BAMSt Standorte

Zivile bzw. nicht-militärische Schutzbauwerke und Anlagen des Kalten Krieges
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TimoL
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Beitrag von TimoL » 15.06.2014 13:51

Nee, zu den Gerätschaften habe ich leider keine Informationen.

Ich schätze aber mal das die neueren Datums sind und zu der Solaranlage gehören.

Interessant ist aber die Sirene...
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Godeke
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Beitrag von Godeke » 15.06.2014 14:42

Hallo :-) ,

ich sehe da nur eine Antenne, die an der Sirene sitzt und gehe davon aus, dass die Sirene mit dieser Antenne ausgelöst und gesteuert werden kann. Ansonsten sind alle anderen "Stangen" m.E. Blitzableiter.
...und jetzt noch mal schnell zu www.thw-lueneburg.de , der aktuellen Seite mit News aus der wunderbaren Welt des Helfens!

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derlub
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BAMSt Eutin

Beitrag von derlub » 16.09.2014 21:07

Hallo.

Das Schutzbauwerk der ehem. BAMSt in Eutin ist leider ausgebrannt.
Nach folgdem Pressebericht vom 15.09.14 befand/befindet sich das Schutzbauwerk am Rande der Sportanlage Eutin-Fissau.

Ausschnitte aus dem Pressebericht:
Seltener Einsatz: Brand im Bunker
Ein Relikt des „Kalten Krieges“ in Eutin-Fissau am Rand der Sportanlagen brannte gestern Morgen aus

Der Platzwart der Sportanlage Waldeck hatte gestern morgen eine Rauchfahne entdeckt, die aus einem eingezäunten Karree am Rande aufstieg, und um 10.06 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Nur wenige Menschen wissen, was der Zaun mit einer mittlerweile nicht mehr ganz geschlossenen Tür verbergen sollte: eine kleine Bunkeranlage.

Sie beherbergte seit den 1960er Jahren eine besonders geschützte Meßstellestelle des Zivilen Katastrophenschutzes. Zwei solcher Anlagen gab es im Kreis, in diesen Bunkern sollten Feuerwehrleute sitzen, die im Falle eines kriegerischen Angriffs mit atomaren, biologischen oder chemischen Waffen die Luftbelastung messen sollten.

Nach der Wiedervereinigung wurde der Katastrophenschutz neu organisiert, diese Bunkeranlagen werden seither nicht mehr benutzt.

Ralf Klesny, Wehrführer von Neudorf, gehörte als vom Wehrdienst befreiter Feuerwehrmann zu dem ABC-Messtrupp, der im Bunker Dienst schob. Bis auf eine Ausnahme seien es nur Übungen gewesen. „Es gab einen einzigen Ernstfall,“ erinnerte er sich gestern, „nach der Tschernobyl-Katastrophe haben wir die Luftqualität hier überwacht.“

Die genaue Ortskenntnis Klesnys über die beiden Bunkerräume half den Feuerwehrleuten gestern wenig: Die Rauchentwicklung war so dicht, dass ein mit Atemschutz ausgerüsteter Angriffstrupp die Feuerquelle nicht ausfindig machen und wegen der Hitzeentwicklung auch nicht vordringen konnte. In Abwägung einer möglichen Gefährdung der Feuerwehrleute entschloss sich die Einsatzleitung dazu, den Bunker mit Schaummittel zu fluten.

In dem unterirdischen Raum waren noch zwei Stockbetten sowie Büromöbel und auch Papiermaterial. Die Elektroversorgung war aber, wie sich in Rücksprache mit den Stadtwerken herausstelle, abgestellt. Was gebrannt hat, habe sich nicht feststellen lassen, sagte Eutins Wehrführer Wolfgang Mevs. Er vermutet, dass der Brand keine technische Ursache hatte: Der Zugang zu dem Bunker sei möglich gewesen, und die Bunkertür habe sich öffnen lassen.
Quelle: Ostholsteiner Anzeiger http://www.shz.de/lokales/ostholsteiner ... 92311.html

Schade... :?

Vielleicht kann ja jemand aus der Region zumindest noch Außenaufnahmen machen.

Viele Grüße,

Christoph

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Maeks
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Beitrag von Maeks » 17.09.2014 21:58

Zu der Sirene. Es handelt sich hier um eine elektronische Hochleistungssirene (Spitzname: Eistüte). Dieser Sirenentyp ist der Nachfolger der druckluftbertriebenen Hochleistungssirenen. Angeblicher Vorteil ist, das sie billiger sind im Unterhalt. Nachteil: richtungsgebundener Schall sowie sehr Störanfällig. Auch von Tonklang her ist sie eine Katastrophe. Da gefallen mir die alten HLS273 oder pintsch Bamag schon besser.

Gruß Maeks

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klaushh
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ausgebrannte BAMST

Beitrag von klaushh » 14.10.2014 12:46

Moin, moin!

Die BAMST liegt gut "getarnt" am Rande eines Sportplatzes. Zwischen zwei hohen Bäumen befindet sich eine kleine, unter Büschen "begrabene" Fläche, die eingezäunt ist. Auf bzw. unter dieser Fläche (ca. 4 m x 4 m) befindet sich die BAMST.
Die Lage ist heute (!) kaum noch nachvollziehbar: man kann vor lauter Bewuchs so gut wie nichts mehr von der Umgebung sehen. M.E. für eine Beobachtungsstelle denkbar schlechte Voraussetzungen.

Die BAMST selbst (ein Bunkerbau von BECORIT) ist wenigstens noch teilweise eingerichtet (ganz sicher aber keine BAMST-spezifischen Dinge mehr).

Auf ein Betreten der BAMST habe ich aus Gründen der eigenen Sicherheit verzichtet(alles noch verräuchert). Daher nur drei Fotos der unmittelbaren Umgebung bzw. in den Einstiegsschacht hinunter.

Gruß
klaushh
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Bei Interesse für Bunker und unterirdische Bauwerke in Hamburg mal http://www.hamburgerunterwelten.de besuchen!

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Beitrag von derlub » 15.10.2014 19:30

Super Klaus!
Vielen Dank.

gung
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Mehr oder weniger genauer Standort....

Beitrag von gung » 05.04.2015 00:03

Moin Christoph

Ich habe mal versucht einige Bamsten aus deiner "buchliste" anzufliegen....

Sehe ich das richtig, das die UMTREF Koordinaten nur +- 100m genau sind?!

Und sollen die tatsächlich den Standort der Bamsten und Wdmsten zeigen, oder nur darstellen, in welchem Ort Überhaupt welche waren?

Ich frage deshalb, weil auffällig viele Treffer genau in der Ortsmitte landen, und nicht auf einer Erhebung oder irgendwo mitten auf dem Acker, wo man weit sehen könnte....

Und noch eine Frage- warum gibt es Bereiche die fast nur Bamsten haben, und andere die fast nur Wdmsten haben?!?

Gruß Gung

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Arzttrupp
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Nähe der BAMSt-Standorte zu Sportanlagen

Beitrag von Arzttrupp » 07.10.2015 19:49

Moin allerseits!

Auch ich lese dieses Forum schon seit einigen Jahren mit, seit ich aus unserem Arzttruppkraftwagen den Kasten "Erste-Hilfe ABC-Verletzte" ausgesondert habe und begann, mich etwas intensiver mit dem Kalten Krieg auseinanderzusetzen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie "militarisiert" unser friedliches Deutschland doch war!

Nun aber zum Thema (insbesondere @gung): Auch ich habe mal einige Standorte gemäß der "Buchliste" angeflogen. Mir ist dabei aufgefallen, dass die Bauherren der BAMSten offenbar sehr sportlich waren - bei vielen Standorten der Liste liegen Sportplätze in der Nähe der Zielkoordinaten. Das passt ja auch zur BAMSt 1314 Eutin, wo der im Buch angegebene Standort sehr nahe am tatsächlichen Standort liegt (was sich dank des Presseberichtes und der Koordinaten von klaushh verifizieren ließ).

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf bin ich mal auf die Suche gegangen. Zufällig war ich unlängst in Albersdorf, aber ohne fündig zu werden. Ich hatte aber auch nur so etwa 10 Minuten Zeit... Heute habe ich aber tatsächlich in Preetz einen Treffer gelandet. Auch hier unmittelbar am Sportplatz ein nicht mehr wirklich eingezäuntes Arreal mit Zugangsschacht und zwei Lüftungsrohren. Sobald der Regen eine genauere Begutachtung ermöglicht, werde ich mal versuchen, ein paar Bilder zu schießen. Der Schachtdeckel war von Vandalismus gezeichnet und etwas aufgehebelt. Im Schacht selber liegt offenbar eine Menge Astwerk, der Deckel selber ist aber von einem Vorhängeschloss gesichert. Leider hatte ich nur meine Handycam dabei, ich werde aber mal mit einem besseren Fotoapparat Bilder vom Schachtinneren machen.

Demnächst werde ich mir mal weitere Standorte vornehmen. Auch in Kellinghusen und Marne liegen Sportplätze auffällig nahe dran...

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Beitrag von gung » 10.10.2015 18:41

...Schön, das sich hier was tut...

Die Idee klingt gut! Wobei wie ein Sportplatz in logischem Bezug zu einer solchen Einrichtung steht....keine Ahnung....

Christoph hat sich ja leider noch nicht zu meiner oder deiner Frage geäussert....

Freue mich auf die Bilder!!!

Gruß Gung

p.s.:

Wie weit ist bei dir die Entfernung vom angegebenden Punkt bis zum Treffer gewesen?

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Beitrag von Shadow » 10.10.2015 19:47

Eine Häufung dieser Anlagen in der Nähe von Sportplätzen bietet sich aus meiner Sicht aus mehreren Gründen an: die Grundstücke dazu sind oftmals in öffentlicher Hand. Dort ein paar qm abzuzweigen ist schlicht einfacher, als von einem Feld in privater Hand grundbuchrechtlich etwas abzuteilen. Ein einzelner Sportplatz oder ein Sportplatz in Verbindung mit einer Schule bringt dann auch einen Platzwart oder Hausmeister mit, der zumindestens Vandalisierungsversuche bemerken und weiter geben kann. Und nicht zuletzt bietet ein Sportplatz auch eine wahrscheinlich auf lange Zeit unverbaubare Aussicht. Bis auf den letzten Punkt nicht unbedingt zwingend für die Lage aber doch von Vorteil.

Thorsten.

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