S/W Fotos

Fotografie-Themen - richtige Belichtung, Technik und Techniken etc.
neugier

Re: S/W Fotos

Beitrag von neugier » 04.01.2009 17:08

Wetback hat geschrieben:Ich hatte die Kamera direkt auf Monochrom gestellt, ist das richtig, oder macht ihr erst in Farbe und wandelt das dann in S/W mit einem Bearbeitungsprogramm um.
Hallo!

Da im Winter eh unbunt ist, wie wir festgestellt haben, ist m.E. nach die reine S/W-Fotografie sehr sinnvoll. Mit einem Gelb-Filter fotografiert bekommen die Bilder auch noch bessere Kontraste. Schliesslich kommen viele Fotodokumentationen - auch solche mit aktuellen Bildern -nur mit S/W-Bildern aus.

Dirk

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Beitrag von katschützer » 12.02.2009 21:27

Moin,

nur mal interessehalber. In verschiedenen Büchern auch ZDv´en hab ich Bilder von Wehrtechnik in s/w gesehen, die aber nicht wie "normale" Fotos aussehen, eher ein wenig wie Bleistiftradierungen. Lag das am damaligen Filmmaterial bzw den Druckverfahren oder wurden die extra nachbearbeitet.

Ich weiß jetzt nicht, ob ihr auf Anhieb wisst, was ich meine. Zur Not kann ich ja mal ein Beispielbild einstellen.


MfG
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Beitrag von pigasus » 12.02.2009 22:00

Kommt mir bekannt vor aus fernen Tagen. Meinst du wie es oft auf den Erkennungsbättern war (gibt's die noch?)? Besonders Flugzeuge aus dem WP sahen oft so aus. Vielleicht waren die um Urzustand schwach aufgelöst, sehr körnig, kontrastarm, unscharf usw., da vorsichtig aus großer Entfernung aufgenommen, und wurden dann (analog!) nachbearbeitet. Wenn man heute ein Digitalbild zu sehr entrauscht, schärft,... scheint mir der Effekt ähnlich, aber bunter.

Christoph
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Beitrag von katschützer » 12.02.2009 23:51

Oft auch bei eigenem Gerät. Wie z.B. in der GDv 9107
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Beitrag von Krakau » 13.02.2009 14:13

Moin!

Vermutlich sind ein Großteil einfach "gemalte Bilder". Bei einigen gibt es jedoch zu viele Details, so dass Graustufeneffekte und Rasterung und natürlich Retusche wohl auch eine Rolle spielen.

In einem interessanten DDR-Wälzer gibt es einige Hinweise.

Die angehängte Bildtafel stammt von Seite 688, Kleine Enzyklopädie Technik ,VEB Verlag Enzyklopädie Leipzig,1959

An allen Bildern, besonders aber am Hubschrauber, erkennt man deutlich, dass das gemalte Bilder sind. So wenige Details kann man gar nicht bei einem Foto "nicht" aufnehmen!

Im Anhang des Buches läuft diese Seite unter Foto- und Farbtafeln und Bildtafeln. Es gibt noch eine Reihe von tech. Zeichnungen, die werden aber unter Strichzeichnungen geführt.

Gruß
Thomas
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Beitrag von katschützer » 13.02.2009 14:53

Da kann man wenigstens eindeutig sagen ,daß es Zeicnungen sind. (Das möcht ich so auch mal können)
Retouschierung könnte bei Fotos eine möglichkeit sein. Teils gibt es aber auch Detailaufnahmen in dieser Optik.

Vielleicht fallen hier ja zum Wochenende die Foto-Fachleute mal drüber...


MfG
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Biedermann (†)

Beitrag von Biedermann (†) » 13.02.2009 17:51

Da hab ich mich damals auch schon drüber gewundert.

Eine Erklärung wäre eine Nachmalen bzw. überstark retuschieren, um die Herkunft der Bilder zu verschleiern.

In "Taschenbuch de Landstreitkräfte, Band 2, Die Armeen der Warschauer-Pakt-Staaten" finde ich sogar ein Bild as aussieht wie die Fotografie eines Spielzeugmodells (LKW GAS-63 mit RakWerfer BM-14 und aufgesessenen Soldaten)

Solch eine Diskussion hatten wir doch auch im Zusammenhang mit einem Foto(?) eines MunDepots.

Grüße
Ingo

hollihh
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Beitrag von hollihh » 13.02.2009 22:01

Moin,

bei denälteren TDven und ZDven hängt dies mit Sicherheit mit den Reproduktionskosten und Möglichkeiten zusammen. SW Fotos ließen sich einfacher retuschieren, um wesentliche Punkte deutlicher hervortreten zu lassen - ja liebe Kinder, damals gab es noch keine Digitalkameras und kein Photoshop... :mrgreen:
Und in den Vorschriften gab es eine Unmenge an Fotos...

Bei den Erkennungsblättern kommt hinzu, daß es von Fahrzeugen und Geräten der "Übungsgliederung rot" kaum gute Aufnahmen gab - da musste man schon etwas nachhelfen - bei Bildveröffentlichungen eigener Fahrzuege hat man auch manchmal manipuliert. Kenner können aus einzelnen Details auf Rüstzustände oder neue Technologien schliessen.

Bildmanipulationen macht man übrigens heute auch noch : Denkt mal an Aufnahmen von sog. "Erlkönigen" aus der Automobilindustrie, wenn z.B. der Golf VII oder die neue E-Klasse auf dem Titelblatt erscheinen. Das sind bearbeitete Aufnahmen...

Gruß

Holli

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Beitrag von Krakau » 14.02.2009 09:19

Aber getrickst haben die Jungs (und später auch Mädels) schon sehr früh ziemlich reichlich!

Ob das Ergebnis sich noch Foto nennen darf.... http://www.cs.dartmouth.edu/farid/resea ... tampering/
und hier noch ein paar ältere "kleine" Veränderungen http://www.museumofhoaxes.com/hoax/phot ... fore_1900/

neugier

Beitrag von neugier » 14.02.2009 11:48

Aus heutiger Sicht ist es sehr leicht möglich Details im Bild wegzunehmen, die Konturen aber zu verstärken. Montag kann ich dazu mal Beispiele zur Verdeutlichung liefern.

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