Reichsnährstandssilos

Nichtmilitärische Zweck- und Repräsentationsbauten und -Projekte des Nationalsozialismus 1933-1945
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gildor8879

Beitrag von gildor8879 » 01.09.2006 17:06

Moin Talpa,
im Alten Hafen in Lingen an der Ems (Der Hafen liegt günstigerweise am Dortmund-Ems-Kanal) stand bis Mitte der 90er ein Gebäude, auf das Deine Beschreibung passt. War das auch so ein Silo? Hast Du irgendwelche Informationen darüber? Habe nur Kindheitserinnerungen und wohne schon lange nicht mehr da...

guba

Beitrag von guba » 01.09.2006 22:26

In Wien befindet sich ebenfalls so ein Bauwerk (zumindest ähnelkt es den Fotos sehr stark). Werde wenn ich aus dem Urlaub zurück komme mal Fotos machen und posten.
Die Silos stehen im Albaner Hafen in Wien. Einer dieser Silos enthält auch einen Luftschtzkeller für die Zivilbevölkerung der aber seit dem Krieg nicht mehr genutzt wird.

lg Guba :holy:

Goettschwan

Beitrag von Goettschwan » 02.09.2006 11:47

Ja der Speicher in Bad Oldesloe am Bahnhof sieht dem ganzen recht änhlich. Auch der ältere, mittlerweile abgerissene.
http://www.gloria-muehle.de/bar/bar_historie.html

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katschützer
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Beitrag von katschützer » 02.09.2006 22:03

Moin,

in Husum steht auch noch so ein Teil, direkt am Hafen.
Und hier in RD gibts 4 Stück, aber andere Bauart. Stehen auf dem Gelände des ehem. WBBeklA, heute LHBw ("Kleiderkammer").
Vielleicht darf ich ja ein paar Fotos machen... Mal die StoV fragen.

MfG
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Talpa
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Beitrag von Talpa » 04.09.2006 10:52

gildor8879 hat geschrieben:Moin Talpa,
im Alten Hafen in Lingen an der Ems (Der Hafen liegt günstigerweise am Dortmund-Ems-Kanal) stand bis Mitte der 90er ein Gebäude, auf das Deine Beschreibung passt. War das auch so ein Silo?...
Hallo
Ich kenne dieses Silo nicht, es dürfte sich danach aber um ein solches gehandelt haben.
In Lingen gegenüber der Kaserne steht (stand?) ein weiteres Silo ebendfals auf millit.Gelände.
Ob es sich hier um einen eigentlichen Speicher oder um ein Lager des
(damaligen) Heeresversorgungsamtes handelt weiß ich allerdings nicht.
Das Baumuster ist jedenfalls äusserlich gleich.

Ich hatte die Frage gestellt was das Wort "Silo" bedeutet, und eine Antwort habe ich auch gefunden:
Quelle: Die Bibel.
Ort im Altertum an denen Besondere Heiligtümer verwahrt wurden.
(Gebiet des heutigen Israel.)
Der Rest erklährt sich dann von selbst.

Gruß
Talpa
Taktik ohne Technik ist hilflos,
Technik ohne Taktik ist sinnlos.

master
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Beitrag von master » 04.09.2006 14:12

Hallo,

Gehoert er auch zu den gesuchten Objekten?
Freiburg/Elbe
Bild
Funktioniert nicht mit der Einbindung

Quelle: http://sv-freiburg.piranho.de/
=> Freiburger Hafen => Handelshafen

Ob das Silo immer diese helle Farbe hatte, meine Erinnerung geht mehr in Richtung Backstein, vor ueber zehn Jahren zuletzt vor Ort gewesen, kann mich deshalb sehr taeuschen.

Thomas

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Leif
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Beitrag von Leif » 20.09.2006 23:18

Hallo,
in Husum wurde der Speicher ca. 1935-36 gebaut. Der in Keppeln sieht zwar anders aus, stammt aber auch aus der Zeit: http://www.kappeln.de/stadt/archiv/2006-08.php
Und in Flensburg steht auch einer, der passen könnte.

Evtl. war in Niebüll auch ein passendes Silo, welches aber abgerissen wurde: http://forum.bauforum24.biz/forum/index ... opic=15318

Es muß doch in der zeitgenössischen Literatur etwas dazu zu finden sein.

Viele Grüße,
Leif

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EricZ
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Beitrag von EricZ » 21.09.2006 16:21

Moin,

verwaltet wurde die gesamte Landwirtschaft, also Mensch, Hof und Markt (der sog. Reichsnährstand) nach der zwangsweisen Zusammenführung aller freiwilligen Bauernverbände von Dresden?

http://www.das-neue-dresden.de/reichsnaehrstand.html

Oder doch von Berlin aus:
...

2) Der Reichsnährstand ist eine Selbstverwaltungskörperschaft des öffentlichen Rechts. Er hat bis zur anderweiten Regelung durch den Reichsbauernführer seinen Sitz in Berlin.
http://www.verfassungen.de/de/de33-45/r ... nd33-2.htm

Ich vermute zunächst von Berlin und ab 1938/9 von Dresden aus.



Wenn ich übrigens an den Duisburger Innenhafen denke, der damals der "Brotkorb des Kohlenpotts" mit seinen ganzen Silos war.
Natürlich sind mittlerweile nicht mehr alle ehemals vorhandenen Getreidesilos vorhanden, wie sollte es anders sein. :holy:

Grüße, Eric
And I'm hovering like a fly, waiting for the windshield on the freeway...

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Käptn Blaubär
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Beitrag von Käptn Blaubär » 21.09.2006 22:10

Moin!
Ich habe die Beiträge zu den Heeresverpflegungsämtern mal hier herausgenommen und ein eigenes Thema draus gemacht:
viewtopic.php?t=8890
Gruß
Michael
Das Leben ist kurz, behauptet man.
Ansichtssache, sage ich. Die einen sind kurz, die anderen sind lang, und manche sind mittel.
Außerdem hatte ich noch dreizehneinhalb andere davon.
(Walter Moers, Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär)

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Käptn Blaubär
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Beitrag von Käptn Blaubär » 01.10.2006 23:28

Moin!

Die Quellenlage zu den Reichsnährstandsilos ist wohl eher dünn.

Gefunden habe ich einen einzigen Satz in der Firmenchronik der Philipp Holzmann AG, der zum Thema passen könnte:

"Gleichzeitig entstanden in Magdeburg drei große Getreidesilos von 10000 t, 15000 t und 20000 t Fassungsraum, zwei weitere für die Rhenus AG in Düsseldorf und drei Stahlbetonspeicher in Hannover-Vinnhorst, Hannover-Stöcken und Haldensleben."

In den Chroniken von Bilfinger + Berger (Grün & Bilfinger), Hochtief und Züblin ist nichts passendes zu finden.

Es müssen in den 30er Jahren ja wohl Hunderte dieser Speicher im gesamten Reichsgebiet gebaut worden sein, eine ja nicht ganz unbedeutende Bauaufgabe. Erstaunlich, daß sich so wenig dazu finden läßt.

Hat vielleicht jemand Fotos dieser Speicher in Magdeburg? Stehen die noch?

Gruß
Michael
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(Walter Moers, Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär)

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