Sirenentest

Zivile bzw. nicht-militärische Schutzbauwerke und Anlagen des Kalten Krieges
Antworten
Benutzeravatar
paffi
Forenuser
Beiträge: 23
Registriert: 09.11.2004 13:21
Ort/Region: Magdeburg
Kontaktdaten:

Beitrag von paffi » 16.12.2013 15:19

Fox 1 hat geschrieben:So ist es. Die Alarmierung per Rufmeldeempfänger müsste wohl erst irgendwann in den 70ern gewesen sein. Die ersten Rufmeldeempfänger wurden 1950 in Amerika entwickelt.
Die ältesten Funkmeldeempfänger, die mir bekannt sind ist von Motorola die Modelle Pageboy und BMD. Die BMD hatte damals mein ehem. Vermieter.
Hallo,

Funkmeldeempfänger sind schon wesentlich älter. Allerdings waren es Kofferradio große Geräte, die zum Teil auch nicht mobil waren, sondern nur mit Strom aus der Steckdose funktionierten.

Das älteste mir bekannte Gerät ist der Lorenz E29 aus dem Jahre 1960.

1976 kam dann der Telefunken Telesignal B80 heraus, der in die Jackentasche passte und natürlich mit Akku ausgestattet war.

Beste Grüße

Klaus Paffenholz

Sammy
Forenuser
Beiträge: 20
Registriert: 14.10.2013 15:41
Ort/Region: Seester

Beitrag von Sammy » 04.02.2014 17:21

Und früher war eben doch nicht alles schlecht... :-)


Die Stadt Norderstedt (bei Hamburg, Schleswig-Holstein) hat kürzlich ein völlig neues Sirenennetz zur Bevölkerungswarnung in Betrieb genommen.

Am vergangenen Mittwoch wurde dieses erstmals getestet. Hierbei hatten die Bürger/innen auch die Möglichkeit, über die Notfallnummer der Stadt Fragen zum Sirenenalarm zu stellen bzw. zu melden, wo im Stadtgebiet die Sirenen schlecht oder gar nicht zu hören sind. Ergebnisse aus diesem Test sind mir leider noch nicht bekannt.


Pressemitteilung "Comeback der Alarmierung der Bevölkerung mittels Sirenen" (PDF): http://www.norderstedt.de/PDF/Bev%C3%B6 ... 1384334312

Pressemitteilung "Die Stadt Norderstedt testet das neue Sirenensystem" (PDF): http://www.norderstedt.de/PDF/Probealar ... 1390466253

chris70
Forenuser
Beiträge: 337
Registriert: 16.02.2008 17:51
Ort/Region: Mannheim
Kontaktdaten:

Beitrag von chris70 » 04.02.2014 20:03

... nach dem Großbrand des letzten Jahres und der Erkenntnis, dass Sirenen irgendwie doch keine schlechte Idee sind, wenn man die BASF in der Stadt hat, nimmt man die zuvor teilweise eingemotteten Sirenen diesseits und jenseits Rheins wieder in Betrieb und: testet! Wie in der guten alten Zeit! :-)

http://www.rheinpfalz.de/cgi-bin/cms2/c ... 1-34750393
"Das Dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie wahr sind" Leonardo da Vinci

Benutzeravatar
klaushh
Forenuser
Beiträge: 2582
Registriert: 14.05.2002 15:00
Ort/Region: Hamburg

Sirenentest

Beitrag von klaushh » 04.02.2014 20:40

Moin, moin!

Am Mittwoch, d. 29.1.2014 war ich kurz vor 10 Uhr zufällig im Freien vor der Haustür, als ein leichtes Gehäule losging.
Wenn ich nicht eine positive Grundeinstellung zu den Sirenen hätte und mir schlagartig der Test eingefallen wäre, hätte ich dem Gehäule vermutlich keine Beachtung geschenkt, da es überhaupt nicht aufgefallen wäre. Wieder zurück im Hause hörte ich überhaupt keine Sirene mehr (auch nicht von den zwei nächsten Sirenenläufen).
Fazit: im Ernstfall (was immer das auch sei) hätten die Sirenen mich wohl kaum erreicht.

Nach Pressemitteilungen sollen von den 15 installierten Sirenen eine oder zwei nicht angesprungen (möglicherweise in meiner Hörgegend) und das Gesamtergebnis nicht so völlig überzeugend gewesen sein.
Aber deswegen macht man ja solch einen Test!
Ein weiterer Sirenentest ist für den Juni vorgesehen.

Gruß
klaushh
Bei Interesse für Bunker und unterirdische Bauwerke in Hamburg mal http://www.hamburgerunterwelten.de besuchen!

Benutzeravatar
redsea
Moderator
Beiträge: 4725
Registriert: 24.10.2006 15:35
Ort/Region: Ostwestfalen-Lippe

Beitrag von redsea » 04.02.2014 21:45

Hallo Klaus,

das könnte aber auch daran liegen, dass Dein Standort einfach nicht im Beschallungsradius der umliegenden Sirenen liegt. Nicht jede Stadt wird durch stationäre Sirenen vollflächig abgedeckt. Daher wäre zunächst zu prüfen, ob Dein Standort überhaupt in einem Beschallungsradius einer Sirene liegt.

Viele Grüße

Kai

Benutzeravatar
redsea
Moderator
Beiträge: 4725
Registriert: 24.10.2006 15:35
Ort/Region: Ostwestfalen-Lippe

Beitrag von redsea » 04.02.2014 23:22

Hallo Klaus,

anhand der o.g. Quelle habe ich mal die dort genannten Standorte der 14 stationären Sirenen in GE aufgenommen und um sie herum eine Fläche mit einem Beschallungsradius von 1000 m (was schon hoch gegriffen ist) gelegt. Die eingezeichneten Sirenenstandorte konnte ich allerdings nur anhand der Straßennamen positionieren, da mir die exakten Standorte nicht bekannt sind. Trotzdem verdeutlicht die Karte sehr schön, dass wir in Norderstedt kein flächendeckendes, stationäres Sirenennetz vorfinden.

Sicher wirst Du nun auch feststellen, dass Dein Standort nicht innerhalb einer der Beschallungsradien liegt. ;-)

Viele Grüße

Kai
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

Benutzeravatar
Käpt´n Blaubär
Forenuser
Beiträge: 1218
Registriert: 25.05.2002 22:34
Ort/Region: Hamburg-Wandsbek

Beitrag von Käpt´n Blaubär » 05.02.2014 21:21

Moin!

Schon ganz interessant, das alles. Ein schönes Beispiel für Anspruch und Wirklichkeit oder Theorie und Praxis.

Als Gegenpol zu Kais netter Grafik hier mal ein paar Zitate aus der oben verlinkten Pressemitteilung (Hervorhebungen von mir):

"Die Stadt investiert annähernd 300.000 Euro in das neue flächendeckende Alarmierungssystem."

"(...) wenn es gelingt, möglichst die gesamte betroffene Bevölkerung zu erreichen. Dazu ist es erforderlich, auch die Personen aufmerksam zu machen, welche die Gefährdung nicht wahrgenommen haben oder nicht wahrnehmen können, etwa Personen im Schlaf."

"Grundlage für die Aufstellung von Sirenen ist eine detaillierte Fachplanung, welche die Schallausbreitung der einzelnen Sirenen berücksichtigt und versucht, den am besten geeigneten Aufstellungsort zu ermitteln. Ziel ist es hierbei, eine möglichst flächendeckende, akustische Abdeckung zu erreichen."

300.000,- Euro, 14 Sirenen, eine detaillierte Fachplanung - und bei Klaus kommt nix an... :mrgreen:

Viele Grüße
Michael
Das Leben ist kurz, behauptet man.
Ansichtssache, sage ich. Die einen sind kurz, die anderen sind lang, und manche sind mittel.
Außerdem hatte ich noch dreizehneinhalb andere davon.
(Walter Moers, Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär)

Benutzeravatar
Olli_B
Forenuser
Beiträge: 109
Registriert: 15.12.2007 14:56
Ort/Region: Meinerzhagen

Beitrag von Olli_B » 06.02.2014 21:15

Moin,

bei uns sollten die Sirenen auch vor einigen Jahren abgeschafft werden, aber ich meine gehört zu haben das eine große Firma dagegen gemeutert hat. Die Sirenen sind geblieben und werden Samstags um 12.00 Uhr getestet.

Gruß

Olaf

Benutzeravatar
Cremer
Forenuser
Beiträge: 909
Registriert: 23.02.2010 11:26
Ort/Region: Bad Kreuznach
Kontaktdaten:

Beitrag von Cremer » 07.02.2014 14:18

@Fox1,

deine Frage vom 25. November 2013

Die Sirenensteueranlagen werden auch auf digitale Empfangsanlagen (DMS) umgebaut. Grundsätzlich obliegt es den Kommunen an den Sirenen künftig festzuhalten oder nicht. Gerade in einigen ländlichen Gebieten (Eifel) in Rheinland-Pfalz werden nicht alle Feuerwehrleute mit DME ausgestattet sodass auch hier künftig wieterhin Sirenen (ca. 3000 Stück) alarmieren werden.
MfG Euer Fernmelder
Erich Fellgiebel 1935:Nachrichtentruppen sind kostbare, schwer zu ersetzende Mittel der Führung.

Benutzeravatar
skyper
Forenuser
Beiträge: 88
Registriert: 19.06.2005 20:47
Ort/Region: Hamburg

Beitrag von skyper » 08.02.2014 17:18

@Käpt´n Blaubär

Das Du nichts gehört hast, dürfte vielleicht daran liegen, dass Wandsbek nicht zum Überflutungsbereich gehörst... Info/Karte http://www.hamburg.de/contentblob/34254 ... schutz.pdf S. 4

Der Stadt Hamburg steht für die Warnung der Bevölkerung zurzeit ein Sirenenwarnnetz mit ca. 140 Sirenen zur Verfügung. Hierbei handelt es sich zum einen um ca. 70 „alte“ Motorsirenen und zum anderen um 70 neue, leistungsstärkere Hochleistungssirenen. Diese befinden sich überwiegend im Tidegebiet der Elbe, um die Bevölkerung in den Stadtteilen, die bei einer sehr schweren Sturmflut besonders gefährdet sind, umgehend warnen zu können.

Eine Auslösung dieser Sirenen erfolgt jedoch erst ab einem prognostizierten Wasserstand von mehr als 7,30 m über Normalnull (ü. NN) am Pegel St. Pauli im Hamburger Hafen.

Darüber hinaus wird Hamburg in den kommenden Jahren sein Sirenenwarnnetz dahingehend erweitern bzw. ausbauen, dass neben der Warnung der Bevölkerung im Tidegebiet der Elbe auch eine Warnung der Bevölkerung z.B. in Fußgängerzonen sowie in Einkaufs- und Ballungszentren, aber auch in unmittelbarer Umgebung von Gefahrstoffbetrieben und des Flughafens erfolgen soll / wird.

Ende August / Anfang September - also unmittelbar vor Beginn der Sturmflutsaison - wird der jährliche Sirenenprobebetrieb durchgeführt. Dieser Probebetrieb dient neben einer Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Sirenenanlagen auch dazu, der Bevölkerung das Sirenensignal - ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton - in Erinnerung zu rufen und auf den Beginn der Sturmflutperiode hinzuweisen.
http://www.hamburg.de/warnungen/ Sirenenwarnung

Alle anderen Sirenen wurden demontiert...

Antworten

Zurück zu „Kalter Krieg - Zivilschutz & Zivilverteidigung“