Prora - "Das Nazi - KdF-Seebad auf Rügen"

Nichtmilitärische Zweck- und Repräsentationsbauten und -Projekte des Nationalsozialismus 1933-1945
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mucimuc
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Beitrag von mucimuc » 12.08.2008 21:44

Dann war da noch die Säulenhalle... das runde und nicht überdachte Fundament müsste eigentlich ein Teil der fertigen Säulenhalle sein...wenn es sie gäbe.

Wirklich interessant ist das kleine Stück in der Mitte, wo man die Säulen der Empfangshalle (SÜD, Nord nicht vorhanden) bereits fertig geformt hatte (Pilaster).
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Beitrag von petzolde » 13.08.2008 23:01

Rund und fertig verziert waren wohl nur die beiden Säulen in der Mitte. Die anderen sollten doch wohl rechteckig bleiben. Aber in welchem Endstadium: Beton mit Verklinkerung? oder gemauerte Pfeile mit aufgetragenem Putz? Der Unterschied läßt sich so nicht erkennen.
gruß EP

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mucimuc
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Beitrag von mucimuc » 14.08.2008 05:47

Ja, etwas seltsam. Es macht den Eindruck, daß die Säulen wechselnd aus Beton und aus Mauerwerk sind, vielleicht auch nur Verblendung. Aber beide weisen im jeweiligen Zustand die gleichen Außenmaße auf. Habe mich auch darüber gewundert...vielleicht weiß jemand mehr oder hat Unterlagen?
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Volkiwolf
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Beitrag von Volkiwolf » 26.04.2009 14:21

Moin zusammen,

alte Themen am leben lassen, Daten - Fakten und Bilder zu sammeln, bevor der Verfall oder die Abrissbirne droht ist denke ich einer der Grundgedanken hier. Ich hatte die Gelegenheit (so auch schon einmal in einem anderen Thread gezeigt) Bilder vom Inneren der KDF Häuser zu machen und den Innenzustand zu dokumentieren.

Damit diese Bilder für die Allgemeinheit erhalten bleiben, poste ich sie hier noch einmal, da ich denke, dass sie gut ins Thema passen und die Zentralisierung der Übersichtlichkeit halber eine gute Sache ist.

Teil 1
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Volkiwolf
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Beitrag von Volkiwolf » 26.04.2009 14:28

Hier gehts weiter mit Teil 2.

Ich hoffe das langweilt niemand :-)

Grüße
Marc
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Deichgraf
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Beitrag von Deichgraf » 27.04.2009 06:27

Moin,
"Fliesen im Gemeinschaftsbad" stimmt insofern, als das ich es so als NVA-Standardwaschbecken kennengelernt habe.
Bis dann
Deichgraf

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Beitrag von MikeG » 27.04.2009 13:57

... und mich erinnert das doch gleich an eine Übernachtung im "One World Camp" :-)

Mike

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Beitrag von Deichgraf » 27.04.2009 14:27

mich auch...

...verdammt lang her! (fast genau 5 Jahre)
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Bis dann
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Gundi

Prora 2009

Beitrag von Gundi » 12.09.2009 14:34

Zur Wiederholung des Filmes "Urlaubsmaschine Prora" vom 11.09.09 auf Phoenix:

Zu Beginn und zum Ende Filmes brüstet man sich genugtuerisch, in der ansonsten finde ich gut gemachten Dokumentation, mit der Erkenntnis/Ironie: ...es hat nie ein Urlauber diese Anlage betreten.

Und was erzählen die Museumsführer vor Ort: von 1994 bis 2001 war in einem der Südflügel Europas größte Jugendherberge mit ca . 1000 Betten nach "westlichem Standart" eingerichtet worden. Diese sei im Sommerhalbjahr stets nahezu ausgebucht, im Jahresdurchschnitt immerhin noch bis zu 85 % ausgelastet!
Noch bevor der Museumsmitarbeiter den weiteren Werdegang der Herberberge schilderte, war mir schon klar, dass das unter keinen Umständen in die politische Landschaft deutschlands passen würde. Salz in der Wunde der deutschen Vergangenheit, die bisweilen seltsame Blüten treibt.
Kurz: Der Bund verkaufte die Gebäude an einen Privatinvestor, der u.a. auch der Herberge kündigte, und seit dem ruht der See. Sicherlich nicht zum Bedauern einiger...

Das wäre ja auch der Supergau für einige Herrschaften: bezahlbarer und beliebter, und dazu noch an einem der schönsten Strände Rügens (flach abfallender Sandstrand), Urlaub für jedermann. Oder anders: das Ergebnis der heutigen hochgelobten freien Marktwirtschaft wäre im wesentlichen das - was Hitler seinerzeit, wenn auch auch zweifelsohne mit anderem Hintergedanken, als Grundkonzept für Prora propagierte.

Sicherlich ist Prora keine architektonsiche Meisterleistung, die Geschichte sehr bewegt und der ursprüngliche wirkliche Zweck aus der NS-Zeit durchweg verwerflich. Aber praktisch ist das Teil heute nahezu eingewachsen (vom Strand nicht zu sehen) und die Dünen- und Strandlandschaft davor geradezu ideal für Familien mit Kindern.
Wieder mal eine Paradebeispiel, was für ein AFFENTHEATER die deutsche Art der Geschichtsbewältigung mitunter hervorbringt. Meines Erachtens nichts als scheinheilig.

Gruß: Gundi
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Sebi-WG
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Beitrag von Sebi-WG » 24.09.2009 02:13

Jetzt ist doch eine Nachnutzung geplant.
Es wird wieder eine Jugendherberge mit 400-500 Betten einziehen, welche 2011 eröffnet wird.

Quelle und mehr zum Thema:

http://www.welt.de/reise/nahbereich/art ... usive.html
http://prora.jugendherbergen-mv.de/

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