Finnenhaussiedlungen

Nichtmilitärische Zweck- und Repräsentationsbauten und -Projekte des Nationalsozialismus 1933-1945
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flugschüler
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Beitrag von flugschüler » 16.12.2016 13:46

Hallo,
die Gesellschaft(GfL) hatte ihren Hauptsitz in Berlin-Schöneberg, Am Park 12.
Die Aufgabe war hauptsächlich, Ersatzteile für die industrielle Reparatur der Gebrauchsgüter der Luftwaffe zu planen und zu bevorraten. Auch Werften und Zeugämter der Luftwaffe waren in die Planung mit eingebunden und mußten bevorratet werden. Ab 43 mit dem Zusammenschluß zur Elbagänderten sich die Aufgaben ein wenig. Jedes mir bekannte Reparaturwerk hatte ein GfL-bzw später ein Elbag-Lager.
Gruß Uwe

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erlenmeier
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Finnenhäuser in Frjasino

Beitrag von erlenmeier » 11.06.2017 11:20

Nach Beendigung des 2-WK musste Finnland Fertighäuser in Holzbauweise in die Sowjetunion liefern.
In Frjasino bei Moskau entstand eine Siedlung, bestehend aus Doppelhäusern.
Ab 1946 wurden dort zeitweilig deportierte deutsche Ingenieure und Physiker untergebracht. Diese hatten die Aufgabe Geräte und Bauteile der Funktechnik zu entwickeln.
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Nur wer die Vergangenheit kennt, kann auch Gegenwart und Zukunft bewältigen.

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Finnenhaus-Siedlung in Badorf bei Wandlitz

Beitrag von erlenmeier » 11.06.2017 11:34

Auch in Basdorf bei Wandlitz wurde eine Finnenhaussiedlung errichtet, um die hohe Zahl der Rüstungs-Facharbeiter unterzubringen.
Im sog. Waldwerk, durch Waldumgebung getarnt, befand sich hier eine Motoren-Fabrik als Zulieferer für den Bau von Kriegsflugzeugen. Ursprünglich Bramo (Brandenburgische Motoren-Werke) wurde das Werk wegen der Konzentrationsziele des RLM im Rahmen der Rüstungsproduktion an BMW übertragen.
Da der kleine Ort nur aus wenigen Häusern bestand, bot der Kompensationsvertrag mit Finnland die Möglichkeit, im Gegenzug von Waffenlieferungen an Finnland Fertighäusern zu erhalten.

Die Fotos stellte Jens Paulsen, der sich mit der Geschichte des BMW-Werkes vor Ort befasst, zur Veröffentlich zur Verfügung.
Dank an Jens!!!!
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Re: Finnenhaus in Bennigsen

Beitrag von erlenmeier » 11.06.2017 19:15

erlenmeier hat geschrieben:Das abgebildete Gebäude, in Bennigsen/Pattensen bei Hannover soll eines von 5 großen Holzhäusern gewesen sein.
In der Nachkriegszeit sollen in insgesamt 5 großen Häusern 600 bis 800 Flüchtlinge gelebt haben.
Nachzulesen in Klaus Seiler: Barackenkind; Zeitgut-Verlag

Wer weiss mehr über die Geschichte dieser Gebäude???????
...schrieb ich am 23.08.2016.

Nun ist aber Korrektur angesagt.

Bei dem abgebildeten Haustyp handelt es sich um den sog. Kriegseinheitstyp, Behelfsunterkunft für Bombengeschädigte (BfB). Ab 1942 wurden diese Mehrfamilien-Holzbauten in genormter Bauweise an verschiedenen Orten errichtet. Geschätzt wurden dadurch aber nur ca. 23.000 Wohnungen geschaffen. Sehr wenig in Bezug auf die Millionen zerstörter Festwohnungen.

Ich werde später über dieses Thema ausführlicher berichten.
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Finnenhäuser in Travemünde

Beitrag von erlenmeier » 08.07.2017 15:46

Moin zusamm´!

Ich suche Infos über die Finnenhaussiedlung in Lübeck-Travemünde, Nähe Teutendorfer Weg.

- Lageplan,
- aktuelle Bilder,
- Zeitungsberichte,
- Anzahl der Gebäude.

Daaaaaanke!!! sagt
erlenmeier, der ältere
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Finnenhäuser in Wedel

Beitrag von erlenmeier » 20.08.2017 18:28

OWW hat geschrieben:Moin,
auch in Wedel wurden Finnenhäuser errichtet, die im wesentlichen als Ersatzwohnungen für abzureißende Häuser im Zuge der Baumaßnahme verbunkerte U-Werft Wenzel gedacht waren. Ein Großteil der Häuser steht noch, allerdings meist stark verändert.

Gruß
OWW
Bart hat geschrieben:Ein paar Bilder der in Wedel gebauten Finnenhäuser. Gebaut wurden die Häuser als Ersatz, für die durch das Bauprojekt der Marine weggefallen Grundstücke, an der Nordschleswigstraße (heute Rudolf-Breitscheid-Straße). Der Erhaltungszustand geht von weitestgehend Original bis zu mit neuen Verblender und Anbauten versehen.
Moin OWW , moin Bart!

Vor einiger Zeit habt Ihr Hinweise zu den Finnenhäusern in Wedel geschrieben.

Habt Ihr weitere Infos zu dem Bau der U-Werft Wenzel??

Gruß von erlenmeier (der nun schon bald selbst wie ein Finnenhaus aussieht)
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Finnenhaussiedlungen in Anklam und Rostock

Beitrag von erlenmeier » 20.08.2017 18:31

Wer kennt den Standort der Holzhaussiedlungen in
- Rostock und
- Anklam,
die 1943 für die Flugzeugindustrie gebaut wurden?
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Beitrag von OWW » 19.10.2017 16:09

Moin,
zum UBB Wenzel findest Du was in einem älteren Jahrbuch des Kreises Pinneberg (ev. 1990 ?), in einer alten Ausgabe der IBA-Informationen oder in dem Buch "Boote unter Beton". Letzteres wurde kürzlich unter anderem Titel neu aufgelegt in der Reihe SMS - Schiffe, Menschen, Schicksale. Ca. einmal pro Jahr gibt es auch Führungen der Hamburger Unterwelten über das Gelände.
Gruß
Oliver

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Beitrag von OWW » 19.10.2017 16:13

OWW hat geschrieben:Moin,

Ergänzung zu Wedel: Ein einzelnes Finnenhaus (gleicher Typ wie an der Rudolf-Breitscheid-Straße) steht direkt am Krankenhaus Wedel. Die Innenaufteilung ist insofern spannend, dass aus dem Doppelhaus ein großes Einzelhaus gemacht wurde mit einem großen Kamin. Es ist allerdings unbekannt, ob das ein Nachkriegsumbau ist. Das Haus soll seinerzeit für den Chefarzt erbaut worden sein.

Gruß
Oliver
Hier mal ein Bild von diesem Haus
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Wilma
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Beitrag von Wilma » 27.05.2018 23:09

Meine Frage bezieht sich auf Finnhäuser, die im 2. Weltkrieg gebaut wurden.Kennt jemand den Unterschied zwischen den Haustypen Helsinki und Lathi?

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