Radarstellung auf der Wasserkuppe

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Hesse
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Frage zur Kaserne

Beitrag von Hesse » 29.12.2017 20:00

Bezüglich der Radarstellung habe ich eine Frage, respektive zur "Kaserne in Gersfeld".
Ich selber bin Gersfelder und habe mal die Alten gefragt, es gab dort nie eine, ausser ein Lazaret im Schlosspark, dass war im WW II.

Wenn es eine gab, dann bitte korrigiert mich, vor allem, wo sie war.
Würde mich selber interessieren, ich habe die Chroniken von Herr Maas, welcher mein Nachbar war, Gott hab ihn seelig, zu Rate genommen, aber auch da war ne die Rede von einer "Kaserne".

Bitte klärt mich auf!

Gruß Markus
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HW
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Beitrag von HW » 04.01.2018 19:19

Hallo,

mit Kaserne Gersfeld sind die Unterkunftsgebäude auf der Wasserkuppe gemeint. Obwohl vermtlich offiziell nicht von der Bundeswehr als Kaserne benannt (ob von der US-Armee so benannt ist mir nicht bekannt), wurde diese umfriedete Liegenschaft (Unterkunftsbereich) auch von den hier stationierten Soldaten im Sprachgebrauch als Kaserne bezeichnet. Auch in verschienen schriftlichen Unterlagen wird von Kasernengebäuden gesprochen. Es gab ja auf der Wasserkuppe 2 Liegenschaften, einmal der Bereich mit den Radomen und den davon getrennten Bereich mit den Unterkunftsgebäuden. Soweit mir bekannt, gehört die Wasserkuppe zur Stadt Gersfeld und so kam es vermutlich, dass von der Kaserne in Gersfeld gesprochen wurde.

Gruß
HW

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Rex Danny
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Beitrag von Rex Danny » 05.01.2018 08:47

Im Anhang befinden sich die beiden Liegenschaften auf der Wasserkuppe. Die Umfriedung der Luftverteidigungsstellung dürfte exakt sein, die der Unterkunft fast exakt, da die Spuren der Umzäunung heute an einigen Stellen nur noch sehr schwer zu erkennen sind und ich die Umfriedung vor längerer Zeit mal auf einem hier jetzt nicht vorliegenden Plan gesehen habe, somit nur aus dem Gedächtnis eingezeichnet habe.

Grüße


Rex Danny
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Beitrag von Hesse » 16.01.2018 14:05

Habt vielen Dank für die info,
ich war schon am an mir selbst zweifeln.
Ich musste wegen schweren Strum zwangsweise mal oben bleiben, selber war ich allerdings in Wildflecken stationiert.
Da ich "Ur-Rhöner" bin kenne ich mich da oben auch gut aus, auch wenn es traurig ist, wie sich alles entwickelt.
Wenn ich mal wieder oben bin, schiesse ich ein paar aktuelle Bilder!

Danke nochmals für die info

gruß Markus
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Beitrag von Hesse » 28.01.2018 20:58

So ... war also doch mal wieder oben und habe an euch da mal zwei/drei Fragen.
War das eifach ein Gullideckel? Bild 1
Und was sind das für Vorrichtungen in Bild 2?
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Beitrag von zulufox » 28.01.2018 22:49

Hallo Hesse,

bei Bild 1 wäre ein Durchmesser schon hilfreich. Könnte eine Messstelle sein.
Bild 2: Außenanschluss für mobile Geräte.

MfG
Zf :holy:
Friedrich Hebbel: Tagebücher:
"Es gibt nur eine Sünde, die gegen die Menschheit mit allen ihren Geschlechtern begangen werden kann, und dies ist die Verfälschung der Geschichte."

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Beitrag von Hesse » 29.01.2018 20:43

Der Deckelaussendurchmesser ist 900mm.
Darunter das ist etwas schamler, da der Deckel übersteht

gruß Markus
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Beitrag von Cremer » 29.01.2018 23:06

Im Bild 2 handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Kabelanschlussstelle
MfG Euer Fernmelder
Erich Fellgiebel 1935:Nachrichtentruppen sind kostbare, schwer zu ersetzende Mittel der Führung.

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Re:

Beitrag von Thunderhorse » 19.05.2019 11:39

HW hat geschrieben:
31.08.2015 11:52
Hallo,

noch einmal kurz etwas über Wasserkuppe und Heidelstein bevor etwas durcheinander gebracht wird:
Auf der Wasserkuppe waren mehrere Radargeräte zur Luftraumüberwachung, zum Schluss nur noch 1 Radargerät, dass, ich meine es war 2004, nach Berlin transportiert wurde. Ortsfeste Abhörstationen, also ELOKA, gab es hier von der Bundeswehr nicht.
Das schließt aber nicht aus, dass vielleicht temporär hier mobile Eloka-Trupps auch vor Ort waren. Bekannt ist mir aber nichts darüber.
Behördenfunk war und ist immer noch stark vertreten auf der Wasserkuppe.

Auf dem Heidelstein war in der Nähe von dem Fernsehsender die Stellung Delta 2 vom 18./FmRgt 32. Das war eine Stellung vom Tieffliegermelde- und Leitdienst. Also auch Luftraumüberwachung und nicht ELOKA. Auch hier könnte es gewesen sein, dass sich ELOKA-Trupps nach hierher "verirrt" hatten, was mir aber auch nicht bekannt ist.
Nach Aussagen von Ehemaligen soll manchmal ELOKA (FmRgt 220 oder FMRgt 320, also Heer - Luftraumüberwachung ist aber Luftwaffe) in der TMLD-Stellung Echo 4 in Moosbach-Rückersrieth auf dem Eisberg gewesen sein.
Ferner gab es auf dem Heidelstein eine Peilanlage und eine Funksende- und Empfangsalage für den SAR-Flugfunk. Heute ist nur noch die Funksende- und Empfangsanlage aktiv. Die Peilanlage ist nicht mehr vorhanden. Hat aber auch nichts mit ELOKA zu tun.

Gruß
HW
Die Objekte/Anlagen der BW werdenin diesem Büchlein beschrieben bzw. angesprochen.
https://www.rhoenbuecher.de/Jenrich-Der-Heidelstein
MfG. TH

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Re: Radarstellung auf der Wasserkuppe

Beitrag von Pinguin der 2. » 19.05.2019 14:11

Mal ein kleiner Input zu RiFu Stationen. RiFu wird ja genutzt, um eine "weitgehend" abhörsichere Commo Verbindung aufzubauen. Sonst könnte man ja gleich normalen Funk nehmen. Eben deswegen wurden RiFu Verbindungen niemals in West-Ost Richtungen aufgebaut, weil sich die Übertragung nicht als kohärenter Strahl entwickelt sondern langsam immer breiter als Keule wurde. Das heißt: Feind hört doch mit.
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