Beleuchtung von Kellern

Fotografie-Themen - richtige Belichtung, Technik und Techniken etc.
StoMunNdlg

Beleuchtung von Kellern

Beitrag von StoMunNdlg » 16.11.2009 00:38

Hallo,

ich habe immer wieder ein Problem : das Fotografieren von Kellern, z.B. Luftschutzkellern, oder in Bunkern wo es halt stock duster ist.
Taschenlampen sind zwar immer dabei, und fürs Auge hell genug, habe auch schon einige zusätzliche versucht aber auf Fotos kam maximal ein Lichtkegel heraus.
Das ist natürlich sehr schade weil so vieles nicht festgehalten werden kann.
Und eine dicke Beleuchtungsanlage mit großen Akkus mitschleppen is nun auch nicht so ideal.

Hat da wer vielleicht eine einfache Idee auf die ich nur noch nicht gekommen bin ?

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dolphiner
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Beitrag von dolphiner » 16.11.2009 02:45

Ich stell meine Kamera da oft auf 10-20 Sekunden Belichtungsdauer.
ISO nicht mehr als 800 wegen Bildrauschen, eher weniger.

Dann nehm ich je nach Objekt und Stimmung entweder ne 4D Mag mit normaler Birne und leuchte während die Kamera ihre 20 Sekunden die Blende offen hat, das Objekt gleichmäig aus.
Gibt ein schönes warmes Licht.
Auch nett der Effekt mit einer LED Lampe. Oder gemischt.
Aus einem Seitengang mit LED, der Hauptgang mit warmen Licht.

Lange Gänge kann man super mit der BULB Funktion vieler Kameras ausleuchten.
Dann macht die so lange auf, bis Du wieder drauf drückst.
BULB an, Auslösen, mit einem Blitz der mit der Hand auszulösen ist, den ersten Bereich vor der Kamera blitzen,
dann ein Stück weiter, wieder blitzen, bis soweit Du halt den Gang/Tunnel haben willst.

Ideal dabei, eine zweite Person.
Man soll ja eh nie alleine eine Anlage befahren, gelle.
:-)
Achja, Stativ natürlich benutzen.
Damit das Ding trotzdem durch das AUslösen mit der Hand nicht verwackelt,
macht Selbstauslöser auf 2-3 Sekunden Sinn.

So , das wars. ;)
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Firefighter112
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Beitrag von Firefighter112 » 17.11.2009 09:34

Hallo,

diese Technik nutze ich auch, speziell für größere Räume und Stollen. Für kleinere Sachen verwende ich einen SB-900 von Nikon in Verbindung mit einer D300.

Für Stollen und große Räume nehm ich zum Belichten einen oder mehrere 55 W-Strahler, umgebaut auf externe Versorgung über 12V-Bleigel. Alternativ auch mit mehreren LED-Lampen.

Grundsätzlich belichte ich 30 Sekunden, die Blende passe ich dann dem Objekt und den Lichtverhältnissen an.
Die ISO sollte man so niedrig wie möglich halten, je nach Rauschverhalten der verwendeten Kamera.
Wie man an den nachfolgenden Bilder erkennt, kann man somit nahezu schattenfreie Bilder machen.
Die Bilder entstanden in einem B-Werk in der Eifel, allerdings noch mit einer Nikon D80.

Das man bei dieser Technik ein Stativ verwendet, sollte selbstverständlich sein :-)
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Lord
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Beitrag von Lord » 17.11.2009 11:57

Also ich kenn das ausleuchten von Höhlen jetzt eigentlich eher als von Bunkern
aber wir handhaben sowas immer mit 3 Blitzen glaub das sind Metz (uralte) 40 mz-2
die sind ziemlich robust :-) was in Höhlen ja auch Bedingung ist.
Dazu haben wir dann an jedem Blitz eine Firefly hängen die hat eine enorme
Reichweite auch untertage allerdings brauchst du hier noch eine
Blitzschlampe ähh einen Blitzträger (funktioniert aber auch wenn du den Blitz irgendwo positionierst).
Benutzen kannst du Spiegel sowie Digitalkameras sind beide dafür geeignet.

Hier mal ein paar Links für dich:

http://www.fireflyelectronics.co.uk/ Firefly Hersteller
http://www.hoehlenfoto.de/Technik/Ausru ... estung.htm Höhlenfotografieausrüstung

StoMunNdlg

Beitrag von StoMunNdlg » 19.11.2009 00:12

Vielen dank für die guten Infos !!! Da hab ich mal neue ansatzpunkte um mein problemchen zu lösen :)

Wenn ich solche Bilder wie oben hinbekomme.....das wär nen traum.
Was ich auf jeden fall schon mal gelernt hab ist mehr ruhe walten zu lassen, ein Stativ zu nehmen und das ganze etwas gezielter/professioneller an zu gehen.

Bisher sah das in etwa so aus, das wir irgendwo im dunklen Standen, und "geknipst" haben, das ging natürlich nicht, dann mal so mal so beleuchtet ging natürlich auch nicht also weiter :p

danke für die tips ich werd sehen das ich dann vielleicht bald ein paar Ergebnisse präsentiere !

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Lord
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Beitrag von Lord » 19.11.2009 09:59

Hier noch ein Link zu nem etwas professionelleren
Untertagefotograph der auch einige Tips in seiner
Homepage verrät.

http://www.speleo-foto.de

Phantasmagorius

eine Sonne in der Hand

Beitrag von Phantasmagorius » 26.05.2010 22:21

Hallo Zusammen,
ich habe sehr schöne und gute Erfahrungen mit dem Produkt (Zweibrüder X21) gemacht.

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MikeG
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Beitrag von MikeG » 26.05.2010 23:05

Moin!

Ich hatte hier ja schon einmal auf die kleinen und günstigen Mini-Dulux hingewiesen. Natürlich erfordert das für jedes Bild ein wenig Setup und damit Zeit und Aufwand. Hinzu kommt noch die relativ lange Belichtungszeit. Aber da muss man wissen, was man will: Entweder gute, plastische Fotos oder Geschwindigkeit. Beides wird nicht gehen, egal mit welcher Technologie. Leider :-(

Mike

Marco van Gülich

Beitrag von Marco van Gülich » 27.06.2010 03:51

Hallo,
ich habe auch noch eine weitere "Lösung" bzw. "Notlösung"

Bei langen Belichtungszeiten (z.B. 25-30 Sekunden) kann mann mit einer Taschenlampe wie mit einem Pinsel das Bild aufhellen indem man einfach über die zu Fotografierende Fläche mit der Taschenlampe hin und herleuchtet.

Somit lassen sich auch verschiedenste Details durch längeres Beleuchtet hervorheben .

An dem 3er Bild seht ihr Beispiele, wie man damit ausleuchten kann:
http://www.maggo-art.de/art/lankenvergleich.jpg
(Bilder sind von der alten Panzerstraße in Lanken)

Vielleicht hilft es ja dem Einen oder Anderen weiter.
LG Maggo

Saarlandpower
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Beitrag von Saarlandpower » 05.10.2012 07:20

Man sollte auch bei Langzeitbelichtungen die Spiegelvorauslösung einschalten. Dies reduziert auch wieder ein verwackeln.

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