Kugel-"bunker", als Schutzraum für den Privatmann

Zivile bzw. nicht-militärische Schutzbauwerke und Anlagen des Kalten Krieges
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TimoL
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Beitrag von TimoL » 02.03.2007 11:26

Die wurden auf Tiefladern transportiert.
"Die einen kennen mich, die anderen können mich!"
- Konrad Adenauer (1876-1967), erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland 1949-1963 -

Gast

Beitrag von Gast » 02.03.2007 11:41

TimoL hat geschrieben:Die wurden auf Tiefladern transportiert.
Was für Tieflader sollen das gewesen sein?

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TimoL
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Beitrag von TimoL » 02.03.2007 12:07

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petzolde
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Beitrag von petzolde » 02.03.2007 13:26

Leider finden sich auf den Bildern der Kugelbunker kaum Anhaltspunkte zum Größenvergleich. Auf einem der Bilder setzt ein gelber Bagger einen Kugelbunker in eine Baugrube. Dieser Kugelbunker scheint ähnliche Maße wie unterirdische Kugel-Öltanks zu haben, Vol. ca. 10 m3.
Mit 2 Mann in einem solchen Tank (z.B. wegen Tankrevision) ist schon eng genug, aber mit 12 Personen???
Die drei genannten Herstellerfirmen lassen sich in Verbindung mit Kugelbunker nicht im Internet finden. Wäre aber interessant zu wissen, wo sie ihren Sitz hatten (oder noch haben).
gruß EP

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derlub
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Beitrag von derlub » 02.03.2007 13:53

petzolde hat geschrieben: Die drei genannten Herstellerfirmen lassen sich in Verbindung mit Kugelbunker nicht im Internet finden. Wäre aber interessant zu wissen, wo sie ihren Sitz hatten (oder noch haben).

derlub hat geschrieben:Hallo,
in den 60er Jahren gab es auch einen Belegungsversuch mit Kugelschutzräumen. Für den Versuch wurden die Kugelschutzbauten der Firmen Friedrich Franck, Hamburg sowie Dyckerhoff und Widmann KG, München (Dywidag) verwendet.
Oder beziehst Du dich auf die genannten Firmen im Lostplacesartikel ( Presser, Universal und Anders)? Dazu kann ich leider auch nichts sagen...

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TimoL
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Beitrag von TimoL » 02.03.2007 15:02

Die (meisten) der Firmen gibt es noch, allerdings findet man die nicht mehr unter dem Stichwort Schutzraumbau oder gar Kugelschutzraum.

Diese Firmen übers Internet ausfindig zu machen ist in der Tat allerdings relativ schwierig. Wann man aber die alten Adressen hat (zum Beispiel aus der "Schutzbaufibel") kann man einfach im Telefonbuch nachschauen (so habe ich das zumindest gemacht), oder mal bei einem Bauunternehmen nachfragen, das schon sehr lange (über 20 Jahre) im Geschäft ist.
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Beitrag von TimoL » 06.02.2011 17:21

Eine der Firmen die hier in Schleswig-Holstein Kugelschutzräume (in Lizenz) hergestellt und gebaut hat, war das ehemalige Betonwerk "Johs. Neuenschwander Nachf." in Boostedt.

Die Kugelschutzräume wurden von ca. 1965 bis zur Schließung des Werkes Mitte der 80er Jahre gefertigt.

Interessant ist, dass bereits schon der Vorgängerbetrieb "Kunststeinwerk Joh. Neuenschwander" von 1944 vis 1945 kleine "Kugelbunker" aus Beton fertigte.
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Beitrag von TimoL » 20.10.2012 17:55

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klaushh
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1. ZS-Anlage (?)

Beitrag von klaushh » 03.11.2012 21:54

Moin, moin!

Der Leser sjwhn erwähnte in seinem Beitrag vom 1.3.2007 unter diesem Thema die ZS-Anlage in Heilbronn.
Dazu ein schriftliches Dokument über die Fertigstellung des Rohbaus: das Hamburger Abendblatt brachte in seiner Ausgabe vom 25.9.1957 eine dpa-Meldung.
Danach handelt es sich hierbei um die erste neugebaute unterirdische ZS-Anlage auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik.

Bemerkenswert ist, dass die Anlage in der ZS-Anlagen-Datenbank nicht gelistet ist. Das weist darauf hin, dass sie bereits 2007 aufgegeben war.

Vielleicht kann sich ja mal einer der Heilbronner (skwhn ?) der Sache annehmen und sich vor Ort schlau machen.

Gruß
klaushh
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Bei Interesse für Bunker und unterirdische Bauwerke in Hamburg mal http://www.hamburgerunterwelten.de besuchen!

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Frontstadtkind
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Beitrag von Frontstadtkind » 04.11.2012 10:23

Die Kugelbunker sollten durch die Atom-Druckwelle "wegrollen" ? ("nur 10 bis 20 Meter?"). Steht im Spiegel-Link.

Die Überlebenschancen kann man dann wohl vergessen? Danach wären die Insassen wohl nur noch Corned Beef in einer intakten Büchse. Selbst wenn man das alles überlebt hätte, wohin hätte man aussteigen sollen, wo hätte man oben Wasser und Nahrung gefunden? Klingt für mich vor allem wie ein tolles Geschäft für die Bauindustrie.

Bei Behördenbunkern kann man immerhin noch die Illusion verkaufen, dass man eine Rest-Funktionsfähigkeit des Staates unter Kriegsbedingungen noch zeitweise aufrechterhalten könnte.

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