MfS-Fernmeldeaufklärung Hilgenberg bei Steimke

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MikeG
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MfS-Fernmeldeaufklärung Hilgenberg bei Steimke

Beitrag von MikeG » 18.03.2012 20:52

Moin!

Wie man verschiedenen Publikationen (siehe z.B. „Anatomie der Staatssicherheit“) entnehmen kann, betrieb die Haupotabteilung III/6 des MfS in der Nähe von Steimke auf dem Hilgenberg grenznahe Fernmeldeaufklärung. Hierbei dürfte es sich um mobile Technik gehandelt haben. Da ich heute in der Gegend war, habe ich trotzdem mal einen Blick auf diesen Hügel geworfen.

Auf der Kuppe wächst ein kleiner Wald und man kann deutlich einen Bereich erkennen, der damals für das Abstellen von zwei oder drei Fahrzeugen hergerichtet worden zu sein scheint. Das entsprach in etwa auch meinen Erwartungen. Darüber hinaus muss es aber doch ein Tor, eine Schranke oder so etwas gegeben haben, ein Pfosten steht noch direkt an der Zufahrt des Abstellbereiches im Wald. Auch etwas Metallschrott lag in dem ansonsten sauberen und müllfreien Waldstück in diesem direkten Bereich herum.

Gab es an den mobilen Fm-Stellungen des MfS möglicherweise doch eine zumindest minimale Infrastruktur? Einen Anschaltekasten bzw. dessen Reste konnten wir z.B. nicht (mehr) finden.

Mike
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Volker
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Re: MfS-Fernmeldeaufklärung Hilgenberg bei Steimke

Beitrag von Volker » 23.03.2012 07:22

MikeG hat geschrieben:,Darüber hinaus muss es aber doch ein Tor, eine Schranke oder so etwas gegeben haben, ein Pfosten steht noch direkt an der Zufahrt des Abstellbereiches im Wald. Auch etwas Metallschrott lag in dem ansonsten sauberen und müllfreien Waldstück in diesem direkten Bereich herum.

Gab es an den mobilen Fm-Stellungen des MfS möglicherweise doch eine zumindest minimale Infrastruktur? Einen Anschaltekasten bzw. dessen Reste konnten wir z.B. nicht (mehr) finden.

Mike
Hallo Mike,

zu große Vorstellungen über Zufahrten, Schranken usw. solltest Du Dir nicht machen. Das Grenzgebiet als solche war gesichert, da wurden solche befristeten, mobilen Stützpunkte kaum zusätzlich geschützt. Bestenfalls durch eine Alarmanlage ;) (Kristall).
Auch einen Anschaltkasten dürftest Du an solchen Orten vetgeblich suche. Strom lieferte zumeist ein Dieselaggregat. Die Infrastruktur ist leicht zu erläutern: Alle machten alles.

Volker

Früher Beobachter
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Re: MfS-Fernmeldeaufklärung Hilgenberg bei Steimke

Beitrag von Früher Beobachter » 21.03.2015 17:38

Hallo zusammen,
als neuer Nutzer in diesem Forum war ich auf dem Hilgenberg und recherchierte darüber.
Die Infos im Netz sind durchaus widersprüchlich.
Möglichwerweise war dort eine temporät genutzte Stellung für mobile Funkaufklärungskräfte der HA III - etliches deutet sowohl in de Quellenlage, als auch durch meine Ortsbesichtigung darauf hin.
Am Hilgenberg sind ebenso Feldstellungen in westlicher und süd-westlicher Richtung festzustellen - darüberhinaus drei unnatürlich erscheinende Erdaufwürfe, die gedeckte Fahrzeugastellungen gewesen sein könnten.
Nun, zumindest die Feldstellungen wurden mir durch Zeitzeugen als Beobachtungsposten der GSSD erklärt, die im Winter nicht besetzt waren.

Zufahrt zum möglichen Aufstellungsplatz der mobilen Funkaufklärung:
http://www.panoramio.com/photo/117900651

Feldstellungen (wahrscheinlich GSSD):
http://www.panoramio.com/photo/117899646
http://www.panoramio.com/photo/117899661
http://www.panoramio.com/photo/117899614
Mögliche Fahrzeugdeckungen:
http://www.panoramio.com/photo/117899756
http://www.panoramio.com/photo/117947562

HG
Früher Beobachter

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wobo
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Mfs-Fernmeldeaufklärung

Beitrag von wobo » 09.04.2015 12:05

Hallo Leute
Die "Mutterstation" für die mobilen Einheiten befand sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Nähe von Diesdorf.
Es handelte sich dabei um ein sog. Feldlager ohne feste Gebäude, mit Ausnahme der Funkzentrahle,
für die man einen Norm-Bau (BT 4x4) errichtet hatte.
Laufgräben und Stellungen an allen Ecken des Areals, weisen auf eine Absicherung durch Infanterie hin.

PS: Es gab bis vor einiger Zeit eine I-Net Seite, in der ein ehemaliger NVA-Soldat seine Dienstzeit
dort beschrieben hatte, dadurch kann ich die gezeigten Fotos (zB. Kohlelager) zuordnen.
Leider ist diese Seite nicht mehr verfügbar... :(

Gruß Wolf
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K Pagel
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Beitrag von K Pagel » 10.04.2015 18:32

Wobo, das sind die Überreste der von den FuFuTAK der Aufklärungsbataillone 1, 8 und 9 bis 1983 genutzten FuAkl-Station Diesdorf. Als ehemaliger Angehöriger der FuFuTAK des AB-8 war ich von 1977 bis 1983 mehrfach im Jahr dort, als Auswerter in der obersten Etage des Turms. Dazu ist hier schon Einiges geschrieben worden, auch ein paar Fotos von mir sind da drin: https://www.geschichtsspuren.de/forum/n ... -t433.html

Nachdem wir ab 1984 unsere Aufklärung nach Schlagsülsdorf verlegt haben, wurde Diesdorf nur noch sporadisch, z.B. bei der Verdichtung der FuAkl während der Herbstmanöverserien der NATO, von uns genutzt.

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Beitrag von wobo » 10.04.2015 21:20

K Pagel hat geschrieben:... in der obersten Etage des Turms.
Hallo K P...
Danke für deinen Beitrag, ich muß mich hier erst noch zurecht finden ... ;)
die "Oberste Etage" war zu meiner Anwesenheit nur etwas für Furchtlose... :mrgreen:

Gruß Wolf
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