Munitionsfabrik in Quickborn

Militärische Objekte des Ersten Weltkriegs, der Kaiserzeit etc.
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klaushh
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Beitrag von klaushh » 03.02.2014 23:20

Moin, moin!

@Frauke
Am 3.2.14 stelltest Du im Vorstellungsforum die folgende Frage: "...Ich hoffe hier ein paar Informationen über das alte Offizierkasino der Munitionsfabrik in Quickborn-Heide zu finden."

Während des WK I gab es in Quickborn-Heide die drei Sprengstoff-Fabriken
- Norddeutsche Sprengstoffwerke AG
- Hamburger Explosivstoffwerke "Glückauf" und
- Explosivstoffwerke "Thorn" GmbH.

Alles drei waren Industriebetriebe. Eine militärische Einrichtung, die ein Offizierskasino haben könnte, ist (mir) in dem Bereich nicht bekannt.
Kannst Du bitte mal etwas genauer angeben, was Du mit dem "Offizierskasino" meinst und wo es evtl. gelegen haben soll.
Ich gehe mal davon aus, dass Du nicht die Villa des Betriebsführers der "Glückauf" und jetzigen AWO-Kindergarten meinst.

Ansonsten gibt es auf dem ges. Gelände ja nicht mehr viele alte Reste zu sehen, da im Laufe der letzten Jahre dort ja groß abgebrochen und geräumt wurde.

Gruß
klaushh
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Beitrag von Frauke Klinkforth » 04.02.2014 00:16

Vielen Dank schon mal...es geht um das Gebäude schräg gegenüber dem "Alten Friedrich", heute auch Lastkantine genannt, an der Kreuzung Ulzburger Landstr./Friedrichsgaberstr. .LG Frauke
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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klaushh
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Beitrag von klaushh » 04.02.2014 20:19

Moin, moin!

@Frauke
Da kann ich Dir leider auch nicht so richtig weiterhelfen.
In einem Plan aus der Zeit von WKI ist bei dem fraglichen Gelände nur angegeben "Gelände zu Norddeutsche Sprengstoffwerke" ohne irgendwelche weiteren Einträge (auch keine Gebäude u.ä.).
In der TK 25 mit "Nachträge 1919" ist immerhin das fragliche Gebäude eingetragen.

Hast Du mal in der Geschichtswerkstatt der Volkshochschule der Stadt Quickborn nachgefragt?
Vielleicht auch der Versuch, über das zuständige Grundbuchamt etwas über frühere Eigentümer und Baudaten herauszufinden. Nützlich könnte auch die zuständige Feuerkasse (Privinzial?) sein.

Insges. sind genauere Kenntnisse (nicht nur bei mir) über die ganze Angelegenheit "Sprengstoff-Fabrikation in Quickborn-Heide" recht mager. Meist geht es nur um die Existenz der Fabrikanlagen und die Explosion von 1917.

Etwas unsicher bin ich immer noch über die Bezeichnung "Offizierskasino". Solch ein Kasino setzt doch üblicherweise die Existenz einer militärischen Einrichtung voraus. Gab es während WKI dort eine Art von militärischer Abnahmekomission und hatte die soviele Offiziere, dass sie über ein derart großes Kasino verfügten?
Wo ist eigentlich die Bezeichnung "Offizierskasino" dokumentiert?

Gruß
klaushh
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Beitrag von Frauke Klinkforth » 05.02.2014 00:04

Hi Klaus' für mich sind deine Informationen schon ganz wertvoll und die Vorschläge, wo ich noch mal nachfragen kann auch....vielen Dank dafür. Vielleicht steh' ich grad auf dem Schlauch, aber wofür steht TK 25? In der Geschichtswerkstatt hab ich jemanden gefragt, aber das dauert noch, bis ich von dort Bescheid bekomme.Ich bedanke mich schon mal ganz herzlich bei dir für deine Mühe, vielleicht kann ich mich ja mal revangieren :-). LG Frauke

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Beitrag von kuhlmac » 05.02.2014 09:59

Wobei das nicht unbedingt ein "Offiziers"-kasino sein muss, sondern ein "einfaches" Kasino.

Tatsächlich wurden und werden Räumlichkeiten, die man am besten mit "besserer Kantine" beschreibt, als Kasino bezeichnet.

Hier ist mir das aus dem Bergbau für die Zechen bekannt, aber auch bei Bayer gibt es ein solches. Das ist übrigens sehr gut, schon getestet. Der Weg zum "Offizierskasino" und damit zu einer "Militärvermutung" ist dann per stiller Post kurz.

Mal ein paar Links:
https://www.bayer-gastronomie.de/home/l ... tel,0.html
(Kasino von Bayer)

https://commons.wikimedia.org/wiki/File ... Kasino.JPG
(Kasino der Georgsmarienhütte)
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Beitrag von kuhlmac » 05.02.2014 10:03

Frauke Klinkforth hat geschrieben:Hi Klaus' für mich sind deine Informationen schon ganz wertvoll und die Vorschläge, wo ich noch mal nachfragen kann auch....vielen Dank dafür. Vielleicht steh' ich grad auf dem Schlauch, aber wofür steht TK 25? In der Geschichtswerkstatt hab ich jemanden gefragt, aber das dauert noch, bis ich von dort Bescheid bekomme.Ich bedanke mich schon mal ganz herzlich bei dir für deine Mühe, vielleicht kann ich mich ja mal revangieren :-). LG Frauke
Ach ja... die TK 25 ist die Topographische Karte 1:25.000. Im Geographieunterricht und im Studium wird das alles etwas kürzer bezeichnet, was auch sinnvoll ist. Eine TK 25 deiner Region kann man natürlich im Internet einsehen, der geodatenserver für SH ist hier:
http://www.schleswig-holstein.de/LVERMG ... _node.html

Ansonsten hilft natürlich auch die kommunale Katasterbehörde gegen einen Obolus mit der Papierversion weiter.

Grüße

Christian
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Bunker der Munitionsfabrik in Quickborn-Heide

Beitrag von Mördi » 27.03.2015 23:43

Moin Moin,

ich würde dieses Thema gerne wieder etwas aufleben lassen.

ich wohne jetzt seit 2 Jahren an der Hermann-Löns-Strasse in Quickborn Heide und schaue schräg auf das alte Gelände der Munitionsfabrik. In der Tat wurden die Gebäude alle abgerissen, trotzdem ist neben einer Mauer die das Gelände eingegrenzt hat noch ein weiteres Bauwerk vorhanden: Ein alter Bunker. Dieser Bunker ist überirdisch gebaut worden und sieht nun heute wie ein kleiner Erdhügel aus. Er ist am Ende des kleinen Wäldchens gelegen und der Eingang ist vom Steertmoorweg gut zu erkennen.

Er wird auch heute noch genutzt, jedoch für wesentlich friedlichere Zwecke: Ein Reitbetrieb lagert dort Futter und vermutlich auch andere Utensilien.

Viele Grüße aus Quickborn Heide!

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Re: Bunker der Munitionsfabrik in Quickborn-Heide

Beitrag von Bunkerbob » 10.02.2017 09:07

Mördi hat geschrieben:Moin Moin,

ich würde dieses Thema gerne wieder etwas aufleben lassen.
Ich auch, im Hamburger Abendblatt gab es gestern einen Artikel zu den Sprengstoffwerken und dem Explosionsunglück.

Gruß
Robert

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