erkennbar. Durch den Umbau als Bekleidungskammer BW wurde der Übergang von der Bäckerei zum Bodenspeicher entfernt, und der Bodenspeicher durch einen Anbau erweitert.
Aus den anderen Speichern und dem Silo wurde das "Gerät" entnommen. Hier sind nur noch große Löcher im Boden/ Decke. Nur in einem ist noch ein geringer Teil der Förder- und Reinigungstechnik vorhanden.

Die Zufahrt erfolgte früher über den Linder Mauspfad, die Züge verkehrten über die Gleise der Wahner Straßenbahn/ Kleinbahn Siegburg-Zündorf. Die ehemalige Haltestelle existiert noch, ist jetzt aber ein Kiosk.
Dann erstreckten sich die Gleisanlagen durch das gesamte HVA über die jetzige Flughafenstraße bis in die Kaserne.

Gruß Knut
Hallo,
Ich vermute mit dem Abbruch "Lager Lind“ in Köln-Porz" https://www.bundesimmobilien.de/1256042 ... abgerissen ist diese HVA gemeint
Über das „Lager Lind“

Das Gelände des „Lager Lind“ wurde bereits seit Anfang des 19. Jahrhunderts militärisch genutzt. Zuletzt beherbergte es eine Bundeswehr-Kleiderkammer und war Teil der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn. Darüber hinaus befanden sich auf der Liegenschaft ehemalige Kornspeicher, Gerätelager, Pferdeställe, Bahngleise sowie weitere Bauwerke.
Grüsse
Beate
„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

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