Adolf-Hitler-Koog, Hermann-Göring-Koog

Nichtmilitärische Zweck- und Repräsentationsbauten und -Projekte des Nationalsozialismus 1933-1945
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EricZ
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Adolf-Hitler-Koog, Hermann-Göring-Koog

Beitrag von EricZ » 11.06.2008 13:39

Moin,

vor einigen Tagen habe ich eine recht interessanten Artikel in der Zeitschrift Mare zu den o.g. Köge - nach 1945 in Dieksanderkoog bzw. Tümlauer Koog umbenannt - gelesen.

Ein Auszug dieses Artikels ist aktuell hier zu finden:
http://www.mare.de/mare/hefte/beitrag-a ... tnummer=68


Weitere, zum Teil sehr interessante Infos zu diesem Thema gibt es hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Dieksanderkoog

Mit einigen historischen Bildern/Karten:

http://www.geschichte-s-h.de/vonabisz/a ... r-koog.htm

http://www.akens.org/akens/texte/info/4 ... _koog.html

http://www.akens.org/akens/texte/info/45/45_004.pdf


War mir persönlich völlig neu... :oops: :holy:


Viele Grüße, Eric
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kuhlmac
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Beitrag von kuhlmac » 11.06.2008 15:23

Hallo, Eric!

Gerade gesehen: Das hatten wir schon mal in einem anderen Betrag angeschnitten.

viewtopic.php?t=11052&start=0&postdays= ... highlight=

Aber ansonsten: Danke, einiges war mir auch neu.

Vor allem die Hinweise auf die ISHZ sind klasse.

Gruß

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EricZ
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Beitrag von EricZ » 11.06.2008 15:48

Hi kuhlmac,

bevor ich diesen Beitrag geschrieben habe, habe ich - brav und vorbildlich ;) - die Suchfunktion verwendet und interessanterweise nur dies hier gefunden (jetzt mit dem neuen Beitrag natürlich):

Adolf-Hitler-Koog, Hermann-Göring-Koog

Verkehrsgeschichte - Schiene Eisenbahn St.Michaelisdonn-Marne-Friedrichskoog?
Dithmarschen in S.-H.

Verkehrsgeschichte - Schiene Wesselburener Schmalspurbahn

Grüße, Eric
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bettika
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Adolf-Hitler-Koog: Abriss der Neulandhalle geplant

Beitrag von bettika » 29.01.2011 16:47

Halllo,
seit Anfang 2011 wird über die Zukunft der Neulandhalle spekuliert. Der Kirchenkreis kann den Unterhalt des Gebäudes nicht mehr leisten.
Die Neulandhale wurde statt einer Kirche ganz im Sinne der Partei als Versammlungsraum für den Adolf-Hitler-Koog und als Erholungsstätte für die Gliederungen der NSDAP gebaut.
http://www.shz.de/nachrichten/schleswig ... briss.html
(Interessant das im Artikel enthaltene Video über den Koog und die Halle.)

Heute erschien in den lokalen Zeitungen ein Beitrag von Prof. Uwe Danker (Direktor des Instituts für Zeit- und Regionalgeschichte an der Uni Flensburg) zum geplanten Abriss der Neulandhalle
http://www.wedel-schulauer-tageblatt.de ... uwerk.html
Unter der Überschrift „Geschichtsbanausentum als Schutz vor Rechtsextremen?“http://www.shz.de/nachrichten/top-thema ... remen.html
startet er in einem Kommentar eine Diskussion über den Erhalt eines „der ganz wenigen markanten baulichen NS-Zeugnisse in Schleswig-Holstein.“ an. Er empfiehlt nach einer Bedenkzeit von 1-2 Jahren „ein vielleicht überzeugendes und tragfähiges Konzept zu entwickeln - oder für den dann überzeugenden Abriss zu plädieren“.

Ein spannendes diskussionswürdiges Thema über den Umgang mit der Nazi-Architektur.

Grüsse
bettika
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Neulandhalle Dieksanderkoog

Beitrag von bettika » 05.02.2011 13:58

Hallo,
die von Prof. Danker gestartete Diskussion über die Zukunft der Neulandhalle zeigt erste Ergebnisse:
Die Spitzen der Heider Stiftung gegen Extremismus und Gewalt
http://www.stiftung-geug-heide.de/index.htm
und des Kirchenkreises Dithmarschen haben sich erstmals in Sachen Neulandhalle zusammengesetzt.
Am 8.April, wahrscheinlich in Heide, findet eine Podiumsdiskussion auf Initiative des Kirchenkreises zum Thema "gesellschaftliche Verantwortung im Umgang mit historisch belasteten Immobilien wie der Neulandhalle" unter Beteiligung von Prof. Danker statt.
http://zeitungen.boyens-medien.de/aktue ... halle.html

Der Abriss , obwohl genehmigt, scheint vorerst vom Tisch.
Grüsse
bettika
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Neulandhalle: Gedenkstätte oder Abriss

Beitrag von bettika » 07.11.2011 20:05

Hallo,
in die Planung der Zukunft der Neulandhalle ist wieder Bewegung gekomen. Man traf sich im Oktober im Kultusminsterium.

"Wie der Kulturstaatssekretär Eckhard Zirkmann, der das Gespräch leitete, sagte, könne die Neulandhalle grundsätzlich ein weiterer Ort in Schleswig-Holstein für die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus werden. Voraussetzung dafür sei aber ein inhaltlich wie wirtschaftlich tragfähiges Konzept.
Dieses soll in den kommenden sechs Monaten erarbeitet werden. Die dafür notwendigen Voraussetzungen hat der Kirchenkreis Dithmarschen als Eigentümer der Immobilie schon getroffen: er hat 15 000 Euro für die Erstellung der Studie bereitgestellt.
...Außerdem soll die Neulandhalle ein Baustein in der schleswig-holsteinischen Landschaft von Gedenkstätten werden und in einem Gesamtkontext mit zum Beispiel Gudendorf, Schwesing und Ladelund, die Opferstätten sind, gesehen werden......
nach Informationen unserer Zeitung will der Kirchenkreis im kommenden Jahr eine Entscheidung über die Zukunft der Neulandhalle treffen, die nur zwei Optionen zulässt: eine Gedenkstätte oder den Abriss"

http://zeitungen.boyens-medien.de/tages ... iegen.html

Interessant ist dabei die "Wahrnehmung" der Politik über Gedenkstätten zum Thema Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein. Die o.g.Gedenkstätten werden m.E durch Vereine initiiert und betrieben .

"Der Bund verfolgt seit gut 20 Jahren ein Konzept mit dem die Gedenkstättenlandschaft gefestigt werden soll.Dabei handelt es sich um Orte, die sich der Aufarbeitung des NS-Terrorherrschaft und der SED-Diktatur widmen...."
"Schleswig-Holstein ist das einzige Bundesland, in dem es keine von Fachleuten betreute Gedenkstätte zur Geschichte des Nationalsozialismus gibt",

http://zeitungen.boyens-medien.de/aktue ... halle.html

Ob sich dies über 65 Jahre nach Kriegsende ändert ,wird sich zeigen, wenn es um die Finanzierung geht.

Zum Thema "Adolf-Hitler-Koog und Neulandhalle noch ein interessanter Link u.a.mit Filmaufnahmen von der Einweihung
http://www.vimu.info/general_04.jsp?id= ... 18E6DFB463


Grüsse
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Adolf Hitler Koog-Neulandhalle

Beitrag von bettika » 12.11.2011 13:03

Hallo,
zum Thema Adolf Hitelr Koog und Neulandhalle ist jetzt ein Buch erschienen:

"Neuland! war das Zauberwort“ von Frank Trende
( Boyens-Verlag ISBN-10: 3804213405 ISBN-13: 9783804213401)

Frank Trende ist aufgewachsen im Dieksanderkoog, gilt als "ausgewiesener Kenner der Geschichte Schleswig-Holsteins"(FAZ), ist Autor zahlreicher Beiträge und Bücher zur Landeskunde und arbeitet im Bildungsministerium. Die Kritiken hören sich vielversprechend an.

http://www.shz.de/index.php?id=160&tx_t ... no_cache=1
http://kirche-dithmarschen.de/wordpress ... zauberwort

Grüsse
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Beitrag von Fieldmouse » 26.11.2011 15:47

Neues aus dem Tümlauer Koog:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 43,00.html
siehe dort auch Fotostrecke unten
"Die nordfriesische Gemeinde Tümlauer-Koog hat ein umstrittenes Nazi-Denkmal vorerst entfernt. Die Glocke, die an den NS-Politiker Göring erinnerte, wurde abgebaut"

fM.

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Hermann Göring Koog

Beitrag von bettika » 26.11.2011 16:39

Hallo,
das Thema Glocke mit Hakenkreuz und Runen im ehem. Hermann Göring Koog beschäftigt die lokale Presse schon seit Tagen.
http://www.shz.de/artikel/article//nazi ... -koog.html
http://www.shz.de/nachrichten/top-thema ... ke-ab.html

Der Name "Göring Glocke" dabei ist irreführend, denn die Glocke wurde gestiftet vom Reichsnährstand.
"sie trägt an der Vorderseite die Aufschrift "Reichsnährstand 1935". Auf der Rückseite steht "Hermann Göring Koog, eingeweiht vom Ministerpräsidenten Hermann Göring, Oktober 1935". Am Fuß ist zu lesen "Das deutsche Bauerntum ist die ewige Blutquelle des deutschen Volks."

Der umstrittene Text der Infotafel

""Seit 1933 herrscht die NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter Partei). Ihre Ideologie ging auf das Germanentum und die Blut und Boden-Mentalität zurück und sie behauptete, ein Volk ohne Raum zu sein.
Ein neuer Koog war in den Augen der NSDAP Gewinn einer neuen Heimat am Wasser, geschaffen aus der Kraft des bodenständigen Bauerntums.
Dieser Gedanke wird symbolisiert durch die Runen am oberen Rand und wiederholt durch den Spruch am unteren Rand der Glocke.
Nach fast 80 Jahren folgen wir dieser Ideologie nicht mehr, aber wir müssen sie akzeptieren als eine Phase unserer Geschichte.
Der Gewinn eines Kooges bleibt eine große Leistung, er schafft Land und Ernährung. Die ideologische Überhöhung ist auch aus der Not einer bestimmten Epoche zu verstehen.
Gemeinde Tümlauer-Koog
"

Wie die Gemeinde sich mit Ihrer Vergangenheit "auseinandersetzt", ist seit 2010 auch am Gemeindewappen zu erkennen , daß u.a.eine silberne Glocke "ziert".
http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCmlauer-Koog
Ein Vorschlag zum Umgang mit der Glocke ist die Unterbringung in der Neulandhalle als Erinnerungsort.
http://www.shz.de/artikel/article//goer ... halle.html

Selbst die Washington Post hat über die "Nazi bell" berichtet.
http://www.washingtonpost.com/world/eur ... story.html

Grüsse
bettika
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Neulandhalle: Erinnerungsort von nationaler Bedeutung?

Beitrag von bettika » 21.06.2012 13:57

Hallo,
das von den Historikern Prof. Dr. Uwe Danker und Claudia Ruge erstellte Konzept zum "Lernort Neulandhalle" wurde jetzt vorgestellt
http://www.barmstedter-zeitung.de/nachr ... uwerk.html
"Die Kernidee von Danker und Mitarbeitern lautet: Am Beispiel von 'Adolf-Hitler-Koog' und Neulandhalle die Geschichte der in der NS-Zeit ideologisch aufgeladenen Landgewinnung zum Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit NS-Selbstdarstellung, Lebensraumpolitik und Volksgemeinschaftsidee zu machen. Dabei setzen sie auch auf inhaltliche Kooperationen mit den KZ-Gedenkstätten Neuengamme und Ladelund.."

Bei der Finanzierung könnte eine Anerkennung als "Erinnerungsort von nationaler Bedeutung"
zu Bundesmitteln verhelfen.

Zur Thematik ein bemerkenswerter Beitrag von Robert Habeck, Schriftsteller und neuerdings Minister:
"Täterorte wie der Obersalzberg oder das Reichsparteitagsgelände mögen imposanter sein als die Neulandhalle. Dass der Nationalsozialismus seine Vernichtungsorgien nur durch die Verführungsideologie bewerkstelligen konnte und wie diese im Detail funktionierte, wie viel es kulturgeschichtlich noch zu lernen gibt, das kann man an der Neulandhalle, an den Nazi-Glocken, an der Symbol- und Mythensprache wie unter einem Brennglas studieren. Es wäre zu wünschen, dass dieses Lernen weiter möglich wäre. Wenn es nicht gelingt, die Neulandhalle in die Liste der Täterorte aufzunehmen und zu einem Lernort zu machen, muss sie abgerissen werden" http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/arti ... 8ce84fed8e

Grüsse
bettika
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