Warndienstleitmeßstellen

Zivile bzw. nicht-militärische Schutzbauwerke und Anlagen des Kalten Krieges
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Nabilianer
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Warndienstleitmeßstelle 62

Beitrag von Nabilianer » 22.02.2012 22:47

Hallo,

Ichw ar huete mal mit dem Fahrrad in Reinheim Spachbrücken und habe die dortige Warndienstleitmessstelle besucht.

Die Warndienstleitmessstelle 62 befindet sich im Reinheimer Ortsteil Spachbrücken in einen 1 Stöckigen Privathaus (Wohngebäude) mit Kellegeschoss (Bild wird noch hochgeladen).

Ein baulicher Schutz bestand woöglich nicht.

Der ehemalige EIgentümer des Gebäudes war nicht vor Ort, aber die neuen Hausbesitzer. Er hatte sich erst einen Tag zuvor mit seiner Frau über das Thema Unterhalten, da im Haus noch die Leitungen für Warngerätanschlüsse verlegt waren, sowie ein Rohr das zur Meßprobenentnahme genutz wird vorhanden ist. Das letzte ist allerdings im Weg und soll entfernt werden.

Ich habe meine E-Mail Adresse hinterlassen und werde die nächsten Tage die Telefonnummer des Eigentümers erhalten.
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Walter Leipold
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WDLMSt im WA-Bezirk VII

Beitrag von Walter Leipold » 12.05.2012 16:40

Hallo zusammen,

hier mal eine Ergänzung zu den Standorten der WDLMSt. im Bereich des Warnamtes VII:

Eine LMSt. (71) befand sich definitiv im Keller des Unterkunftsgebäudes des WA VII in Weinsheim im Kreis Bad Kreuznach. Die habe ich selbst mal bei einem Besuch gesehen.
Dies ist meines Wissens nach so bei allen W-Ämtern der Fall gewesen, da die Leitmessstellen
auf den Warnamtsliegenschaften zusätzlich auch zu Ausbildungszwecken für die Helfer der anderen LMSt.´en des Bezirkes genutzt wurden. Auch die Leiter der AMASt´en haben, zumindest in Rheinland-Pfalz dort im Rahmen ihrer Ausbildung einen Lehrgang besucht, den die ha. Mitarbeiter des WA durchgeführt haben.

Die LMSt. für den ehem. Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz befand sich in Ungstein an der Weinstr., heute ein Stadtteil von Bad Dürkheim (nicht in Neustadt). Meines Wissen nach war sie dort im Keller einer Schule untergebracht.

Die LMSt. für den Bereich Saarland befand sich nach meinem Wissen nicht in Saarbrücken, sondern im nördlichen Saarland, ich glaube in einer Gemeinde im Landkreis Merzig-Wadern.

Über die Standorte der anderen LMSt. im WA-Bezirk VII habe ich leider keine Infos.

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derlub
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Beitrag von derlub » 14.05.2012 14:14

Hallo und herzlich willkommen im Forum von geschichtsspuren.de!

Vielen Dank für die interessanten Ergänzungen und Korrekturen. Ich habe den Einzelbeitrag mal an den bestehenden Beitrag angehangen.

Leider habe ich es damals (2010) versäumt zu notieren, woher meine Informationen stammen, dass sich in Saarbrücken und in Neustadt an der Weinstraße WDLMSt befunden haben sollen. :oops:
Eine Abweichung zu den von mir genannten Standorten könnte möglicherweise aufgrund einer im Laufe der Zeit stattgefundenen Standortveränderung (-verbesserung) herrühren. Sollte ich die Quelle für Saarbrücken und Neustadt wiederfinden, werde ich sie hier nachreichen.

Da ja nun stattdessen die Orte Ungstein und ein noch unbekannter Ort im Landkreis Merzig-Wadern als Standorte für WDLMSt genannt wurden, wäre es interessant, hier weiter zu suchen.

Da ich über Internetrecherche im Örtchen Ungstein keine Schule finden konnte, habe ich einmal eine Emailanfrage an den Ortsvorsteher geschickt. Vielleicht bekommen wir dadurch noch genauere Informationen (auch über die bauliche Ausführung).

Zu dem Hinweis einer WDLMSt im Landkreis Merzig-Wadern hätte ich eine Idee. Diese befindet sich aber im Landkreis Saarlouis. Wir hatten hier im Forum vor längerer Zeit einmal einen Hinweis auf einen Schutzraum unter einer Schule in Lebach-Eidenborn: viewtopic.php?t=13425&highlight=lebach
Auf dieser Internetseite erkennt man ein Foto einer Schutzraumtür des dortigen Bunkers an der ein ABC-Markierungsfähnchen hängt: http://www.eidenborn.de/showit/index.ph ... 0314&sort=
Von daher hatten wir bereits den Verdacht, es könnte statt eines normalen Schulschutzraumes ein Schutzraum für die AMASt des Landkreises sein oder eine BAMSt. BAMSt kann ich mittlerweile ausschließen, die waren für den Landkreis Saarlouis woanders.

Mal sehen, ob sich das noch klären lässt.

Viele Grüße,

Christoph

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Re: WDLMSt im WA-Bezirk VII

Beitrag von holle » 28.05.2012 11:19

Walter Leipold hat geschrieben: Eine LMSt. (71) befand sich definitiv im Keller des Unterkunftsgebäudes des WA VII in Weinsheim im Kreis Bad Kreuznach. Die habe ich selbst mal bei einem Besuch gesehen.
Leider ist davon nicht mehr viel erhalten geblieben bis auf ein Schild - der Keller ist bis auf etwas Unrat leer geräumt.
Der Hinweis auf Neustadt kann eventuell daher rühren, dass dort in den Anfangszeiten des Warndienstes ein erstes provisorisches Versuchswarnamt eingerichtet werden sollte, später eine Planung direkt in Kreuznach in der Stadt. (Gedächtnisprotokoll aus Unterlagensichtung. Hier gibt es noch viel zu tun).

-h

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WDLMSt Ungstein?!

Beitrag von derlub » 04.06.2012 15:53

Walter Leipold hat geschrieben:Die LMSt. für den ehem. Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz befand sich in Ungstein an der Weinstr., heute ein Stadtteil von Bad Dürkheim (nicht in Neustadt). Meines Wissen nach war sie dort im Keller einer Schule untergebracht.
So, ich habe nun Informationen aus Ungstein erhalten.
Der Ortsvorsteher und der sagen wir mal "Ortsälteste" haben noch nie von einer Warndienstleitmessstelle im Ort gehört. Die ehemalige Schule bei der Kirche(heute "Ungsteiner Haus") hatte wohl eine Sirene auf dem Dach. Das ist allerdings kaum ein ausreichender bzw. gar kein Hinweis auf eine WDLMSt...
Ungstein bleibt daher leider momentan wohl noch ungeklärt...

Grüße,
Christoph

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WDLMSt 73 Ungstein

Beitrag von redsea » 23.08.2013 22:54

Hallo Christoph,

hast Du mittlerweile weitere Informationen zur WDLMSt Ungstein erhalten?

Ein Beleg für ihre Existenz findet sich im Bevölkerungsschutz-Magazin Nr. 5-6/94.

Dort heißt es auf Seite 37:

WDLMSt 73 (Ungstein bei Bad Dürkheim)
Quelle: Bevölkerungsschutz-Magazin Nr. 5-6/94

Viele Grüße

Kai

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Ungstein

Beitrag von Omega1 » 23.03.2014 11:36

Moin,

im ZS-Magazin wurde Ungstein 1976 ebenfalls erwähnt. Auf Heftseite 53 steht zu lesen:

[...]...Leiter der WD-Leitmeßstelle 73/Ungstein...[...]
(Source: ZS-Magazin 1/2 ´76)

Die ein Stück weiter oben im Forum erwähnte Sirene auf dem Dach der alten Schule steht übrigens auch heute noch dort... ;)

Gruß,
Dirk

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Ausstattung

Beitrag von Omega1 » 23.03.2014 21:59

Ich nochmal....

... vielleicht habe ich es auch nur irgendwo überlesen/übersehen, aber mir hat sich folgende Frage gestellt:
Wie waren denn solche Leit-Meßstellen "aussen" meßtechnisch ausgestattet? :?: ?

Wenn sie Leit-/Meßstelle heißen, dann werden sie ja auch mit irgendwelchen Sensoren, Detektoren, Meßgeräten, und wenn´s nur ein simpler Regenmesser war, ausgestattet gewesen sein. Sicherlich dann auch so, daß die Geräte und Sensoren gefahrlos von innen auswertbar waren. Oder habe ich da jetzt einen Denkfehler?
Und wenn´s solcherlei Ausstattung gab, dann war die doch bestimmt aufgrund des deutschen Normierungs(un)sinns von Leit-Meßstelle zu Leit-Meßstelle auch mehr oder weniger halbwegs gleich. *denk ich mal*
Falls dem so ist, gibt´s da Fotos von? Weil....

Sodele, schonmal gute N8,

Dirk

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Beitrag von redsea » 23.03.2014 23:19

Hallo Dirk,

ja, Du hast es überlesen und zwar gleich im ersten Beitrag dieses Themas. ;-)

Hieraus zitiere ich nur den zu Deiner Frage entscheidenden Satz:

"Die Aufgaben einer WD-Leitmeßstelle bestanden in der Sammlung der Meldungen der zugeordneten ABC-Beobachtungs- und Meßstellen über ABC-Angriffe und gegebenenfalls ermittelte Messwerte."

Viele Grüße

Kai

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Beitrag von Omega1 » 24.03.2014 17:58

Hallo Kai...

... und danke für die Hinweise. :thanx: :oops:

Meine Frage war bzw. ist deshalb explizit auf die "äusseren" Merkmale gerichtet, da ich z. B. aus meinen eigenen alten Kat-Schutz-Tagen bei, für und im Landkreis Bad Dürkheim weiß, daß in Ungstein auf der Südseite der alten Flak-Halle (ja, ich weiß - das wäre ein anderes Kapitel), zum angrenzenden Weinberg hin, in einem eingezäunten Geländeteil -wie der Großteil südlich und westlich damals eigentlich- Gerätschaften im Gras standen, die zumindest den Eindruck von Messgeräten erweckten. Wobei erweckten? -> Was definitiv eine Zeit lang dort stand waren ein Niederschlagsmesser und versch. Gerätschaften zur Windmessung (was auch immer genau). Weitere Teile, nur mehr verteilt, waren schon zu sehen und ähnelten im weitesten Sinn einer heutigen Wetterstation wie man sie z. B. aus der Agrar-Meteorologie kennt.
Zudem war, zumindest den damaligen KatS-Unterlagen nach, die Halle nicht in Privatbesitz, sondern der damals noch existenten Bezirksregierung (heute SGD Süd) angegliedert - jedenfalls auf dem Papier, bis in die 1990er Jahre hinein.
Ob die da auch tatsächlich was mit angefangen haben, sprich Fahrzeuge (eher net) oder Gerätschaften gelagert wurden, kann ich wiederum nicht sagen. Das hätten evtl. die damaligen KatS-ABC-ler aus dem südlichen Landkreis wissen können. Aber die wurden als solche ja offiziell auch aufgelöst (net zu verwechseln mit dem existenten Gefahrstoffzug).

Doch halt, zurück zum Thema: mir ging es im Kern darum, ob es hätte sein können, dass die WD-Leitmeßstelle 73 nicht in der bereits genannten Schule, sondern in eben dieser alten Beständelagerhalle untergebracht war? ? ?

Da die Schule ja schon vor ewigen Zeiten als solche geschlossen wurde und die Kinder schon lange Zeit in Bad Dürkheim selbst zur Schule gehen... [...]
.... und auch die wohl schon angefragten Ortsvorsteher von nix wissen. Zumal deren Ratsstube bzw. Büro in eben dem gleichen Gebäude hätten sein sollen.

Naja, mal weiter schauen.... ;)

Viele Grüße,

Dirk

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