Ausweichsitz der Verfassungsorgane

Zivile bzw. nicht-militärische Schutzbauwerke und Anlagen des Kalten Krieges
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sjwhn
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Buch Regierungsbunker

Beitrag von sjwhn » 06.11.2007 21:22

Hallo zusammen,

vorgenanntes Buch kann ich nur empfehlen, weil es sich auf etwas prosaischere Weise mit dem Bauwerk beschäftigt als die Magdanz-Monographie.

Nicht billig, aber gut angelegtes Geld.

Grüße aus Heilbronn

S.

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Godeke
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Beitrag von Godeke » 06.11.2007 22:26

Hallo :) ,

bei dem "makabren Modell" im Haus der Geschichte - das hier irgendwie in Zusammenhang mit der Anlage Marienthal gebracht wird, handelt es sich sehr wahrscheinlich um ein Lehrübungs-Modell aus der Zentralen Ausbidungssstätte des LSHD, der späteren KatS-Schule des Bundes in Ahrweiler. An diesem Modell wurde die Lehrübung "BONN" durchgespielt, z.B. für den Lehrgang "Zusammenwirken der Fachdienste im Einsatz" . Ich habe diesen Lehrgang 1985 selbst mitgemacht und auch die Unterlagen sind noch vorhanden. Bei Interesse kann ich mal Einzelheiten zur Übung heraussuchen.
...und jetzt noch mal schnell zu www.thw-lueneburg.de , der aktuellen Seite mit News aus der wunderbaren Welt des Helfens!

MaxB
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Re: Buch Regierungsbunker

Beitrag von MaxB » 07.11.2007 05:53

sjwhn hat geschrieben:Hallo zusammen,

vorgenanntes Buch kann ich nur empfehlen, weil es sich auf etwas prosaischere Weise mit dem Bauwerk beschäftigt als die Magdanz-Monographie.

Nicht billig, aber gut angelegtes Geld.

Grüße aus Heilbronn

S.
Da kann ich ihm voll und ganz zustimmen

Gruß Max

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Beitrag von Hoffi28 » 20.12.2007 17:26

http://ausweichsitz.de/museum/museum/ei ... useum.html

Hab ich eben gefunden...

Gruß und frohe Weihnachten


Tim

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Beitrag von Oliver » 09.03.2008 10:58

Hi zusammen,

hat irgendwer schon einmal davon gehört?
Am Ende hätte die Bundesregierung einen Atomschlag vielleicht gar nicht in ihrem Bunker abgewartet. Es gab Planungen, im Ernstfall per Lufthansa nach Orlando in Florida zu flüchten – Startbahn sollte die A 61 sein.
Quelle: Tagesspiegel Berlin vom 09.03.08

Die Fragen die sich daraus ergeben wären:

- Wären die anderen Nationen auch von ihren Ausweichsitzen nochmals evakuiert worden?
- Hätte es für diese andere Quartiere gegeben?
- Warum ausgerechnet Orlando? (Wollten die alle ins Disney-Land, ok nicht ganz ernst gemeint)
- Wie hätte die Evakuierung per LH wohl ausgesehen, mit Sicherheit wäre das wohl nicht über einen Notflugplatz gelaufen?

Gruß
Oliver
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Beitrag von Wetback » 09.03.2008 11:27

Moin,
sowas steht auch schon im zweiten Buch vom Michael Preute , Der Bunker, eine Reise in die Bonner Unterwelt, ab Seite 119 gehts los.
Gruß
Stefan

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MikeG
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Beitrag von MikeG » 09.03.2008 15:21

Moin!

Das ist richtig - aber leider gibt keiner eine Quelle an.

Mike

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dth
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Beitrag von dth » 10.03.2008 00:44

MikeG hat geschrieben:Moin!

Das ist richtig - aber leider gibt keiner eine Quelle an.
Die Quelle findet sich unter http://ausweichsitz.de/aktuelles/artike ... reute.html :
Überraschend erhält Michal Preute aus einer ganz anderen Richtung Unterstützung. „Bundeswehrgeneral Werner Nührenberg bat mich um ein Treffen. Ich fuhr zu ihm nach Münster. Er erzählte mir von einer Militärübung 1968 in Hamburg, in deren Verlauf er sich selber verlief und in einen Raum kam, in dem er eigentlich nichts zu suchen hatte. Dort wurde er auf ein 60 Seiten starkes Manuskript aufmerksam, dass unter dem Titel „Orlando/Florida und Lufthansa“ eine umfassende Evakuierungsliste aller Regierungsmitglieder und ihrer Familien enthielt.“ Ziel waren die USA, geflogen wurde mit der Lufthansa, die in Orlando nicht nur einen Ausweichflugplatz gefunden hatte. „Ein größeres Hotel in unmittelbarer Nachbarschaft wies einen deutschen Besitz aus und bot reichlich Unterkunft.“ Der Skandal war perfekt: Der Regierungsbunker war gar kein Regierungsbunker.
Bis dann..

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MikeG
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Beitrag von MikeG » 10.03.2008 19:21

Moin!

Schön und gut. Aber das ist eine einzelne, allein stehende Zeugenaussage und somit keine sichere Quelle. Der zitierte Titel "Orlando/Florida und Lufthansa" hört sich meiner Ansicht nach kaum realistisch an. Ich erlaube mir mal, meine übliche Skepsis anzubringen und stark an der Sache zu zweifeln. Das verstärkte sich noch nach der nochmaligen Lektüre der kompletten Schilderung auf den Seiten 118ff des Buches. Für mich ist es eine nicht belegte, zweifelhafte Behauptung - nicht mehr und nicht weniger.

Ich zweifele ja nicht an, dass es so einen Plan gegeben haben könnte – dies reicht zumindest mir aber nicht als Beweis. Und genau das hatte ich mit meiner Frage nach einer Quelle gemeint – eine weitere, unabhängige und möglicherweise bessere Quelle als diese.

Mike

petzolde
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Beitrag von petzolde » 10.03.2008 21:25

Hier paßt doch etwas nicht aufeinander.
Militärübung mit Verlaufen in 1968. Dabei wurde ein Manuskript gefunden für die Evakuierung von Marienthal nach Florida. Die Autobahn A61 mit NLP in Ahrnähe gab es damals m.W. noch gar nicht. Also hätte man erst von Marienthal zum Flughafen Köln/Bonn reisen müssen - und das unter Atomraketenbeschuß???

Und wie hätte der Flug nach Orlando stattgefunden? Zwischenlandung in NewYork ? Welches Fluggerät in welcher Größe gab es damals (1968 !) für Nonstopflüge nach Florida? Für mehrere Tausend Tunnelpolitiker hätte man dann kurzfristig einige Flieger dafür aufbieten müssen...
gruß EP

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