"Ley-Häuser"

Nichtmilitärische Zweck- und Repräsentationsbauten und -Projekte des Nationalsozialismus 1933-1945
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nordfriese
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Beitrag von nordfriese » 07.02.2019 21:06

Moin!

In der heutigen Ausgabe der MOPO ist ein Artikel über das
letzte Ley-Haus in der Walddörferstrasse in HH.

Von den fünf Häusern dort, blieb nur noch das Haus Nr. 249b
übrig. Der Senior, der es bewohnte, ist ausgezogen und das
Haus soll wohl abgerissen werden.

War zufällig in der Nähe und habe "mal schnell" von der
Strasse aus geknipst...

Gruss aus NF!
Rolf
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Djensi
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Beitrag von Djensi » 08.02.2019 12:09

Moin,

bei Streetview sieht man unter Walddörfer Straße 300 noch sehr schön das damals (2008)zur Straße stehende Haus.

StreetView

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erlenmeier
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Re: Unser Leyhaus in Hamm

Beitrag von erlenmeier » 19.02.2019 16:31

Bernie hat geschrieben:Nach der Ausbomburg 1943 hat meine Mutter ein solches Leyhaus
im Garten in Hamm (Jordanstraße) errichtet. Sie bekam einen Bausatz
geliefert und einen Kriegsgefangenen als Helfer ausgeliehen.
Glücklicherweise war ein befreundeter Zimmermann gerade auf
Heimaturlaub. Zu dritt errichteten sie das Haus an zwei Tagen.
Es blieb für Wohnzwecke bis 1958 erhalten.
Moin Bernie,

weisst Du, ob es diese Behelfsheime heute noch gibt, bzw. wann sie abgebrochen wurden?
Nur wer die Vergangenheit kennt, kann auch Gegenwart und Zukunft bewältigen.

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Antwort

Beitrag von erlenmeier » 19.02.2019 22:33

Volkiwolf hat geschrieben:Moin zusammen,

kurze Zwischeninfo; mein Kontakt der Siedlergemeinschaft August-Krogmann-Straße hat sich gemeldet. Dieses Jahr war ja nun 80-jähriges Jubiläum und dafür wurde eine Siedler-Zeitung mit Chronik und vielen vielen Infos erstellt. Diese bekomme ich die Tage und ich hab die Erlaubnis sie abzulichten und hier zur Verfügung zu stellen. So hat jeder etwas davon :-)

Grüße
Marc
Moin Marc,
kommt noch eine Info von Dir zu dem Thema?
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Häuser in der August-Krogmann-Str. in HH

Beitrag von erlenmeier » 19.02.2019 22:41

noch mal zu volkiwolf-marc

Habe eben die August-Krogmann-Str. mit Street-View abgesucht, aber keinerlei Verbindungen zu Ley-Behelfsheimen entdeckt.

Liegt da vielleicht eine Verwechslung mit größeren Siedlungshäusern vor????

Ich selbst kann als Nahe-Bremer leider nicht mal eben schnell in HH nachschauen
sagt erlenmeier
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Re:

Beitrag von erlenmeier » 13.07.2019 10:56

Volkiwolf hat geschrieben: 02.09.2013 15:14 Moin,

die Siedlergemeinschaft hat dieses Jahr ihr 80jähriges Bestehen gefeiert.
Ich kenne dort einige eingefleischte "Siedler" wie sie sich nennen und bei
Bedarf lässt sich sicherlich mal eine Chronik und ggf. historisches Bildmaterial
oder ähnliches besorgen. Besteh Interesse? Dann sprech ich mal mit dem Vorstand dort :-)

Besten Gruss
Marc
Moin Volkiwolf,
ich wäre Dir dankbar, wenn Du mal mit der Siedlergemeinschaft Kontakt aufnimmst und nach einer Chronik oder Festschrift fragst. Das würde uns ja wieder ein kl. Stück weiter bringen.

Gruß von erlenmeier dem älteren
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Re: Unser Leyhaus in Hamm

Beitrag von erlenmeier » 13.07.2019 10:58

erlenmeier hat geschrieben: 19.02.2019 16:31
Bernie hat geschrieben:Nach der Ausbomburg 1943 hat meine Mutter ein solches Leyhaus
im Garten in Hamm (Jordanstraße) errichtet. Sie bekam einen Bausatz
geliefert und einen Kriegsgefangenen als Helfer ausgeliehen.
Glücklicherweise war ein befreundeter Zimmermann gerade auf
Heimaturlaub. Zu dritt errichteten sie das Haus an zwei Tagen.
Es blieb für Wohnzwecke bis 1958 erhalten.
Moin Bernie,

weisst Du, ob es diese Behelfsheime heute noch gibt, bzw. wann sie abgebrochen wurden?
Moin Bernie,
gibt es Neues zu dem Ley-Haus Deiner Mutter?
Hast Du Bilder dazu?
Oder einen Straßenplan?

Gruß von hans
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Re: Unser Leyhaus in Hamm

Beitrag von erlenmeier » 01.09.2019 15:43

Bernie hat geschrieben: 23.10.2018 10:11 Nach der Ausbomburg 1943 hat meine Mutter ein solches Leyhaus
im Garten in Hamm (Jordanstraße) errichtet. Sie bekam einen Bausatz
geliefert und einen Kriegsgefangenen als Helfer ausgeliehen.
Glücklicherweise war ein befreundeter Zimmermann gerade auf
Heimaturlaub. Zu dritt errichteten sie das Haus an zwei Tagen.
Es blieb für Wohnzwecke bis 1958 erhalten.
Moin Bernie,
gibt es von dem haus noch ein Bild???
Gruß von hans
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Re:

Beitrag von erlenmeier » 01.09.2019 15:46

Volkiwolf hat geschrieben: 06.09.2013 09:05 Moin zusammen,

kurze Zwischeninfo; mein Kontakt der Siedlergemeinschaft August-Krogmann-Straße hat sich gemeldet. Dieses Jahr war ja nun 80-jähriges Jubiläum und dafür wurde eine Siedler-Zeitung mit Chronik und vielen vielen Infos erstellt. Diese bekomme ich die Tage und ich hab die Erlaubnis sie abzulichten und hier zur Verfügung zu stellen. So hat jeder etwas davon :-)

Grüße
Marc
Hallo marc volkiwolf,
hast Du denn nun schon etwas von der Siedlergemeinschaft Krogmannstraße bekommen??????

Würde mich freuen, Neuigkeiten dazu zu lesen sagt
hanskarl
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arno ernst johann
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Re: "Ley-Häuser"

Beitrag von arno ernst johann » 06.05.2021 11:56

Ich bin im Juli 1936 in Altona geboren. 1943 bin ich mit meiner Familie ausgebombt. Wir wohnten in Eimsbüttel, Margarethenstr. 76. 1944 bekam meine Mutter ein Leyhaus auf Bezugschein. Gleichzeitig bekam sie einen Bauplatz auf einem Liegenschaftsgrund in Billstedt Masurenweg zugewiesen. Das Leyhaus wurde in Teilen am Grundstück angeliefert.
Die Montage musste meine Mutter selbst organisieren. Sie fand einen Bautrupp, der bestand aus russischen Kriegsgefangenen mit einem deutschen Soldaten als Wächter. Meine Oma musste den Bautrupp während der Montagezeit ernähren, Arbeiter und Posten. Das Haus maß 5 mal 5 also 25qm. Der Wohnraum nebst Küche hatte die Maße 3x5Meter.In dem Wohnraum war noch der Windfang 1qm. Das Schlafzimmer Maß 10qm. In dieser Unterkunft lebten wir jahrelang mit 6 Personen. Die beiden Großeltern, meine Mutter mit ihrer Schwester mein Bruder und ich. Viele Familienangehörige halfen uns dabei, das Haus zu ummauern, mit Steinen aus den Trümmern. Später wurde angebaut, eine Küche, ein Plumpsklo, ein Flur und ein Schuppen. Mit den Jahren wurde unsere Familie Kleiner, am Ende 1950 lebte ich mit meiner Mutter allein in dem Haus. Die Stadt bot dann meiner Mutter das Grundstück zum Kauf an, aber meine Mutter war nur eine kleine Verkäuferin und ich war Schlosserlehrling. Den Kaufpreis konnten wir nicht aufbringen. Wir suchten uns eine Wohnung und ein Anderer baute sich ein Haus auf dem Grundstück.

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