Ehem. Bundesbahndirektion Essen/Ruhr

Zivile bzw. nicht-militärische Schutzbauwerke und Anlagen des Kalten Krieges
railro

Beitrag von railro » 17.04.2012 11:36

Hallo, da sind wir schon wieder...

Beim heutigen Befahren des Tunnels wurde nach ca. 300 m die e r s t e Tunnelverbreiterung ausgemacht. Dort müsste in einer der Wandöffnungen der besagte Zu-/Ausgang liegen.

Dies stimmt auch gemäß Google-Messung vom Tunneleingang bis zum Gebäudetrakt Kruppstraße mit der ermittelten Entfernung von ca. 350 m überein.
Der Bunker muss unter diesem Gebäudeteil liegen, der gemäß einer - leider mit Grafiti übersprühten und kaum noch lesbaren - Steintafel in der Wand des zurückgezogenen Gebäudeteiles zwischen den Gebäuden Bismarkplatz und Kruppstraße - ohne die weggemeisselten Stilelemente des Dritten Reiches - auf die Erbauung in den Jahren 1934-1935 hinweist. Damit wird wohl auch der Bunker errichtet worden sein, weil es wohl unwahrscheinlich sein dürfte, dass bereits die alten Preußen unter dem Gebäude Bismarckplatz einen Schutzbunker errichtet haben; eine nachträgliche Untertunnelung des Gebäudes scheidet wohl auch aus.

Ja vielleicht entdeckt jemand bald noch etwas neues zum Objekt...

Gruß
Edmund

Benutzeravatar
redsea
Moderator
Beiträge: 4841
Registriert: 24.10.2006 15:35
Ort/Region: Ostwestfalen-Lippe

Beitrag von redsea » 04.06.2012 20:12

Hallo zusammen,

hier noch ein paar Ergänzungen rund um die Bunker an der Lenaustraße:
Sandfilter hat geschrieben:
railro hat geschrieben: Erstaunt hat mich damals die Erklärung des Technikers, der Ent-/Belüftungsschacht zur Lenaustraße/Hinterhof bei der Betriebskantine sei nicht mit einem sehr leistungsfähigen Filter ausgerüstet, so dass man die Anlage mit einem dort platzierten Kfz mit laufendem Motor ausschalten könne...
Das lag vermutlich an der CO-Messanlage, welche durch die Autoabgase ansprach und die Lüftung abschaltete ;) Der Zuluftschacht ist doch diese vergitterte Öffnung, die direkt am Fußgängerweg in der Mauer eingelassen ist? Fortluft müsste der kleine Turm auf dem Parkplatz sein, dort ist auch das Abgasrohr der Netzersatzanlage zu sehen.
railro hat geschrieben:(...)
Die genannten Lüftungsöffnungen befinden sich, wie von Dir richtig angenommen, in der niedrigen Ziegelstein-Mauer in der Leanausraße - direkt gegenüber der Ein-/Ausfahrt zum neuen Parkhaus.(...)
Anhängend zwei Fotos der auch auf Christophs Fotos erkennbaren Lüftungsöffnungen und noch eines des Lüftungsturms sowie einer Notausstiegsklappe die sich ca. mittig auf dem Parkplatz befindet. Die Lüftungsschächte hinter den Gittern sind mit Beton umgossen. Einer der Schächte liegt unmittelbar vor dem Lüftungsturm.

railro hat geschrieben:(...) Der Bunker muss unter diesem Gebäudeteil liegen, der gemäß einer - leider mit Grafiti übersprühten und kaum noch lesbaren - Steintafel in der Wand des zurückgezogenen Gebäudeteiles zwischen den Gebäuden Bismarkplatz und Kruppstraße - ohne die weggemeisselten Stilelemente des Dritten Reiches - auf die Erbauung in den Jahren 1934-1935 hinweist. (...)
Zu lesen ist auf dem Flachrelief:

Erbaut 1934
1935 XXXX
XXXXXXX


die restlichen Zahlen, Buchstaben oder Symbole (XXX) wurden entfernt.

Grüße

Kai
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

Antworten

Zurück zu „Kalter Krieg - Zivilschutz & Zivilverteidigung“