Hochstativaufnahmen

Fotografie-Themen - richtige Belichtung, Technik und Techniken etc.
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aga300
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Hochstativaufnahmen

Beitrag von aga300 » 25.12.2006 09:51

Hat jemand hier schon einmal Erfahrungen mit Aufnahmen vom Hochstativ - 10 Meter und höher - gemacht? Die Preise für einzelne Aufnahmen liegen ja bei rund 30-60 € ja nach Anfahrtstrecke und die Anlagen selbst werden zu Preisen verkauft, für die man auch eine Weltreise machen kann.

Daher meine Frage, lohnt sich so etwas, z.B. für das Aufspüren von Geoveränderungen auf Grund von früheren Bebauungen oder sind da 10 Meter noch zu gering, also der Winkel noch zu flach? Oder wie schätzt ihr die Nutzbarkeit auserhalb interessanter Foto-Perspektiven in der Nutzbarkeit ein?

Gruß TP

petzolde
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Beitrag von petzolde » 25.12.2006 11:01

Wie haben mit so etwas experimentiert, für Projekte zum "Aufforsten" in Halbwüsten. Allerdings vor etwa 20 Jahren, d.h. konventionelle Kameras mit elektrischem Auslöser, an Ballons hängend, über drei Seile gehalten. Meine Erinnerung: 10 m waren deutlich zu wenig.
Aber wenn es nur um Einzelaufnahmen geht: Frag mal die freiwillige Feuerwehr für einen kurzen Drehleiter-Einsatz. Ist mitunter günstig zu haben.
gruß EP

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MikeG
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Beitrag von MikeG » 25.12.2006 14:24

Moin!

Ich würde auch sagen, dass 10m deutlich zu wenig sind. Mit KAP (Kite Aerial Photography - war hier schon mal Thema, ansonsten Google) in 30-40m dürfte die Untergrenze sein. Aus 500 Fuss (etwa 150m und gesetzliche Untergrenze, soweit ich weiss) aus einem Flugzeug sieht das schon viel besser aus, da erkennt man auch etwas.

Je nachdem, was Du suchst, musst Du auch die richtige Jahreszeit wählen. Leichter Grieselschnee auf Boden nahe dem Gefrierpunkt ist sehr interessant auf Feldern. Die frühe Wachstumsphase (Getriede noch grün und nicht ausgewachsen) ist ebenfalls nicht schlecht auf Feldern.

Mike
Zuletzt geändert von MikeG am 25.12.2006 21:56, insgesamt 1-mal geändert.

RV
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Beitrag von RV » 25.12.2006 18:48

Schon mal an einen Modellhubschrauber gedacht?

Ein Bekannter von mir macht so etwas.

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Michael aus G
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Beitrag von Michael aus G » 26.12.2006 02:13

RV hat geschrieben:Schon mal an einen Modellhubschrauber gedacht?
Etwas billiger geht es mit einem Heliumfesselballon. Kommt halt darauf an, was man "knipsen" will. Im bebauten Gelände hat der Modellhubschrauber Startverbot, der Ballon nicht. :mrgreen:
Gib mir genügend Schubkraft und ich bringe dir ein Klavier zu fliegen!

RV
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Beitrag von RV » 26.12.2006 10:25

Nicht ganz richtig so ...

Laut Gesetzeslage ist verboten:

- Modellflug in weniger als 1,5 km Abstand zu Flugplätzen, Verkehrslandeplätzen und Verkehrsflughäfen (ICAO Karte bemühen)

- Modellflug mit VERBRENNUNGSMOTOREN in weniger als 1,5 km zu Wohnansiedlungen (ca >10 Häuser je nach Zweck)

- Modellflug über 5 KG Gesamtabflugmasse (ja, auch ein Ballon hat eine Masse) ohne Aufstiegserlaubnis der zuständigen Behörde (RP)

Also ist erlaubt:

- Antriebsloser oder elektrischer Modellflug unter 5 KG Gesamtabflugmasse, auch "innerorts"

Aber man braucht:

- Aufstiegserlaubnis des Grundstückseigentümers von dessen Grundstück aus man startet.

Und sollte dabei selbstverständlich niemand unnötig gefährden (Überflug von unbeteiligten Personen usw.)

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Beitrag von petzolde » 26.12.2006 10:59

Bei Kränen ist der Aufenthalt unter schwebender Last verboten.
Es bleibt zu klären, ob ein Ballon oder Modellflugzeug mit darunter aufgehängter Kamera formaljuristisch dann auch als Kran gesehen wird ?
gruß EP

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Beitrag von RV » 26.12.2006 11:11

In den dauerhaften Aufstiegserlaubnissen der Modellflugplätzen für den erlaubnispflichtigen Modellflug (>5kg) steht meist so etwas ähnliches drin:

.... beim Überflug von Personen ist eine Mindesthöhe von .. 50 m über Grund einzuhalten ...

(z.B. befindet sich im Anflugsektor von unserem Platz ein Wanderweg)

Verboten (Gesetzlich) ist es AFAIK NICHT. Nur sagt einem der gesunde Menschenverstand, daß so etwas nicht gut ist.

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aga300
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Modelhubschrauber

Beitrag von aga300 » 26.12.2006 15:51

Danke für die Antworten.
Klar, Luftschiff, Hubschrauber, ... sind alles Möglichkeiten. Hubschrauber sind mit Erlaub sau Teuer, wenn sie entsprechende Lasten tragen können sollen. Luftschiff oder Balon mit Balongas für jeden Aufstieg neu zu füllen ist auch kaum bezahlbar. Immerhin wird man für eine Digicam mit Übetrager schon rund 1 qm Gas benötigen und eine 20 Liter Flasche Balongas reicht dann für 4 Füllungen und schlägt mit 60-80 € zu Buche.
Klar geht es damit höher hinaus als mit einem Stativ. Es soll aber auch bezahlbar bleiben und nicht die Folgekosten gegen Unendlich treiben.

TP

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Beitrag von RV » 26.12.2006 17:21

Also eine Last von 600 Gramm (Mini-DV-Cam) war für meinen damaligen Heli kein Riesenproblem.

Ein mittlerer E-Heli mit ca. 3,8-4,2 kg Abfluggewicht packt das gut.

Die Frage der Lageerkennung in großer Höhe ist allerdings schwierig für den Piloten.


Beispiel eines Forenkollegen von RC-Heli:

http://www.rc-heli.de/board/index.php?topic=51316.0

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