Offene Fragen zur Funkmessstellung „Mistkäfer“ in Erlau

Funkmess-, Funkpeil-, Funkleit- und Funkstörtechnik des 2. Weltkriegs
Benutzeravatar
zulufox
Forenuser
Beiträge: 3476
Registriert: 02.10.2006 09:53
Ort/Region: In der Nähe des Urpferdchens
Kontaktdaten:

Beitrag von zulufox » 05.03.2016 22:16

Hallo Ralf,

im Hoffmann, Band II Teil 1 auf Seite 494 steht:

unter 7. Jagd-Division, Stab Nachrichtenführer

Nafü 1 (Genst.) H - A2 Hoffmann, Karl Otto

und auf Seite 499 unter II./Luftnachrichten-Regiment 237 Neustadt/Aisch

Kommandeur mit der Führung beauftragt H - A2 Hoffmann, Karl Otto (nachdem Anfang März 1945 der vorherige Kommandeur versetzt worden war)

MfG
Zf :holy:
Demosthenes (384 - 322 v. Chr. Athen)
"Nichts ist leichter als Selbstbetrug, denn was ein Mensch wahrhaben möchte, hält er auch für wahr."

Benutzeravatar
Spooky
Forenuser
Beiträge: 70
Registriert: 29.03.2015 18:30
Ort/Region: Mittweida

Beitrag von Spooky » 19.03.2016 18:31

Danke für den Hinweis!

Benutzeravatar
Spooky
Forenuser
Beiträge: 70
Registriert: 29.03.2015 18:30
Ort/Region: Mittweida

Standort von unbekannter Antenne

Beitrag von Spooky » 31.03.2016 18:20

Hallo alle zusammen,

ich hatte heute die Gelegenheit, mit einem weiteren Zeitzeugen zu sprechen. Der heute 89-Jährige war 1943 in der örtlichen HJ und wurde mit seiner Gefolgschaft eingeladen, sich auf dem Gelände des „Mistkäfers“ umzuschauen. Dabei durfte er auch den Gefechtsstand mit der großen Glastafel betreten. Während die Standorte der beiden Würzburg Riesen bekannt sind (heute sind dort noch die Betonsockel zu sehen), bleibt die Frage offen, wo sie die Freya-Antenne (?) befunden hatte. Der Zeitzeuge konnte mir den Standort (1943) auf einer Karte zeigen (siehe unten), aber nur recht ungenau beschreiben, wie die Antenne ausschaute. Ich zeigte ihm ein Bild von einer Freya-Antenne (siehe Foto). Die sei sie aber nicht gewesen. Er sagte, es hätte sich um eine etwa 15 Meter hohe Antenne gehandelt, ohne Gefechtsstand am Boden, aber drehbar. Und sie hätte in ihrer Struktur fast wie ein Tannenbaum ausgeschaut (siehe Skizze).

Nun habe ich folgende Fragen:
1. Ist der Antennen-Standort typisch oder könnte sich der Zeitzeuge geirrt haben?
2. Um welche Art von Antenne könnte es sich bei der Antenne handeln?


Für sachdienliche Hinweise bedanke ich mich wie immer schon im Voraus.

Freundliche Grüße
Ralf
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

Benutzeravatar
Spooky
Forenuser
Beiträge: 70
Registriert: 29.03.2015 18:30
Ort/Region: Mittweida

Beitrag von Spooky » 01.04.2016 11:04

...hat keiner eine Idee?

Benutzeravatar
Cremer
Forenuser
Beiträge: 922
Registriert: 23.02.2010 11:26
Ort/Region: Bad Kreuznach
Kontaktdaten:

Beitrag von Cremer » 02.04.2016 02:44

Vielleicht irrt er sich und es Könnte doch ein Freya gewesen sein.
MfG Euer Fernmelder
Erich Fellgiebel 1935:Nachrichtentruppen sind kostbare, schwer zu ersetzende Mittel der Führung.

Benutzeravatar
Spooky
Forenuser
Beiträge: 70
Registriert: 29.03.2015 18:30
Ort/Region: Mittweida

Beitrag von Spooky » 02.04.2016 18:55

...wahrscheinlich ja. Es kann durchaus sein, dass die Erinnerungen etwas verblasst sind. Beim „Mistkäfer“ handelte es sich wohl um eine Stellung 2. Ordnung. Und die war mit zwei WR und einer Freya ausgestattet.

Nachdem ich nun den Standort der Antenne kenne, bleibt die Frage, ob überhaupt eine Freya-Antenne an dem eingezeichneten Fleck in der Karte Sinn machte. Aber wahrscheinlich schon, denn bei meinem im Forum veröffentlichten Foto befindet sich die Antenne ja auch in unmittelbarer Nähe eines WR. Auf dem Originalfoto sieht man im Hintergrund weit entfernt den zweiten WR.

Ich möchte mir nun zeitnah ein Luftbild anfordern. Hat jemand Erfahrung damit, wie das funktioniert?

Für Antworten und Anregungen danke ich euch wie immer im Voraus.

Freundliche Grüße

Benutzeravatar
Cremer
Forenuser
Beiträge: 922
Registriert: 23.02.2010 11:26
Ort/Region: Bad Kreuznach
Kontaktdaten:

Beitrag von Cremer » 03.04.2016 03:43

Zwischen den Freya und Würzburg war ein Mindestabstand einzuhalten, um gegenseitige elektromagnetische Beeinflussungen (Sender setzt den eigenen Empfänger zu) und Rückkopplungen zu vermeiden.
Ich hab jetzt leider den Mindestabstand nicht im Kopf und kann nicht in meinen Unterlagen nachschlagen auch bzgl. verwendeten Frequenzen (bin noch im Urlaub auf den Philippinen😀).
Zuletzt geändert von Cremer am 03.04.2016 04:02, insgesamt 1-mal geändert.
MfG Euer Fernmelder
Erich Fellgiebel 1935:Nachrichtentruppen sind kostbare, schwer zu ersetzende Mittel der Führung.

Benutzeravatar
Cremer
Forenuser
Beiträge: 922
Registriert: 23.02.2010 11:26
Ort/Region: Bad Kreuznach
Kontaktdaten:

Beitrag von Cremer » 03.04.2016 03:57

Könnte es sich höchstens um dieses Freya ggf. gehandelt haben, bin beim Stöbern auf den Seiten von SES (Luftwaffe radar types pictures) gestossen, kann aber in meinen AEG-Büchern bei Trenkle nicht nachschlagen. Vielleicht gibt jemand hier die Erklärung des LZ-C😊
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
MfG Euer Fernmelder
Erich Fellgiebel 1935:Nachrichtentruppen sind kostbare, schwer zu ersetzende Mittel der Führung.

Benutzeravatar
Spooky
Forenuser
Beiträge: 70
Registriert: 29.03.2015 18:30
Ort/Region: Mittweida

Beitrag von Spooky » 03.04.2016 12:51

Hallo Cremer/Fernmelder,

danke für das Bild. Es könnte durchaus hinkommen, dass es sich um so eine Freya gehandelt haben könnte. Der Zeitzeuge beschrieb den Antennenmast so, als hätte er wie ein Christbaum ausgeschaut.

Über weitere Informationen zur Freya auf dem Bild wäre ich sehr dankbar - egal wer etwas dazu liefern kann. Darüber hinaus würde mich interessieren, wie weit eine Freya-Antenne von einem WR entfernt hatte stehen müssen. Dafür vielen Dank im Voraus.

Gruß, Spooky

Benutzeravatar
Cremer
Forenuser
Beiträge: 922
Registriert: 23.02.2010 11:26
Ort/Region: Bad Kreuznach
Kontaktdaten:

Beitrag von Cremer » 03.04.2016 15:28

Da ich noch bis 15.4. auf den Philippinen im Urlaub kann ich erst zu Hause nachschlagen. Aber vielleicht antwortet einer der anderen LN nerds zwischenzeitlich.
Die Abstände der verschiedenen Funkmessanlagen zueinander in den verschiedenen Stellungen sind bekannt. Das hat auschliesslich physikalische Gründe da sich sonst der eigene Sender den Empfänger zusetzt, es sei denn, es wird auf eine andere Frequenz (Oberband/Unterband) wie beim FuG16 umgesetzt und vom Flugzeug zurückgesendet.
Würde vorschlagen auf den Seiten von SES zu suchen. Steht bestimmt irgendwo dort.
MfG Euer Fernmelder
Erich Fellgiebel 1935:Nachrichtentruppen sind kostbare, schwer zu ersetzende Mittel der Führung.

Antworten

Zurück zu „Zweiter Weltkrieg - Funkmess / Ln / Fernmeldeanlagen“